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Frauenfußball-Regionalliga: Arminias Frauen starten in Hauenhorst

Nur der Aufstieg zählt

Bielefeld (WB). Bökendorf und Bocholt statt München oder Frankfurt: Nach dem dramatischen Verpassen der eingleisigen 2. Bundesliga greifen die Frauen des DSC Arminia wieder an – jetzt eben in der Regionalliga. »Wir haben einen Schlussstrich gezogen«, sagt Trainer Markus Wuckel.

Henrik Wittenborn

Die »neue« Arminia vor dem Start in der Regionalliga; hinten von links: Sandra Hausberger, Lisa Lösch, Malin Wilckens, Sophia Felicia Thiemann, Tanja Grünheid, Neele Schubert, Moana Fabienne Rahe. Mitte von links: Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer, Betreuer Michael Merten, Betreuer Tobias Lison, Jasmin Siemann, Grit Bender, Julia Holke, Annabel Jäger, Laura Liedmeier, Physiotherapeutin Claudia Bujna, Trainer Markus Wuckel. Vorne von links: Giustina Ronzetti, Friederike Schaaf, Sarah Grünheid, Fabienne Chiara Brakemeier, Anna Müller, Neele Selina Winkler, Chantal Campos-Chavero, Lena Funke, Celine Preuss und Maxine Birker. Foto: Thomas F. Starke

Am Sonntag will Wuckel mit seinem Team bei der SV Germania Hauenhorst (13 Uhr) den ersten Schritt in Richtung 2. Liga machen. Dass am Saisonende nur der Aufstieg zählt, daran lässt Wuckel vor Serienbeginn überhaupt keinen Zweifel aufkommen.

Auf ein Saisonziel angesprochen, spricht der Coach gar von einem »Wiederaufstieg«. War das Verpassen der eingleisigen 2. Liga also sogar ein gefühlter Abstieg für Wuckel und den DSC? »Das fühlt sich sicher noch anders an. Aber andere Vereine wären an so einer Enttäuschung vielleicht zerbrochen.« In den eigenen Reihen hat er dafür eine »Jetzt-Erst-Recht-Stimmung« ausgemacht und selbst verbreitet. »Einige unserer Spielerinnen hätten den Sprung in die 2. Liga oder die Bundesliga bei anderen Vereinen schaffen können. Aber das stand überhaupt nicht zur Debatte.« Und dennoch: Die Sehnsucht ist größer denn je. Und der Weg für Wuckel bereitet. »Der Kader ist gut, die Vorbereitung war gut. Wir sind besser geworden.«

Startelf steht zu großen Teilen

Bei allem Selbstbewusstsein und Optimismus weiß Wuckel allerdings auch um die Tücken, die auf sein Team in Budberg oder Berghofen lauern könnten. »Einfach durch die Liga marschieren ist nicht. Alle wollen uns ein Bein stellen.« Den Ruf als vermeintlicher Branchenprimus der Regionalliga West haben sich die Bielefelderinnen über den Sommer selbst erarbeitet – mit großem Zusammenhalt nach dem Zweitliga-Knockout und gezielten Transfers.

Mit Giustina Ronzetti, Lisa Lösch, Sophia Thiemann und Friederike Schaaf wechselte ein ganzer Block vom neuen und alten Klassenkonkurrenten Herforder SV zum DSC. Dazu kam Lena Funke vom TV Jahn Delmenhorst unter Wuckels Fittiche. »Für die Neuen war es schon eine Umstellung«, betont der für seine intensiven Trainingspläne bekannte Coach.

Hört man Wuckel beim Sinnieren über die kommenden Aufgaben zu, wird klar, dass er Plan A längst bis ins Detail ausgearbeitet hat. Große Teile der Startelf, die am Sonntag in Hauenhorst seine Mission Aufstieg startet, dürften schon feststehen. Gerade auf den Außenbahnen sieht Wuckel sein Team besser aufgestellt als in den Vorjahren.

Testspielerin hinterlässt guten Eindruck

So soll Giustina Ronzetti nach persönlich erfolgreichen Jahren in Herford künftig die rechte Seite im Bielefelder Angriffsspiel beackern. Auf der anderen Seite wird wohl Annabel Jäger die Nachfolge von Nina Lange antreten und im zentralen Mittelfeld für Lisa Lösch und Friederike Schaaf Platz machen. Im Defensivverbund könnte bis zum Transferschluss noch einmal nachgelegt werden. Eine amerikanische Testspielerin hinterließ in den vergangenen Tagen »einen sehr guten Eindruck« bei Wuckel.

Das Plus an Qualität soll sich am besten schon Sonntag bemerkbar machen – und das möglichst früh. »Wir müssen von der ersten Minute an hellwach sein. In der vergangenen Saison mussten wir oft Rückständen hinterherlaufen. Das gilt es abzustellen, wir wollen dominant auftreten.« In der Regionalliga darf der DSC seine Heimspiele wieder auf Kunstrasen an der Schillerstraße austragen. Nicht der einzige Vorzug der Drittklassigkeit für Arbeitstiere wie Wuckel. »Wir spielen jetzt bis Dezember jeden Sonntag durch. So nervige Länderspielpausen gibt’s jetzt nicht mehr.«

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