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Beim 24-Stunden-Rennen in der »Grünen Hölle« 20 Runden eingefahren

Marion Wittler siegt bei Rad am Ring

Bielefeld (WB/jm). Gänsehaut-Atmosphäre bei Rad am Ring: Dr. Marion Wittler von der Moskovskaya Cycling Crew hat beim 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nordschleife die Frauenwertung gewonnen. In der »Grünen Hölle« mit ihren 73 Kurven pro 26 km-Runde brachte die Bielefelderin es in 23:51:39 Stunden auf insgesamt 20 Runden.

Mit 20 Runden wie 2017 Rad am Ring-Siegerin: Dr. Marion Wittler.

»Das war sehr mühselig«, berichtete sie von »diversen Vorbelastungen« einer bislang zwar »sehr erfolgreichen, aber auch extrem belastenden Saison.« Auftakt war der zweite Gesamtplatz (inklusive Männer ) beim Sechs-Stunden-Rennen in Zandfoort/NL. Auf einer flachen Runde mit nur zwei Dünen konnte sie knapp 240 Kilometer im 39er Schnitt erfahren konnte. Danach ging’s »mit den richtig harten und langen Dingern« weiter.

»Steilschwein« und »Radcore extrem«

Am ersten Juli-Samstag hatte Dr. Marion Wittler in Thüringen das »Steilschwein« gewonnen, einen Bergsprint auf der steilsten Dorfstraße Deutschlands mit mehr als 25 Prozent Steigung. Tags darauf folgte »Radcore extrem« – 305 Kilometer, 6000 Höhenmeter, 28er Schnitt. Ihr vielsagender Kommentar: »Aua«! Es folgte der Engadin-Radmarathon in der Schweiz, den sie als beste Deutsche auf Rang vier im Gesamtklassement abschloss (wir berichteten). Danach noch ein Aushilfseinsatz für die Frauen des Teams Lübbering: Beim 24-Stunden-Rennen in Kehlheim wurde Platz zwei eingefahren.

Taubheitsgefühle im Fuß

»Seit der Schweiz habe ich leider Riesenprobleme mit meinen Füßen«, berichtet Wittler von »Schmerzen und Taubheitsgefühlen in Fußballen und Zehen.« Keine Therapie hätte angeschlagen. »So musste in bei Rad am Ring immer wieder pausieren. Schuhe wechseln, Schuhe ausziehen, Füße massieren und so weiter. Das hat sehr auf meine Motivation gedrückt.« Letztlich überwog trotz des Sieges anfangs die Enttäuschung, da sie bei ihrem Gewinn im Vorjahr eine Runde weniger gefahren war. »Ich hoffe, dass ich für die anstehenden Events das Fußproblem in den Griff bekomme. Das limitiert einen schon sehr.« Insofern war sie dann doch »stolz, dass ich den Sieg von 2017 unter erschwerten Bedingungen verteidigen konnte. Obwohl ich eigentlich denke, dass ich mehr kann. Wobei 520 Kilometer bei 10.000 Höhenmetern ja auch kein Pappenstiel sind.« Die Ausdauer-Königin legt nun erstmal eine Pause ein, damit Kampfgeist und Spaß wieder Einzug halten können. Freitag werden spezielle Einlagen eingepasst, die ihr Problem minimieren sollen.

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