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2. Liga: Arminias Frauen unterliegen 0:1 bei Union Berlin – Göllner verursacht Elfmeter

Wuckel ist »richtig schwer enttäuscht«

Bielefeld  (WB/jm). Der 1. FC Union Berlin hat sein letztes Heimspiel gegen die Frauen des DSC Arminia wohl mit 1:0 (0:0) gewonnen, doch das Aufbäumen der »Eisernen Ladies« kommt zu spät. Sie begleiten Schlusslicht Bramfeld als zweiter Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga, da sich der Zehnte SV Henstedt-Ulzburg am vorletzten Spieltag 3:1 bei Potsdam II durchsetzte und somit unerreichbar ist.

Arminias Lena Göllner verursachte in der 76. Minute einen Elfmeter, den Union Berlin zum 1:0-Sieg nutzte. Trotz des Dreiers steigen die Köpenickerinnen ab. Foto: Hans-Werner Büscher

DSC-Trainer Markus Wuckel war nach dem »kollektiven Blackout« seiner Mannschaft in Köpenick »richtig schwer enttäuscht. Nicht mal sauer. Das hatte nichts mit dem zu tun, was wir uns vorgenommen hatten und was ich als Trainer verkörpere.« Maxi Birker sprach von einem »verschenkten Wochenende. Es war keine Spannung drin. Außer ein paar Kombinationen kam wenig zustande. Aber auch die haben nicht für Torgefahr gesorgt.« Die Kapitänin fühlte mit Markus Wuckel mit. »Er gibt immer 1.000000 Prozent, und von uns ist heute nichts zurückgekommen.«

»Alle haben unter Normalform gespielt«

Arminia begann mit einer Dreierkette, verstand es aber nicht, sich nennenswerte Torchancen herauszuspielen. »Wir haben vorne nichts auf die Reihe gekriegt. Kein Wunder, wenn alle unter Normalform spielen. Das war richtig schlecht«, zürnte Wuckel. Die erste Großchance des Spiels besaß bei Nieselregen Union; Hülya Kaya scheiterte freistehend an Vivien Brandt (8.). Es entwickelte sich auf der Fritz-Lesch-Sportanlage eine Partie mit viel Mittelfeldgeplänkel und wenigen Chancen. Nach dem Wechsel kam Union Berlin weiter auf, war optisch überlegen und verbuchte zwei Torschüsse durch U20-Nationalspielerin Dina Orschmann (61., 64.). Arminia hatte längst auf eine Viererkette umgestellt. In der 76. Minute verursachte Lena Göllner einen Strafstoß; Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer (Ruhmannsfelden) pfiff sofort. Marie Weidt verwandelte aus elf Metern zum Tor des Tages. »In meinen Augen war es kein Elfmeter«, sagte Wuckel, »aber das passte irgendwie ins Bild.«

Eine Nacht drüber schlafen

Wuckel konnte sich den Reinfall nicht so recht erklären. »Wir wollten die drei Punkte holen. Die Stimmung war gut, und wir hatten gut trainiert. Das muss ich erstmal sortieren und eine Nacht drüber schlafen«, rätselte er.

Laura Liedmeier konnte die Gemütslage ihres Coaches durchaus nachvollziehen. »Jeder muss sich an die eigene Nase fassen. Da war kein Wille, kein Power drin. Am Sonntag gegen Herford muss definitiv mehr her.«

Arminia verbleibt trotz des Ausrutschers mit einem Zähler Vorsprung auf Potsdam II auf Rang fünf. Relegationsplatz zehn nimmt jetzt der Herforder SV Borussia Friedenstal ein, der Meister Werder Bremen mit 0:7 unterlag.

DSC Arminia: Brandt – Göllner, Bender, Thormählen (46. Kotjipati), Jäger, Liedmeier, Ciesielska, Schulte, Birker, Grünheid, Bochra (83. Kiezewski).

Tor: 1:0 FE Weidt (77.).

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