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Volleyball-Regionalliga: Post SV kämpft weiter mit Personalproblemen

Wer »liest« das Essener Spiel?

Bielefeld (WB/hw). Hätte sich unter der Woche ein unerwarteter Trainingsgast in die Halle des Volleyball-Regionalligisten Telekom Post SV geschlichen, Trainer Michael Baumeister hätte ihn wohl nicht nach Hause geschickt. »Wir suchen dringend Spieler«, nimmt Baumeister die prekäre personelle Situation vor dem Heimspiel gegen VV Humann Essen II (Sa., 19 Uhr, Almhalle) immerhin noch mit Galgenhumor.

Könnte in den Kader des Telekom Post SV zurückkehren: Tim Borgstedts (links) Comeback rückt näher. Foto: Peter Unger

Das Lachen verging Baumeister nach dem 1:3 beim PTSV Aachen II am vergangenen Wochenende zwischenzeitlich allerdings beinahe. »Wir haben keinen Mittelblocker«, sagt der Trainer. Das liegt zum einen daran, dass Daniel Wolfram die nächsten beiden Spiele aus privaten Gründen verpassen wird. Auch Felix Dammann braucht nach seiner Knöchelverletzung noch Zeit. Die hat Tim Borgstedt zuletzt effektiv genutzt. Der Routinier könnte gegen Essen erstmals wieder im Kader stehen – auch wegen der personellen Probleme. »Aber Tim kann noch nicht wieder richtig springen. Aber vielleicht reicht es für ein paar Aufschläge«, sagt Baumeister. Der Engpass im Mittelblock trifft den Post SV dennoch enorm. »Das ist eine wichtige Position, weil dort das Spiel des Gegners gelesen werden muss«, erklärt Baumeister.

»Essen ist eine absolute Wundertüte«

Anders als in Aachen können die Bielefelder am Samstag allerdings auf Youngster Anton Puls zählen, der seine Erkältung auskuriert hat. Auch Sami El Sawaf, der bereits beim 3:1 im Hinspiel zum ersten Mal aushalf, könnte wieder im Kader stehen. Aus der zweiten Mannschaft könnte zudem Jannik Schulz ins Regionalliga-Team aufrücken.

Als wäre das nicht schon genug, macht Baumeister nicht nur die eigene Aufstellung zu schaffen. »Essen ist eine absolute Wundertüte. Da weiß man nie, mit wem man es am Ende zu tun bekommt.« Denn in personeller Hinsicht ist die einzige Konstante beim Tabellensiebten die Unkonstanz. »Da gibt es immer wieder wechselnde Besetzungen. Wir werden sehen, wen sie alles aus ihrer ehemaligen Zweitliga-Mannschaft dabei haben werden«, sagt Baumeister.

Ungeachtet dessen sieht er seinen Post SV in eigener Halle als Favorit. »Und so wollen wir auch auftreten. Mit Selbstbewusstsein.« Das war seinem Team beim jüngsten 1:3 in Aachen beinahe von einem Moment auf den anderen abhanden gekommen. »Aus dem Sumpf sind wir nicht mehr rausgekommen. Und wenn der Kopf nicht mehr mitspielt, dann wird es schwierig. Gerade im Volleyball.« Sein Sport habe da so seine Tücken: »Man muss es eben selbst zu Ende bringen und den letzten Punkt machen.« Mit einem Sieg würde sich sein Team auch ein Stück weit aus dem Sumpf des Mittelmaßes befreien. Sollte Essen alle drei Punkte einfahren, könnte es sogar zum Platztausch mit dem Post SV kommen.

Reserve macht den Anfang

Auch die Telekom-Reserve steht vor einem echten Härtetest. Direkt vor der ersten tritt die zweite Mannschaft am Samstag (16 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. VC Minden an. Die Gäste kommen als Zweiter in die Almhalle, Bielefeld könnte nach dem 3:2 gegen TuB Bocholt II mit einem weiteren Erfolg den Abstand zur Abstiegszone halten – oder sogar ausbauen. Allerdings muss auch die Reserve den ein oder anderen personellen Ausfall kompensieren.

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