1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Bielefeld
  6. >
  7. VfB Fichte wie ausgewechselt

  8. >

Fußball-Landesliga: Hüpker kassieren 1:4 bei Viktoria Rietberg

VfB Fichte wie ausgewechselt

Bielefeld (WB). Bruchlandung für den VfB Fichte: Mit vielen Fehlern und wenig Einsatz hat sich der Fußball-Landesligist schon am zweiten Spieltag die erste herbe Enttäuschung eingefangen. Bei Viktoria Rietberg gab’s ein verdientes 1:4 (0:2).

Henrik Wittenborn

Nichts zu machen: Bielefelds Furkan Ars wird in dieser Szene von gleich zwei Rietbergern in die Zange genommen. Viktoria reichten vergleichseise einfache Mittel, um die Hüpker verdient mit 4:1 zu besiegen. Foto: Henrik Wittenborn

Fichtes Sportlicher Leiter Murat Karanfil war »einfach nur noch sauer«, für seinen Trainer Mario Ermisch kam der schwache Auftritt in Rietberg dafür einer »Katastrophe« gleich. Dabei schien der Weg für ein Ausbauen des guten Saisonstarts doch eigentlich bereitet. Selbst das souveräne 4:0 gegen Hövelhof im Rücken, dazu einen nach dem 0:5 in Brakel und 120 Pokalminuten in Kaunitz doppelt angeschlagenen Gegner vor der Brust. »Viel geredet« habe man laut Ermisch über die im Prinzip klare Ausgangslage vor dem ersten Auswärtsspiel der Saison.

Bloß kam das bis zum Anpfiff entweder nicht bei seinem Team an, oder setzte die falschen Hebel in Bewegung. Vom routinierten und ballsicheren Auftritt gegen Hövelhof hatten die Hüpker offensichtlich nichts nach Rietberg retten können. Abspielfehler im Aufbau in unerklärlicher Form und Häufigkeit machten es dem VfB von Anpfiff an schwer, überhaupt ins Spiel zu finden.

Rohdes Anschlusstreffer zündet nur kurz

Und darauf hatten defensiv gut organisierte Rietberger scheinbar nur gewartet – und wurden nach einer Viertelstunde zum ersten Mal belohnt. Erst ging für die Bielefelder das entscheidende Kopfballduell im Zentrum trotz Überzahl verloren, dann riskierte Maximilian Helf mit seiner Grätsche zu viel. Lennart Kleygrewe war da schon in den Strafraum durchgebrochen und behielt vor Torhüter Christopher Rump die Nerven – 1:0. Ein Tor mit Nebenwirkungen: Drei Minuten später hätte es schon 2:0 stehen können. Stattdessen bekam Innenverteidiger Muhammet-Ali Özel nach einer Ecke die große Chance zum Ausgleich, köpfte allerdings aus drei Metern links vorbei.

Auf der anderen Seite wurde der für Karanfil »willenlose« Auftritt vor der Pause zum zweiten Mal bestraft. Marc Birkenhake durfte auf dem linken Flügel in Ruhe Kleygrewe suchen, der Rump mit einer starken Ballannahme und etwas Glück erneut zum 2:0 überwand. Ideen gegen die einfachen aber effektiven Rietberger Mittel? Fehlanzeige.

Das änderte sich allerdings nach Wiederbeginn. Mit mehr Zug zum Tor kamen die Hüpker aus der Kabine – und zum Anschlusstreffer. Marcel Rohdes 1:2 von der Strafraumkante gab wohl nicht nur Mario Ermisch das Gefühl, dass der VfB »jetzt endlich im Spiel« sein würde.

Rump verursacht zweifelhaften Elfmeter

Aber da waren ja noch Kleygrewe und die löchrige Hintermannschaft. Was beim 2:0 schon so gut funktioniert hatte, klappte auch zehn Minuten nach dem Bielefelder Anschlusstreffer: Flanke Birkenhake, Kopfball Kley-grewe und schon stand es 1:3. Rietbergs Mann des Tages hatte sich nach einem Halswirbelbruch übrigens gerade erst nach einjähriger Verletzungspause zurückgemeldet.

Für den VfB hätte das Debakel danach schon früher drastischeres Ausmaß annehmen können. Rietberg verpasste mehrfach das 4:1. Das fiel dann mit Hilfe des Schiedsrichters. Der hatte, nachdem Christopher Rump einen verunglückten Ball gefangen hatte, ein Foul des VfB-Keepers erkannt und auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Birkenhake nahm das Geschenk gerne an und versenkte – auch mit einem Ausrutscher – zum Endstand.

Startseite
ANZEIGE