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Westfalenliga: Preußen Espelkamp ist in Theesen gefordert

Brandwein verzichtet für dieses Spiel auf Urlaub

Nach drei Liga-Spielen ohne Sieg soll für Fußball-Westfalenligist FC Preußen Espelkamp beim VfL Theesen wieder ein Sieg herausspringen. Das würde auch Andreas Brandwein freuen. Der TuS Tengern geht gegen Nottuln auf Dreier-Jagd.

Von Alexander Grohmann

Andreas Brandwein (rechts) hat seinen lange geplanten Urlaub verkürzt, als die Terminierung des Spiels in Theesen feststand. Die Partie bei seinem Ex-Verein wollte Espelkamps neuer Co-Trainer auf keinen Fall verpassen. Cheftrainer Tim Daseking (links) hofft am Sonntag auf das Ende der Sieglos-Serie. Foto: Alexander Grohmann

Hoffen auf den Befreiungsschlag: Während der TuS Tengern gegen GW Nottuln endlich den ersten Saisonsieg in der Fußball-Westfalenliga einfahren will, strebt auch Preußen Espelkamp eine Art Befreiungsschlag an: Nach drei sieglosen Partien will die Elf beim VfL Theesen auch für Co-Trainer Andreas Brandwein den ersehnten Dreier landen.

VfL Theesen - FC Preußen Espelkamp (So, 15 Uhr)

Wiedersehen in Theesen: Für keinen Preußen ist das Duell so wichtig wie für Co-Trainer Andreas Brandwein. „Er hat seinen lange geplanten Urlaub extra verkürzt, um in dem Spiel dabei sein zu können“, sagt Chefcoach Tim Daseking über Brandwein, dessen Trainer-Ära in Theesens erster Mannschaft erst im Sommer nach langen 16 Jahren geendet hatte. „Er wünscht sich natürlich einen Dreier“, sagt Daseking, für den es aber auch selbst ein halbes „Heimspiel“ ist. „Ich wohne nur fünf Minuten vom Platz entfernt und habe früher mal sieben Jahre für Theesen gespielt“, berichtet er.

Für Daseking geht es an diesem Sonntag dennoch mehr um das große Ganze, nachdem sein vor der Saison als heißester Titelanwärter gehandeltes Team zuletzt immer wieder überraschende Schwächen offenbart hatte. „Wir sind noch nicht stabil genug, nach guten Phasen verlieren wir oft zu schnell den Kopf“, wundert sich der Coach, der dieses Manko zuletzt auch beim 2:2 gegen den SC Herford beobachten konnte. „Da haben wir nach dem Herforder Anschlusstreffer plötzlich so gespielt, als würden wir mit drei Toren hinten liegen.“

Den eigenen Ansprüchen hinken die Preußen als Tabellensiebter nach fünf Spielen somit noch hinterher. Für Daseking mit Blick auf den Kader ein Stück weit unverständlich: Allein die seit kurzem wieder auf dem Platz vereinte Achse Stöckner-Madroch-Langemann kommt zusammen auf etliche Regionalliga-Partien. Doch gerade in den dominanten Phasen fehlt bislang die Effektivität.

Daseking hofft, dass seine Elf die richtigen Lehren aus den jüngsten Erfahrungen gezogen hat. „Nur weil wir Preußen Espelkamp sind, fliegt uns nichts von alleine zu“, sagt der Coach, der in Theesen auf Ben Klostermann (Muskelfaserriss) verzichten muss. Ebenfalls verpassen wird Marvin Höner das Spiel gegen seinen Ex-Klub: Der Stürmer laboriert an einer langwierigen Muskelverletzung. Klar ist: Gerade aus den Personalien Höner/Brandwein dürfte Theesen große Motivation ableiten. „Aber gegen uns brennt ohnehin jede Mannschaft. Das ist nichts Neues“, sagt Daseking.

TuS Tengern - GW Nottuln (So, 15 Uhr)

Mehrfach waren sie in dieser Saison schon kurz davor, am Sonntag soll es für Tengerns Kicker endlich klappen. „Gerade zu Hause müssen wir darauf aus sein, den ersten Dreier zu holen“, sagt Stefan Studtrucker. Gegen den Tabellenfünften aus Nottuln (8 Punkte) müsse sich seine Mannschaft zerreißen. „Wenn wir wieder die richtige Einstellung mitbringen und die individuellen Geschichten abstellen, habe ich ein gutes Gefühl“, sagt der TuS-Coach.

Allerdings muss Studtrucker ohne Felix Budde planen: Der gerade erst nach seiner Rot-Sperre wieder auf den Platz zurückgekehrte Stamm-Verteidiger zog sich im Kreispokalspiel am Donnerstag in Blasheim einen Meniskusriss zu. „Damit ist die Hinrunde für ihn gelaufen“, sagt Studtrucker über das Pech Buddes, dessen Selbstdiagnose am Platz einen Tag später bei einer Untersuchung bestätigt wurde. „Das ist schon bitter: Die ganze Zeit über war Felix fit, durfte aber wegen der Sperre nicht spielen. Und jetzt, wo er wieder darf, kommt diese Verletzung dazwischen“, so der Coach, der auch noch um Nico Gerfen bangt. Der Verteidiger laboriert nach wie vor an einer Rippenprellung, die er sich im Derby gegen Espelkamp vor zwei Wochen zugezogen hat.

Umso besser daher, dass Jan Stühmeier nach auskurierter Verletzung sein „Go“ für einen Einsatz am Sonntag gegeben hat. Den Probelauf im Pokal beim Sieg in Blasheim (5:2) bestand „Stühmi“ am Donnerstag ohne Schwierigkeiten, so dass er . Ebenfalls wieder an Bord ist Lino Salle, der seine Drei-Spiele-Sperre abgesessen hat und am Sonntag gegen Nottuln für Akzente in der Offensive sorgen will.

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