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2. Tennis-Bundesliga: BTTC springt mit 5:4 in Bremen auf Rang drei

Magnus jubelt: »Fantastisch!«

Bielefeld (WB/jm). Das Happyend ist amtlich: Der Bielefelder TTC hat sich auch für die Saison 2019 ein Startrecht in der 2. Tennis-Bundesliga Nord gesichert! Das finale Gastspiel beim Bremer TC endete mit einem 5:4-Sieg. 8:8 Zähler bedeuten wegen des besseren Satzverhältnisses sogar Rang drei in der Abschlusstabelle!

2:6/4:6: Louis Weßels war im Spitzen-Einzel chancenlos gegen den starken Spanier Mario Vilella Martinez. Foto: Jörg Manthey

»Fantastisch! Das war ein sehr enges Ding in sehr stimmungsvoller Atmosphäre«, strahlte Georg Magnus am Sonntag ob der gewonnenen »letzten Sicherheit.« Direkte Absteiger sind Tennispark Versmold und der Suchsdorfer SV. Der LTTC Rot-Weiss Berlin als Drittletzter braucht nicht mehr zu bangen, da aus dem Oberhaus neben dem TV Reutlingen mit Tennis Ewige Liebe BW Neuss nur ein Westverein absteigt und somit kein vermehrter Abstieg droht.

Günther bringt den BTTC in Führung

Mit einem sicheren Zweisatzsieg über Aleksandre Metreveli brachte Valentin Günther seine Farben in Bremen-Schwachhausen 1:0 in Führung. Für seinen Gegner, georgischer Tennisprofi und Daviscup-Spieler, war es nach einem langen Leidensweg ein besonderes Heimspiel. Metreveli hatte 2016 einen schweren Autounfall in seiner Heimatstadt Tiflis knapp überlebt; es sollten sogar beide Beine amputiert werden.

Nebenan waren Jannik Rother (4:6) und Lars Behlen (6:7), der im Tiebreak unterlag, im ersten Satz nicht vom Glück begünstigt. Sie unterlagen den Niederländern Nick van der Meer (8:1-Bilanz) und Colin van Beem. So gingen die hanseatischen BTC-Rubies mit einem 2:1-Vorsprung in den zweiten Einzelbrock.

Im Spitzenspiel geriet Louis Weßels nach 1:0-Führung mit 1:5 ins Hintertreffen und gab den ersten Durchgang mit 2:6 ab. »Sein Gegner war echt stark. Der hat nur wenig Fehler gemacht«, kommentierte Georg Magnus die Leistung des Spaniers Mario Vilella Martinez, der auch den zweiten Satz mit 6:4 gewann. Kevin Kaczynski baute gegen den Spanier Eduard Esteve Lobato nach einer 3:2-Führung im ersten Satz ab – 3:6.

»Grandioses Doppel« macht alles klar

Im zweiten Satz nahm er dem dafür ein Break zum 5:2 ab, schaffte mit einem 6:2 den Satzausgleich und hatte nun das Momentum auf seiner Seite. In einem mitreißenden Champions-Tiebreak legte Kaczynski ein 4:0 vor, musste den 5:5-Gleichstand hinnehmen, dann das 6:7, holte sich die Führung zurück (8:7), wehrte einen Matchball ab und gewann schließlich mit 12:10 – nur noch 2:3 aus BTTC-Sicht.

Matthias Wunners 4:2-Führung schmolz zusehends. Nach einer Stunde musste er den ersten Satz mit 5:7 abgeben. Gleichwohl kämpfte er weiter wie ein Löwe und sollte sich belohnen – 6:4. Nach 1:50 Stunden ging es in den Champions-Tiebreak, und nach gut zwei Stunden hieß es auch hier 10:4 für den Bielefelder; Satzgleichstand nach den Einzeln.

In den Doppeln mussten sich Lars Behlen/Jannik Rother zwar mit 6:2/1:6/4:10 im Champions-Tiebreak geschlagen geben, was die Hansestädter mit 4:3 in Front brachte, doch Louis Weßels/Valentin Günther und auch Matthias Wunner/Maximilian Wilde steuerten zu dem Zeitpunkt deutlich auf Siegeskurs. Letzteres beeindruckte Georg Magnus mächtig. »Das Bremer Doppel van der Linden/Ebbinghaus ist unfassbar gut. Gegen die 6:3/6:1 zu gewinnen, ist grandios.« Nach knapp verlorenem ersten Satz holten Weßels/Günther im Champions Tiebreak mit 10:4 den fünften BTTC-Zähler. Der Rest war erleichterter Bielefelder Jubel.

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