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Squash: Malaysia stellt keine Visa für das israelische Team aus – Mannschafts-WM der Herren abgesagt

„Das ist traurig für unseren Sport“

Paderborn

Zunächst war die Squash-Team-WM der Herren coronabedingt von Neuseeland nach Malaysia verlegt worden, nun ist das Turnier, das am 7. Dezember in Kuala Lumpur hätte beginnen sollen, ganz abgesagt worden. Wieder spielen die Entwicklung der Pandemie und die Sorge vor der neuen Virusvariante Omikron eine Rolle, allerdings die untergeordnete.

Von Elmar Neumann

Simon Rösner wird am Donnerstag nicht nach Malaysia fliegen. Die Team-WM der Herren ist abgesagt. Foto: Elmar Neumann

Der Weltverband, die World Squash Federation, sagt vor allem deshalb Nein zur WM-Austragung, weil das Gastgeberland dem Team aus Israel keine Visa ausstellen wollte. Diese Nachricht hatte in der vergangenen Woche weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Malaysias Sportminister Ahmad Faisal Asumu soll gesagt haben, die Visa seien nicht ausgestellt worden, da das vorwiegend muslimische Land keine diplomatischen Beziehungen zu Israel unterhalte. Auch intensive Versuche, die Entscheidungsträger kurzfristig umzustimmen, scheiterten. „Ich möchte dem Internationalen Olympischen Komitee und dem Olympischen Rat Malaysias meine aufrichtige Anerkennung für ihre unermüdlichen Bemühungen aussprechen, die höchsten Behörden Malaysias dahingehend zu beeinflussen, dass alle teilnehmenden Teams, einschließlich Israels, in die Lage versetzt werden, nach Malaysia einzureisen und ohne politische Diskriminierung gemäß den Grundsätzen und Regeln der Olympischen Charta an den Wettkämpfen teilzunehmen“, sagt Zena Wooldridge, die Präsidentin des Weltverbandes, und betont: „Für den WSF ist es wichtig, dass keine Nation, die antreten will, das Event verpasst.“

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