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Handball: Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic vertraut seinem Team

„Das Herz an der richtigen Stelle!“

Würzburg/Lübbecke

Der Vulkan an der Seitenlinie brodelte schon nach wenigen Minuten: Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic gefiel am Samstagabend gar nicht, was er bei der Niederlage im Zweitligaduell bei der DJK Rimpar in der Würzburger Arena sehen musste.

Von Ingo Notz 

Emir Kurtagic war mit dem Auftreten seines Teams nicht zufrieden. Foto: Scheuring

Er hätte bei seiner Kritik bei den Unparteiischen anfangen können: Dass die Schiedsrichter über weite Strecken der 60 Minuten vor allem bei den „Wölfen“ viele Augen zudrückten und die sehr harte und manchmal zeitraubende Spielweise durchgehen ließen, wollte Emir Kurtagic aber gar nicht als Grund anführen. Statt die Schuld bei anderen zu suchen, analysierte der 40-Jährige die vielen Defizite, die seine Mannschaft diesmal gezeigt hat. „Das ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis. Wir haben in den ersten 20 Minuten einen katastrophalen Rückzug gehabt und vier, fünf Gegenstoßtore gekriegt, die so nicht passieren sollten. Unsere Zweikampfstärke war nicht ausreichend vorhanden, dadurch fehlte auch die Sicherheit. Mir hat die maximale Bereitschaft und der Wunsch gefehlt, hier zu gewinnen, da hat Rimpar uns etwas voraus gehabt. Klar spielt der Kopf jetzt auch eine Rolle, die Nervosität kam dazu, unser Torwart hatte nicht den besten Tag. Wir wollten, aber es hat bei uns in allen Bereichen gefehlt und das summiert sich. Ich habe nicht gesehen, dass einer von uns nicht gewollt hätte, aber wir haben uns am Gegner die Zähne ausgebissen, zuviel frei verworfen inklusive zweier Siebenmeter. Rimpar hat sehr aggressiv und am Rande des Erlaubten oder Nichterlaubten agiert. Wir werden nicht mit dem Finger auf einzelne Spieler zeigen: Wir sind eine Mannschaft, die das Herz an der richtigen Stelle hat! Wir waren aber als Kollektiv diesmal nicht gut genug, Rimpar hat verdient gewonnen. Das muss man aufarbeiten, abhaken, wir werden den Mund abwischen und mit der Vorbereitung auf Samstag beginnen! Darauf muss jetzt der maximale Fokus gelegt werden. Wir hatten drei Matchbälle, davon aber nur zwei in der eigenen Hand. Wir haben jetzt immer noch einen Matchball!“

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