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Jugendfußball: Jetzt wollen die B-Juniorinnen auch den Meistertitel

Brakeler Mädchen steigen auf

Kreis Höxter

Zwei Jahre hat sie Corona ausgebremst, jetzt haben die Mädchen der Spvg Brakel den Aufstieg in die Westfalenliga endlich perfekt gemacht – und wollen die Saison nun auch mit dem Meistertitel krönen. Pech hatten die Brakeler C-Junioren im Westfalenliga-Topspiel beim 0:1 in Hordel.

Von Felix Senftleben und Hannah Fischer

Der Spitzenreiter aus Kaunitz war für die A-Junioren der SG Marienmünster eine Nummer zu groß. Das heimische Team (links im Bild Bastian Donat) liegt aber weiter auf Kurs zum Klassenerhalt. Foto: Winfried Vogt

A-Junioren Landesliga: SC Münster 08 - Spvg 20 Brakel 4:3 (3:0). Bereits zur Halbzeit schien die Messe gelesen. In der 71. Minute machte Münster mit dem 4:0 alles klar. Mitnichten. Die Nethekicker bäumten sich trotz des hohen Rückstandes auf und kamen durch einen Doppelpack von Alexander Wehrmann (82./88.) auf 2:4 heran. Als Raphael Reinold gar noch das 3:4 (90.) erzielte, keimten bei den Rot-Schwarzen große Hoffnungen auf einen Punktgewinn auf. „Fünf Minuten länger und wir hätten das Spiel noch gedreht. Ein großes Kompliment für diese Moral“, hob Brakels Jugendleiter Thorsten Kraut, der Trainer Daniel Barbarito vertrat, hervor. In der Nachspielzeit besaß Anes Fekovic sogar noch die große Chance auf das 4:4, konnte sie jedoch nicht nutzen. „Das Spiel hätte aufgrund der Chancen 8:5 für uns ausgehen müssen“, so Kraut, der Keeper Moritz Wiegand hervorhob: „Trotz der vier Gegentore hat Moritz sich und das Team nie aufgegeben und immer wieder positiv von hinten gecoacht.“

A-Junioren Bezirksliga: JSG Kollerbeck/Marienmünster/Steinheim - FC Kaunitz 0:14 (0:5). Nach dem 0:7 gegen Schwaney am vergangenen Wochenende kassiert die JSG gegen den Primus aus Kaunitz ihre höchste Saisonniederlage. „Das war schon beeindruckend, wie der FCK das heruntergespielt hat. Den Jungs kann ich nichts vorwerfen. Sobald wir wieder auf den gesamten Kader zurückgreifen können, werden wir unsere Punkte holen“, richtete Coach Mahmut Abdioglu den Blick bereits wieder nach vorne. Sein Team steht aktuell auf einem Nichtabstiegsplatz.

B-Junioren Bezirksliga: SV Höxter - TuS Quelle 1:0 (0:0). „Mit unserem dezimierten Kader und mehreren Positionsumstellungen taten wir uns über 80 Minuten lang schwer“, berichtete SVH-Übungsleiter Andre Schmitt. Lukas Worms, Höxters Torjäger vom Dienst, traf in der 74. Minute im 17. Spiel zum 17. Mal und erzielte so das Tor des Tages im Verfolgerduell zwischen dem Tabellendritten aus der Kreisstadt und dem Fünftplatzierten. „Das war eine tolle Einzelaktion von Lukas. Zugegebenermaßen ist der Sieg für uns aber schmeichelhaft, Quelle war die bessere Mannschaft. Trotzdem freuen wir uns über den achten Sieg im achten Spiel im Jahr 2022“, so der Coach, der seiner Mannschaft zur Belohnung und Erholung eine trainingsfreie Woche spendiert.

