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Handball-Oberliga: Letztes Heimspiel der Saison gegen Menden

TSG A-H will den Meister ärgern

Bielefeld (WB/jm). Abschiedsstimmung im Heeper Dom: Die TSG A-H Bielefeld verabschiedet am Samstag (18 Uhr) vor dem letzten Heimspiel dieser Handball-Oberligasaison gegen Meister SG Menden Sauerland Wölfe gleich sechs Spieler: Leon Prüßner, Pascal Welge, Lukas Schulz, Phil Holland, Moritz Schneider und Dominik Schmidt – der markanteste Umbruch seit Jahren!

Letztes Heimspiel im TSG-Dress für die beiden scheidenden Linksaußen Leon Prüßner (am Ball) und Dominik Schmidt. Foto: Jens Senftner

TSG-Trainer Michael Boy sieht’s mit einem lachenden und einem weinenden Auge. »Wir haben eine schöne Zeit zusammen gehabt. Jetzt entsteht hier etwas Neues. Die Konturen der Mannschaft 2017/18 sind sichtbar. Ich bin von allen Verpflichtungen echt überzeugt.« Boy hofft im letzten Heimspiel auf eine finale Handballparty; auf Kurzweil für die Kulisse. Dominik Schmidt, der im Hinspiel (28:32) in der 21. Minute disqualifiziert wurde, dürfte erpicht sein, bei seinem künftigen Trainer Micky Reiners einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Einsatz für zweite Mendener Garde?

»Wir wollen Menden ärgern. Vielleicht sind die ja noch ein bisschen im Siegestaumel.« Dabei muss er den Spagat hinkriegen, auch die noch nicht gerettete zweite Mannschaft nicht außer Acht zu lassen. »Wir wollen unsere Zwote unterstützen. Aber ich brauche auch eine spielfähige Mannschaft«, so Boy, der mit Pascal Schumann, Til Kirsch und Luca Sewing bloß noch drei gelernte Rückraumspieler im Aufgebot hat. Leon Prüßner wäre sicher auch eine Alternative als Distanzschütze. Tobias Fröbel plagen Schulterprobleme.

Boy-Vorgänger Micky Reiners, der vor seiner vierjährigen Zeit im Sauerland auch die TSG in 22 Meisterschaftsspielen betreute (bis März 2013), adelt seine Spieler als »Mentalitätsmonster«. Gut möglich, dass er in Heepen die »zweite Garde« des Wolfsrudels verstärkt mit Einsatzzeit beschenkt. Für ihn ist dieser Aufstieg »die Krönung einer überragenden Saison. Die Mannschaft ist unheimlich gewachsen. Wir alle zusammen haben aus Fehlern gelernt. Ich habe meine Erwartungshaltung ein wenig heruntergeschraubt. Es war dann am Ende der verdiente Lohn, weil wir die konstanteste Mannschaft waren.«

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