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Fußball: Trotz 1:2 Niederlage im Topspiel gegen SG Bellersen ist Aufstieg perfekt

„Campeona“ SG Erkeln/Hembsen

Erkeln

„Campeona“. Das singen die Spieler, Trainer und Verantwortlichen der SG Erkeln/Hembsen im astreinen Spanisch. Dabei haben sie das Topspiel gegen den Zweiten SG Bellersen/Aa Nethetal mit 1:2-Toren verloren. Zwei Spieltage vor Abschluss der Saison reicht das trotzdem zum ersten Platz in der B-Liga, Gruppe eins, und den Aufstieg in die A-Liga.

Von Jürgen Drüke Jan-Hendrik Schrick

„Campeona, Champion und Meister: Die Spieler und das Trainerteam der SG Erkeln/Hembsen feiern den Aufstieg in die A-Liga. Foto: SG Erkeln/Hembsen

Auf dem Platz macht nach dem Schlusspfiff das Wort von der „Europapokal-Arithmetik“ die Runde. Denn angesichts von 73 Punkten der SG Erkeln/Hembsen und 67 Zählern der SG Bellersen wäre bei zwei ausstehenden Spieltagen der Punkt-Gleichstand noch möglich gewesen.

Nun allerdings kam die ehemalige Champions- und Europa-League Arithmetik zum Tragen: „Da wir das Hinspiel gegen die SG Bellersen mit 3:2-Toren gewonnen hatten, zählte das gegenüber dem 2:1 der SG eine erzielte Tor im direkten Vergleich mehr“, erklärte Boris Hartmann. Der Geschäftsführer Fußball der SG Erkeln/Hembsen war wie alle bei den Fusionierten nur noch glücklich: „Wir haben es geschafft. Die Mannschaft hat es so etwas von verdient.“ Bis morgens um 4 Uhr hat Hartmann nach eigenen Worten bei der Aufstiegsparty durchgehalten.“ Die Spieler seien noch länger am Ball gewesen.

„Hurra, wir haben die Meisterschale.“ Die SG Erkeln/Hembsen ist B-Ligameister der Gruppe eins und steigt in die A-Liga auf. Foto: SG Erkeln/Hembsen

„Am Ende war es ein langer Weg bis in die A-Liga“, blickte Hartmann am Samstagnachmittag gegenüber dieser Zeitung auf die beiden vergangenen Spielzeiten zurück. Die vorletzte Saison war aufgrund der Pandemie abgebrochen worden. Die Fußball-Spielgemeinschaft der beiden Nethedörfer hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen großen Vorsprung herausgespielt. „Unsere Trainer Christian Multhaupt und Fabian Tewes haben es geschafft, die Mannschaft auf Kurs zu halten. In dieser Saison haben sie uns allen die Krone aufgesetzt. Das ist eine großartige Teamleistung“, war Hartmann mächtig stolz auf das Aufstiegsteam und die Meistertrainer.

Kampf um den Ball im Topspiel: Johannes Rehrmann (Bildmitte) vom TuS Erkeln kommt hier gegen Felix Rox (vorne) von der SG Bellersen zu spät.Kampf um den Ball im Topspiel: Johannes Rehrmann (Bildmitte) vom TuS Erkeln kommt hier gegen Felix Rox (vorne) von der SG Bellersen zu spät. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Bis zur Partie gegen die SG Bellersen/Aa Nethetal hatten sie keine Niederlage zugelassen. „Die SG Bellersen hat uns über die gesamte Saison gefordert und zu Höchstleistungen angetrieben. Wir durften uns keine Ausrutscher erlauben. Kompliment an den Tabellenzweiten, lobte Boris Hartmann den ­Widersacher.

Chronologie des Topspiels

In der siebten Minute schlenzte Kai Fähnrich das Leder zur 1:0-Führung des Tabellenführers in den Torwinkel. Nur vier Minuten sorgte Raphael Micus per Kopfball für den 1:1-Ausgleich. Es entwickelte sich ein intensives Spiel mit vielen harten Zweikämpfen und Chancen auf beiden Seite. Die beste hatten die Gäste nach etwa einer halben Stunde. Zunächst klärte Brian Hartmann auf der Linie, der Nachschuss klatschte an den Querbalken. In der 43. Minuten jubelten dann wieder die Gäste: Andreas Pott schob den Ball überlegt ins Tor. In der 73. Minute sah Dominik Hellwig auf Seiten des Tabellenführers die gelb-rote Karte. „Wir hatten einige gute Chancen, um auf 3:1 zu erhöhen. Die Kontersituationen haben wir aber oft nicht gut ausgespielt“, stellte Bellersens Coach Andre Thiemann fest. In den letzten Minuten drückten die Gastgeber in Unterzahl auf den Ausgleich. „Die Spieler wussten nicht, dass uns eine 1:2-Niederlage zum Aufstieg reichen würde“, blickte Hartmann zurück. Deshalb habe er die Akteure von außen immer wieder dazu aufgefordert, die Defensivarbeit in den Vordergrund zu stellen. „Die Spieler wunderten sich natürlich darüber. Doch ein weiteres Gegentor und eine 1:3-Niederlage hätten die Frage nach dem Aufstieg vertagt.“ In der Nachspielzeit traf Erkelns Brian Hartmann nur den Pfosten. Dann war Schluss. Jubel, Stolz und Freude bahnten sich ihren Weg. Das 1:2 reichte zum A-Liga-Aufstieg. „Campeona“. Die SG Erkeln/Hembsen feierte den Aufstieg.

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