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Handball-Oberliga: Jöllenbeck bändigt die »Cobras« – 36:26-Heimsieg gegen Oberaden

Nach dem zweiten 5:0-Lauf läuft’s

Bielefeld (WB). Die Erleichterung und die Zuversicht im Lager des Handball-Oberligisten TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck nimmt weiter zu: Durch den souveränen 36:26 (15:13)-Heimsieg gegen SuS Oberaden ist den Jürmkern ein echter Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen.

Arndt Wienböker

Starke Leistung: Jöllenbecks Leon Ludwigs steuerte sechs Treffer zum 36:26-Heimsieg gegen SuS Oberaden bei. Foto: Peter Unger

»Zwei ganz wichtige Punkte, die uns weiter Selbstvertrauen geben«, freute sich TuS 97-Trainer Eric Husemann über den dritten Sieg in Folge und den Sprung auf Tabellenplatz neun. Auch Kapitän Leon Ludwigs sieht sich und sein Team endgültig auf dem richtigen Weg angekommen: »Oberaden war jetzt zwar auch nicht so stark, aber wir haben in der zweiten Halbzeit sehr effektiv gespielt und hatten insgesamt eine gute Abschlussquote.«

Zu Beginn der Partie versetzten die Jürmker die »Cobras« gleich mal in Schockstarre. Mit einem 5:0-Lauf preschte der Gastgeber davon, der Aufsteiger aus Oberaden sah sich da bereits zu einer Auszeit gezwungen (6.). Die sollte zunächst durchaus Wirkung zeigen. Jöllenbeck leistete sich nun einige technische Fehler und Fehlwürfe und brachte den Gegner so ins Spiel. Über 5:3 (10.) und 7:5 (13.) schmolz die Führung dahin. In Unterzahl – Justin Mühlbeier musste auf die Strafbank – konnte Oberaden, das nun mächtig aufs Tempo drückte, weiter verkürzen.

Auszeit im richtigen Moment

Beim 9:9 (20.) war der Vorsprung aufgebraucht – nun nahm Eric Husemann die Auszeit. Scheinbar genau zum richtigen Zeitpunkt, denn fortan fanden die Jürmker wieder in die Spur. Angetrieben von Leon Ludwigs und Linkshänder Sebastian Kopschek, der sechs seiner insgesamt acht Tore in der ersten Hälfte erzielte, erspielte sich der TuS 97 wieder ein Drei-Tore-Plus (14:11). Beim 15:13 zur Pause war aber noch alles offen. »Wenn wir vorne nicht treffen, transportieren wir das sofort auch in die Abwehr«, stellte Jöllenbecks Sportlicher Leiter Thorsten Lehmeier in der Halbzeit fest.

Das zu diesem Zeitpunkt noch befürchtete Nervenspiel sollte es aber nicht werden. Zum einen, weil sich die »Cobras« nach der Pause als wenig giftig erwiesen – zum anderen, weil der TuS 97 nun eine starke Vorstellung ablieferte. Mit einem erneuten 5:0-Lauf zum 20:13 (36.) stellten die Jürmker die Weichen auf Sieg. »Danach haben wir konsequent weitergespielt und den Gegner auf Distanz gehalten«, lobte Husemann.

Zwei Rote Karten in zwei Minuten

Dass zunächst Oberadens Bastian Herold nach einem Schlag ins Gesicht von Björn Klusmann (37.) und nur eine Minute später Jöllenbecks Justin Mühlbeier nach einer doppelten Zeitstrafe, die zugleich seine dritte war, vorzeitig auf die Tribüne mussten, sollten nur Randnotizen sein. Als Nils Grothaus einen Pass abfing und per Gegenstoß auf 24:17 stellte (45.), war der Widerstand der Gäste gebrochen. Spätestens mit dem Treffer von Leon Ludwigs ins leere Tore zum 28:20 (50.) war die Entscheidung gefallen.

Daran änderte auch eine doppelte Manndeckung gegen Kopschek und Ludwigs nichts mehr. Im Gegenteil: Der TuS 97, der sich auch auf den zehnfachen Torschützen Daniel Meyer verlassen konnte, baute die Führung bis zum Ende noch weiter aus und gewann dadurch so ganz nebenbei auch den direkten Vergleich gegen den Aufsteiger. Das Hinspiel in Oberaden war mit 20:24 verloren gegangen.

»Wir sind jetzt seit fünf Spielen ungeschlagen. Das ist gut und gibt Sicherheit«, sagte Ludwigs nach der mehr als gelungenen Revanche gegen die »Cobras«, die dadurch auf drei Punkte distanziert werden konnten.

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