C-Junioren Westfalenliga: DJK TuS Hordel - Spvg 20 Brakel 1:0 (1:0). Die Spielvereinigung unterliegt im Spitzenspiel unglücklich beim DJK TuS Hordel und muss den Traum vom Aufstieg in die Regionalliga erstmal begraben. „Es war kein schönes Top-Spiel“, resümierte Spvg-Coach Thorsten Kraut, „uns fehlt schlichtweg die Spielpraxis.“ Für die Nethekicker war es coronabedingt das erste Spiel seit dem 12. März. Dennoch war es eine unglückliche Niederlage für die Brakeler. Das Tor des Tages fiel durch einen unnötig verursachten Freistoß. Anschließend wurden den Nethekickern nach Fouls an Linus Köring und Vinzent Möckel zwei Strafstöße verweigert. „Generell hat der Schiedsrichter leider einen unglücklichen Eindruck gemacht und sich von dem sehr aufbrausenden Heimpublikum anstecken lassen. So kam es auch noch zu einer völlig überzogenen Roten Karte gegen uns“, berichtete Kraut weiter. In der Schlussphase besaß Rayan Kamugira noch zwei gute Chancen auf den Ausgleich, konnte jedoch keine der beiden nutzen. „Es ist eine sehr unglückliche Niederlage“, haderte Kraut. Sein Team hat nun, bei noch ausstehenden zwei Nachholspielen, sieben Zähler Rückstand auf Primus Hordel.

D-Junioren Bezirksliga Spvg 20 Brakel - SV Heide Paderborn 1:0 (1:0). „Das war insgesamt ein überzeugender Auftritt mit viel Spielkontrolle unsererseits“, hob Brakels Coach Maximilian Müller hervor. Sekunden vor der Pause erzielte Luis Rose das Tor des Tages - 1:0 (29. Minute). „Spielerisch war das sicherlich einer unserer besten Auftritte, aber an der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten. Dennoch freuen wir uns über wichtige und verdiente Punkte“, fasste Müller zusammen.

B-Juniorinnen-Bezirksliga: Herforder SV II – Phönix Höxter 3:1 (1:0). „Wir sind total diszipliniert und haben eigentlich ein super Spiel gemacht – leider fehlte uns dann in den entscheidenden Situationen das Spielglück“, fasste Höxters Trainer Holger Fischer zusammen. Einmal verpassten die Kreisstädterinnen den kurz vor dem Tor den Ball knapp und trafen einmal nur die Unterkante der Latte. „Sonst hätte das Spiel auch 3:3 ausgehen können“, so Fischer. Herford ging nach 25 Minuten in Führung und erhöhte in der 57. Minute auf 2:0. Hannah Johannpeter verkürzte für Phönix auf 1:2 (72. Minute). Der Schlusspunkt war das 3:1 in der 81. Minute.

Spvg Brakel – SV Kutenhausen-Todtenhausen 2:0 (2:0). Mit diesem Sieg hat Brakel den Aufstieg in die Westfalenliga perfekt gemacht: Neun Punkte beträgt der Vorsprung vor dem SV Herford II. Der kann im Endspurt theoretisch zwar noch an den Nethestädterinnen vorbeiziehen, darf aber nicht aufsteigen, weil schon die erste Mannschaft in der Westfalenliga spielt. Brakel ist nach zweimaligem Saisonabbruch nun also endlich in der Westfalenliga angekommen. Zum Sieg gegen Kutenhausen: Svenja Lausen wurde zweimal mustergültig freigespielt und brachte ihr Team mit einem Doppelpack auf die Siegesstraße (7. und 13. Minute). Da die Spvg in Folge zahlreiche Möglichkeiten liegen ließ, blieb es bis zur 80. Minute beim 2:0. „Wir sind hochkonzentriert ins Spiel gestartet und haben das mit super schnellem Fußballspiel und den zwei Toren umgesetzt“, erklärte Brakels Trainer Richard Moritz. Leider habe man dann „vergessen“, weitere Tore zu erzielen. „Das Spiel war nicht so eng, wie das Ergebnis vermuten lässt“, betonte Moritz.

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