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10. Steher-Cup mit Fahrern aus drei Nationen auf der Radrennbahn

Schiewer/Gessler »das Maß aller Dinge«

Bielefeld (WB). Ein kleines Jubiläum auf der Radrennbahn: Der RC Zugvogel führt an diesem Samstag seinen 10. Steher-Cup mit Fahrern aus drei Nationen durch. Von 14.30 Uhr an starten acht Gespanne aus drei Nationen in drei Steherläufen zum letzten Rennen in Bielefeld in dieser Saison.

Schrittmacher Matthias Acker mit Moritz Kaase, der auf eine Nominierung für die EM hofft. Foto: Thomas F. Starke

Als großer Favorit auf den Tagessieg gilt der amtierende Europameister und frisch gekürte Deutsche Meister Franz Schiewer aus Cottbus mit seinem Bielefelder Schrittmacher Gerd Gessler. »Schiewer ist das Maß aller Dinge«, erklärt Zugvogel-Schrittmacher André Dippel, der mit Christoph Schweizer aus Aachen an seiner Rolle zum ärgsten Widersacher werden möchte. »Wir wollen Schiewer/Gessler das Leben schwer machen.« Das Gespann erkämpfte sich am Wochenende in Chemnitz DM-Silber (wir berichteten).

Die nationalen Titelkämpfe waren aus heimischer Sicht außerordentlich erfolgreich. André Dippel führte Schweizer souverän auf den zweiten Platz und holte nach der Derny-DM bereits das zweite Edelmetall bei einer nationalen Meisterschaft in diesem Jahr. »Ich war optimistisch und hatte mit einem Treppchenplatz geflirtet. Aber dass es so gut läuft, damit habe ich nicht gerechnet. Christoph hat ja noch nicht so viel Routine hinter den großen Maschinen. Es war seine erste DM. Wir hatten eine einzige Chance, und die haben wir genutzt«, berichtete Dippel.

Nachdem der spätere Sieger Franz Schiewer mit Gerd Gessler die zweitplatzierten Retschke/Ehnert überrundete, setzten Dippel/Schweizer direkt nach und flogen auf den zweiten Platz. Danach lief es so gut, dass sie sogar noch zwei Runden auf Retschke/Ehnert herausfuhren.

Jansen gefällt’s in Bielefeld

Auch das Bielefelder Gespann Kaase/Acker fuhr ein starkes Rennen. »Als nach 20 Minuten Harnisch und Weiß uns zum zweiten mal überrunden wollten, ging Harnisch von der Rolle. Ich wusste: Es war noch weit, und wir können ihn wieder einsammeln«, sagte Kaase nach dem Rennen. Dass es wirklich so kam, freute ihn ungemein. War seine Vorbereitung doch wegen Verletzungen und Krankheit deutlich unterbrochen. Für Kaase steht sogar die Berufung in die Nationalmannschaft für die Europameisterschaft in Erfurt im Raum. »Erstmal möchte ich am Samstag in Bielefeld zeigen, dass ich wieder in Form bin.«.

Daniel Harnisch aus Leipzig war über seinen sechsten Platz bei der Deutschen Meisterschaft sicher enttäuscht und will nun zeigen, dass er es besser kann.

Luuk Jansen aus den Niederlanden hat in Bielefeld schon oft gezeigt, dass er richtig gefährlich sein kann. Sein Landsmann Otto Geserick ist das erste Mal in Bielefeld und daher nur schwer einzuschätzen. Er fährt im Windschatten Willem Facks, dem längsten Schrittmacher auf dem Globus.

Auch Martin Gründer aus Cottbus feiert seine Bielefeld-Premiere. Schon lange war kein Tscheche mehr in Bielefeld am Start. Jakub Filip will sein Land bei der Europameisterschaft vertreten und braucht dafür Rennpraxis.

Der Steher-Cup startet mit einem Lauf über 20 Kilometer, ehe sich die Gespanne in einem 25-km-Lauf Lauf und als Finale in einem 30-km-Lauf miteinander messen. Die drei Läufe summieren sich so zu stattlichen 75 Kilometern. Die Fahrer auf der Bahn können mangels eines Freilaufes keinen einzigen Tritt auslassen.

Wie immer sorgt die AG Bielefelder Radrennbahn mit einem umfangreichen Kaffee- und Kuchensortiment sowie kalten Getränken und Bratwürsten für das leibliche Wohl der Besucher.

Das Fahrerfeld

Fahrer/Schrittmacher: Jakub Fila/Sven Lohse (Tschechien/Chemnitz), Luuk Jansen/Leo Adegeest (Holland), Ocko Geserick/Willem Fack (Holland), Christoph Schweizer/André Dippel (Aachen/Bielefeld), Moritz Kaase/Matthias Acker (Gütersloh/Bielefeld), Franz Schiewer/Gerd Gessler (Cottbus/Bielefeld), Daniel Harnisch/Lutz Weiß (Leipzig), Martin Gründer/René Gierth (Cottbus/Forst).

Der Rennablauf

14.30 Uhr: Fahrervorstellung, 14.45 Uhr: erster Lauf über 20 Kilometer (60 Runden). 15.15 Uhr: Pause. 15.45 Uhr: weiter Lauf über 25 Kilometer (70 Runden). 16.25 Uhr: Pause. 16.50 Uhr: dritter Lauf über 30 Kilometer (90 Runden). 17.30 Uhr: Siegerehrung.

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