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Handball-Oberliga: 31:38-Heimpleite gegen ASV Hamm II – Druck nimmt zu

TuS 97 wird überrannt

Bielefeld (WB). Das hatten sich die Oberliga-Handballer des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck ganz anders vorgestellt. Im Heimspiel gegen den ASV Hamm-Westfalen II kassierten die Jürmker eine empfindliche 31:38 (15:16)-Heimpleite. In der zweiten Halbzeit wurde der TuS 97 förmlich überrannt.

Arndt Wienböker

Aua, das tat weh: Der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (hier mit Kreisläufer Lukas Heins) hat das Heimspiel gegen den ASV Hamm II mit 31:38 verloren. Foto: Hans-Werner Büscher

Anfang der Woche hatte sich der Gegner noch bei Jöllenbecks Sportlichem Leiter Thorsten »Moppel« Lehmeier gemeldet und um eine Spielverlegung angefragt. Der TuS 97 lehnte ab und am Samstag reiste die Hammer Zweitliga-Reserve dann mit einem fast kompletten 13-Mann-Kader nach Jöllenbeck an.

»Am Dienstag hatte ich nur drei gesunde Feldspieler im Training. Darum hatte ich auch große Bedenken. Dass die Jungs dann so ein Spiel abliefern, das habe ich auch noch nicht erlebt«, strahlte Hamms Trainer Tobias Mateina nach dem Husarenstück seiner Mannschaft.

Jöllenbeck bis zum 20:21 in Schlagdistanz

Zunächst konnte Jöllenbeck das Tempospiel des Gegners noch unterbinden. »Wir sind eigentlich ganz gut reingekommen«, meinte TuS 97-Trainer Eric Husemann. Begünstigt durch einige Überzahl-Situationen erspielten sich die Jürmker eine 12:8-Führung (19.). Dann aber leisteten sich die Gastgeber im Angriff einige Ballverluste und Fehlwürfe, was Hamm konsequent über die erste und zweite Welle bestrafte – 12:12 (23.). Bis zur Pause (15:16) blieb es ein Duell auf Augenhöhe.

Auch danach sah es zunächst noch so aus, als sollte das Duell der beiden punktgleichen Teams ein enges bleiben. Bis zum 20:21 (38.) blieb der TuS 97 in Schlagdistanz, dann aber nahm das Unheil seinen Lauf. »Wir haben die Sachen vorne nicht mehr klar zu Ende gespielt und sind desolat zurückgelaufen«, ärgerte sich Husemann über das schwache Rückzugsverhalten seines Teams. H

amm erhöhte noch einmal das Tempo und kam nun auch über die schnelle Mitte immer wieder zu einfachen Torefolgen. Beim 20:23 (40.) betrug der Rückstand erstmals drei Tore. Als die Jürmker nach dem 25:27 (48.) drei Gegentreffer in Folge kassierten, war eine Vorentscheidung gefallen. Danach ergab sich der TuS 97 in sein Schicksal – 28:35 (55.).

Druck nimmt zu – Herbstpause kommt »zur richtigen Zeit«

»Wir haben zu früh die Köpfe hängen lassen«, ärgerte sich Rückraumspieler Arne Kämper. Jakob Röttger schüttelte ebenfalls mit dem Kopf: »Wir haben uns überlaufen lassen. Die Griffigkeit hat gefehlt und Hamm hat jeden Fehler von uns gnadenlos bestraft.«

Bei nun 4:10 Punkten nimmt der Druck auf den TuS 97 zu. »Die Herbstpause kommt zur richtigen Zeit«, meint Eric Husemann: »Wir können uns ein bisschen sammeln und dann steht in Augustdorf gleich das nächste wichtige Spiel gegen einen direkten Konkurrenten auf dem Plan.« Am 11. November könnte dann auch Kapitän Leon Ludwigs sein Comeback feiern. Nach seiner Operation am Kahnbein befindet sich der Mittelmann auf einem guten Weg.

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