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Handball-Oberliga: A-H zieht beim 38:26 von 16:14 auf 25:14 davon

TSG gewinnt dank Tempo und Technik

Bielefeld (WB). Mit einem bedingungslosen 9:0-Tempolauf zwischen der 27. und 37. Minute hat Handball-Oberligist TSG A-H Bielefeld die Grundlage für seinen auch in dieser Höhe verdienten 38:26 (19:14)-Heimsieg über den Vorletzten HSG Gevelsberg-Silschede gelegt. »Wir haben uns astrein gesteigert«, würdigte Trainer Michael Boy, der in der zweiten Halbzeit »eine ganz andere Präsenz« ausmachte.

Jörg Manthey

Wucht aus dem Rückraum: Marius Kastening, hier angegangen von Sebastian Breuker, erzielte sieben Tore gegen Gevelsberg-Silschede. »Wenn wir mit Tempo kommen, ist es sehr schwer, gegen uns zu bestehen«, sagte der Mittelmann. Foto: Hans-Werner Büscher

»Es war das erwartet schwere Spiel« , urteilte Boy, der über weite Strecken der ersten Hälfte »die letzte Konsequenz« seines Abwehrverbundes vermisste. Auch ein Verdienst des Gegners. Den Innenblock in die Seitwärtsbewegung bekommen, lange Angriffe konsequent ausspielen, um so das Bielefelder Tempospiel zu unterbinden: Mit dieser Strategie wollte Gevelsberg-Silschede die TSG in Verlegenheit bringen.

Boys Umstellungen funktionieren

Und dieser Plan ging bis drei Minuten vor der Pause auf. Der Gast fuhr Angriffe hart am Zeitspiel und profitierte beim Abschluss davon, dass die Bielefelder Deckung sich nicht gut bewegte, mithin keinen richtigen Zugriff fand und mehrfach einen halben Schritt zu spät kam. Das führte dazu, dass auch TSG-Schlussmann Max Kroll einige Male recht unglücklich aussah.

Beim 9:8 (15.) nahm Michael Boy eine erste Auszeit. Die Neujustierung klappte – 12:8 (18.). In der 22. Minute (14:11) wechselte Felix Hendrich ins Tor. Kroll hatte bis dahin lediglich drei Bälle parieren können; eine für seine Verhältnisse eher unbefriedigende Quote. Beim Stand von 16:14 (27.) folgte die spielentscheidende Phase. Halbzeitübergreifend blieb der dynamische TSG-Express zehn Minuten ohne Gegentor und setzte sich auch dank Hendrich mit einem 9:0-Lauf bis auf 25:14 (37.) ab. Gevelsberg wurde unter Druck gesetzt, Ballgewinne gnadenlos bestraft. Richtig schicke Tore, technisch sehenswert, unterhielten die 750 Besucher.

»Wenn wir unsere Stärken ausspielen, wird es für jeden Gegner schwer«

Nach dem Wechsel gönnte das TSG-Bollwerk dem limitierten Vorletzten bis zum 33:19 (51.) bloß vier Feldtore. »Wenn wir unsere Stärken ausspielen, wird es für jeden Gegner schwer«, sagte Michael Boy genüsslich und rotierte fleißig. In den Schlussminuten stand von der ersten Sechs nur Nils Strathmeier (»Das hat richtig Spaß gemacht«) auf dem Feld.

»Wenn wir in unser Tempospiel kommen, sind wir wirklich nur schwer zu schlagen«, resümierte der schnittige Linksaußen Julius Hinz, neunfacher Torschütze. »In den wichtigen Situationen sind wir da!« Schwierig sei indes, dass »wir es noch nicht schaffen, über die volle Distanz konzentriert zu spielen.« Unter dem Strich würdigte Boy eine »sehr ordentliche Leistung«, mit der die Tabellenführung zurückerobert werden konnte.

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