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Kunstturnen: Thomas Kirchhoff und Egbert Tacke vom TV 1875 Paderborn überzeugen bei Senioren-DM

Das harte Training zahlt sich aus

Paderborn

Bei den 22. Deutschen Seniorenmeisterschaften der Männer im Kunstturnen haben die beiden einzigen Teilnehmer aus dem Kreis, Thomas Kirchhoff und Egbert Tacke vom TV 1875 Paderborn, positiv überrascht. Die monatelange Vorbereitung, das harte Training mehrmals in der Woche und die Qualifikation im Westfälischen Turnerbund sollte sich in Topplatzierungen ausdrücken.

Kraftpaket: Thomas Kirchhoff überzeugte mit ausgezeichneter Haltung, extremer Körperbeherrschung und auf den Punkt sauber geturnten Elementen. Lohn: DM-Bronze. Foto: Uwe Brett

Thomas Kirchhoff startete in der Klasse der Männer 40-44 Jahre. In seiner Altersklasse wird noch in allen sechs Turndisziplinen gestartet. An allen Geräten kratzte Kirchhoff mit seinen Ergebnissen an der Tageshöchstnote. Obwohl er keine Höchstschwierigkeiten zeigte, konnte er die Kampfrichter durch seine ausgezeichnete Haltung, seine ex-treme Körperbeherrschung und auf den Punkt sauber geturnte Elemente überzeugen und dazu bringen, Höchstwertungen anzuzeigen.

Obwohl in seiner Altersklasse nur fünf der sechs Turngeräte in die Wertung kommen, startete er an allen sechs Geräten. Eine 12,15 am Boden, eine 11,85 am ungeliebten Pauschenpferd und am Parallelbarren, eine 11,5 am Sprung sowie eine 11,4 an den Ringen brachten ihm eine Endwertung von 58,75 Punkten. Selbst am Hochreck, das als sechstes Gerät am Ende gestrichen wurde, erturnte er eine beachtliche 11,2. Für ihn vollkommen unerwartet brachte ihm diese Gesamtwertung den wohlverdienten dritten Platz und die Bronzemedaille in einem großen Feld gegen die besten Turner aus zehn weiteren Bundesländern/Landesturnverbänden.

Egbert Tacke startete in der Klasse der Männer 60-64 Jahre und vertrat hier den Westfälischen Turnerbund und den TV 1875 Paderborn grandios. Nach vielen Verletzungen in den Vormonaten und dadurch bedingten Trainingspausen waren seine Erwartungen nicht so hoch. Doch sein Kampfgeist war geweckt, als er die Turnhalle betrat und der Wettkampf begann. Da in seiner Altersklasse das Turnen an den Ringen nicht mehr gefordert wird, startete er in einem Fünfkampf, bei dem aber nur die besten Wertungen an vier Geräten in die Gesamtwertung mit einfließen. Da das Turnen am Pauschenpferd nicht zu seinen Lieblingsgeräten gehört, konnte er es sich erlauben, diese Disziplin von vornherein zu streichen. Seinen Vierkampf beendete er mit einer 9,95 am Boden und am Parallelbarren, 9,4 am Hochreck und 9,2 am Sprung. Zwar blieb ihm mit 38,5 Punkten am Ende „nur“ der vierte Platz, dafür gab es statt einer Medaille einen Blumenstrauß als Trostpflaster. Dieses benötigte er eigentlich gar nicht, denn der vierte Platz war mehr, als er sich selber erhofft hatte. Viertbester Turner über 60 Jahren in Deutschland – das allein ist schon eine Auszeichnung.

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