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TuS N-Lübbecke am Donnerstag gegen HC Erlangen

Derby-Held Skroblien: „Die Euphorie schwingt mit“

Lübbecke

Größere personelle Sorgen machen Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke in der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den HC Erlangen am Donnerstagabend (19.05 Uhr) zu schaffen. Noch nichts Neues gibt es von Pechvogel Dominik Ebner.

Von Alexander Grohmann

Auf seine 14-Tore-Gala in Minden bildete sich Tom Skroblien nicht viel ein. Nach dem Derbysieg feierte der Linksaußen mit angezogener Handbremse. Am Donnerstag wartet schon Erlangen. Foto: Thomas F. Starke

Neben dem Rückraumspieler, der sich beim Derbysieg in Minden schwer verletzt hatte, bleibt mit Florian Baumgärtner der zweite Mann auf Halb-Rechts ein Wackelkandidat. Der 2,06m-Riese laboriert an Patellasehnenproblemen. „Natürlich ist das nicht optimal, vor allem die Verletzung von Dominik ist wirklich tragisch“, sagt Trainer Emir Kurtagic über den langen Ausfall des Linkshänders, der mit einer Hüftverletzung im Mindener Klinikum liegt. Eine genaue Diagnose steht aus.

Kurtagic bleibt mit Blick auf die Erlangen-Partie dennoch optimistisch. „Wir haben in dieser Saison auch andere Ausfälle kompensieren können. Wir haben einen Kader von 16 Leuten, jetzt müssen halt die anderen 14 diesen Job übernehmen“, so Kurtagic. Klar ist: Im rechten Rückraum bleibt Marvin Mundus für den Trainer nach der guten Derby-Leistung die erste Alternative. „Marvin hat uns Samstag auf Anhieb Impulse gegeben, und das in einem Spiel mit so einer Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass er das auch gegen Erlangen abrufen wird“, sagt Kurtagic.

Derby-Held Tom Skroblien, der GWD beim 23:18-Sieg mit 14 Treffern fast im Alleingang abwarf, ist derweil schon wieder (fast) im Alltag angekommen. „Die Euphorie schwingt noch mit, aber der Fokus liegt schon voll auf Erlangen“, sagte der 28-Jährige gestern im Video-Call.

Den Derby-Triumph habe er mit der Mannschaft in der Kabine gefeiert, auf eine längere Sause aber verzichtet. „Der nächste Tag ist ja auch wichtig zum Regenerieren“, erklärt der Familienvater, der als Wahl-Mindener einen kurzen Heimweg hatte. Nun gelte die Konzentration dem nächsten Heimspiel am Donnerstag. Zumal nicht viel passiert sei: „Wir können uns Derbysieger nennen, aber für das Spiel gab es auch nur zwei Punkte“, relativiert Skroblien.

Tom Skroblien

Der Linksaußen lässt gar nicht erst den Eindruck aufkommen, dass es gegen Erlangen etwas zu verschenken gibt. Mit zwei Siegen liegt der TuS in der Tabelle zudem nur einen Punkt hinter den Gästen. Skroblien: „Wir wissen mittlerweile, wie wir die Spannung schnell wieder hochbekommen. Wir müssen uns gegenseitig pushen und ans Limit treiben.“

Seine Rolle beim Derbysieg überschätzt er nicht. „Minden hat auf rechts offensiv gedeckt. Mit Luka und Lutz hatten wir zwei Spieler, die ihre Zweikämpfe gewonnen haben. Dadurch kamen viele Bälle zu mir nach Außen“, analysiert Skroblien. Um eine Sonderbewachung durch den nächsten Gegner macht sich der Goalgetter keine Gedanken: „Wir haben fünf andere Spieler auf dem Feld, die genauso die Tore machen können. Das ist das Gute bei uns.“

Als Motivation für das Derby habe auch die „Klatsche“ gegen Flensburg gedient: „Wir wollten eine Reaktion zeigen. Man kann verlieren, aber mit 17 Toren – das war zu viel.“ Die Wiedergutmachung ist den Handballern mit dem Prestigeerfolg in Minden eindrucksvoll geglückt.

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