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Trampolin-Bundesliga: Zu viele Abbrüche im Finale

SV Brackwede trotz DM-Bronze enttäuscht

Bielefeld(WB/hw). »Ein unglaublicher Wettkampf, das habe ich noch nie erlebt!« Das Finale der Trampolin-Bundesliga wird Vladimir Volikov, Trainer der SV Brackwede, wohl so schnell nicht vergessen können. Allerdings nicht in positiver Hinsicht: In einem für die SVB völlig verkorksten Wettkampf reichte es in Frankfurt wie schon in den drei Jahren zuvor wieder »nur« für die Bronzemedaille – diesmal eine riesige Enttäuschung.

Frust statt Freude: Die Trampolin-Turner der SV Brackwede haben beim Bundesliga-Finale die erhoffte Silbermedaille verpasst und zum vierten Mal in Folge DM-Bronze gewonnen. Für das Team des Trainer-Ehepaars Vladimir Volikov und Oksana Verbytska traten Thanh Hellmann, Tim Pahl, Nils Kwaßny, Janis Flottmann, Alonka Volikova, Jochen Redekop und Luka Frey an. Foto:

»Die letzten Jahre haben wir uns immer über Bronze gefreut. Davon war dieses Jahr überhaupt nichts zu sehen«, sagte Volikov. Dabei lief es schon von Beginn an alles andere als rund: Nach der ersten Pflicht rangierten die Brackweder »nur« auf dem dritten Rang und auch in der folgenden Kür ging aus Sicht der Bielefelder einiges schief: Janis Flottmann knickte schon bei seinem ersten der insgesamt zehn Sprünge ab und musste seine erste Kür mit 0,0 Punkten beenden. Weil auch Nils Kwaßny patzte, standen die Brackweder sogar kurzzeitig vor dem vorzeitigen Aus. Ein dritter Abbruch hätte wohl das sichere Aus bedeutet. Alonka Volikova wackelte zwar ebenfalls, brachte ihre Übung allerdings zum Ende und die SVB ins Finale der besten drei Mannschaften.

»Wir sind selber schuld«

Völlig überraschend wurde das ohne den TV Eberstadt ausgetragen. Der TVE, den Volikov noch vor dem Wettkampf als stärksten Konkurrenten um die angepeilte Silbermedaille ausgemacht hatte, schied in der Vorrunde aus und musste zuschauen, wie Titelverteidiger und Gastgeber Frankfurt Flyers mit dem Bramfelder SV und der SV Brackwede um Gold, Silber und Bronze kämpfte. Für Volikov ein Knackpunkt im Wettkampf: »Nachdem Eberstadt ausgeschieden war, waren wir uns einfach zu sicher, dass wir Silber holen würden.«

Doch sein Team fand einfach nicht zu jener Sicherheit, die die Brackweder in der regulären Bundesligasaison zum Spitzenreiter gemacht hatte: In der finalen Kür wackelte die SVB weiter und kassierte die nächsten verhängnisvollen Abbrüche, die alle Träume von der Vizemeisterschaft und der Überwindung des »Bronze-Fluchs« begraben sollten. Zwar patzten auch zwei Frankfurter im Finale, letztlich reichte es für die Flyers aber zum Titelgewinn (213,4 Punkte) vor dem Überraschungszweiten Bramfelder SV (194,1). »Wir sind wirklich selbst schuld und hatten alles in der eigenen Hand«, ärgerte sich Volikov.

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