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3. Tischtennis-Bundesliga: Brackwede ist gegen den Spitzenreiter krasser Außenseiter

Übermacht TuS Celle lange ärgern

Bielefeld  (WB/jm). Laut Papierform könnte es eine recht eintönige Angelegenheit mit einem vielleicht bitteren Ausgang werden. In der 3. Tischtennis-Bundesliga geht die SV Brackwede am Sonntag (14 Uhr) als Underdog ins Heimspiel gegen den verlustpunktfreien Spitzenreiter TuS Celle. Aber: Celle scheint dem SVB-Quartett zu liegen.

Lei Yang (vorne) und Maximilian Dierks (hinten) hoffen gegen Primus TuS Celle auf Einzelpunkte. Foto:

Das Duell in der Vorsaison in der Sporthalle des Gymnasiums Brackwede endete nach fast vier unterhaltsamen Stunden Spielzeit mit »nur« einer 3:6-Niederlage Brackwedes. »Beide Spiele waren damals recht knapp«, erinnert sich SVB-Sprecher Maximilian Dierks und hofft, dass seine Truppe mit Unterstützung des Brackweder Publikums die Übermacht an der Platte wieder möglichst lange ärgern kann. »Wir kennen die Jungs ja gut, haben jahrelang in Hannover zusammen trainiert. Ein kleiner Vorteil für uns. Vielleicht können wir die Papierform etwas aufheben.«

8:0 Punkte, 24:4 Spiele: Celle ist bislang im Sauseschritt durch die Liga geeilt. »Echt beeindruckend, wie stark die sich präsentieren«, findet Dierks. Das knappste Ergebnis war ein 6:2 gegen Velbert.

Dass Lei Yang und seine Rasselbande ausgerechnet gegen diese Hausnummer den ersten Saisonsieg einfahren können, erscheint unwahrscheinlich. »Das dritte Heimspiel und das dritte Unentschieden – würden wir wohl nehmen«, frozzeln sie indes mutig auf der SVB-Facebookseite.

Floritz weist 7:0 Einzelpunkte auf

Celles Spitzenspieler Philipp Floritz (Einzelbilanz 7:0), die aktuelle Nummer zwölf der deutschen Rangliste, führt die Liga genauso ungeschlagen an wie das Doppel Philipp Floritz/Cedric Meissner (4:0). Nils Hohmeier (19) ist ebenso Nationalspieler wie Tobias Hippler (18), Credric Meissner (17) gehört ebenfalls zu den »Wunderkindern« im deutschen Tischtennis. »Tobias und Cedric sind super Trainingspartner«, erzählt Maximilian Dierks.

Im DTTB-Pokal hatte der TuS Celle jüngst Geschichte geschrieben und sich als erster Drittligist überhaupt fürs Viertelfinale qualifizieren können. Dass das gegen den 1. FC Saarbrücken-Tischtennis ohne Satzgewinn mit einer 0:3-Lehrstunde endete, wurde trotzdem frenetisch gefeiert und blieb ohne Nebenwirkung. Keine 24 Stunden später wurde Hertha BSC Berlin, direkter Konkurrent im Kampf um den Aufstieg, mit 6:1 von der Platte gefegt.

»Wir können mitstinken«

Unabhängig vom Ausgang sind hochklassige Ballwechsel zu erwarten. SVB-Abteilungsleiter Thorsten List ist überzeugt, dass die Halle gut besucht sein wird. »Attraktive Leute mit Zweitliganiveau bürgen für tolles Tischtennis. Und ich bin sicher, dass wir auf zwei Positionen mitstinken können.« Damit hat er Lei Yang im Sinn, noch unbesiegt (4:0), und auch »unten« sei ein Meißner mal schlagbar. Aber, so List, »wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Da kommt der Spitzenreiter!«

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