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Futsal-Frauen des UFC Paderborn starten Samstag daheim gegen Fortuna Düsseldorf in die Meisterschaft

Die Münster-Jäger

Paderborn

Der UFC Paderborn zählt den festen Größen in der nationalen Frauen-Futsal-Landschaft. Zu zwei Titelgewinnen (WDFV-Pokalsieger 2016 und 2019) gesellt sich individuelle Klasse. Nicht umsonst sind Susanne Werner, Mareen Walbaum und Corinna Kreylos, auf dem Feld allesamt für den Landesligisten TuS Sennelager aktiv, bereits mehrfach zu Sichtungslehrgängen für die Frauen-Futsal-Nationalmannschaft eingeladen worden, die der DFB in diesem Jahr offiziell installieren will.

Von Jörg Manthey

Der UFC Paderborn mit (hinten von links) Corinna Kreylos, Rike Tolckmitt, Patricia Brune, Romy Günther, Lena Martmeier, Mareen Walbaum und Vanessa Klein. Vorne von links: Leila Friesen, Lara Schröder, Jana Wibberg, Jasmin Eder, Joyce Pankoke, Eva Schmitz, Yvonne Hansmeier und Carina Jacobs.

Der UFC Paderborn: Das sind Fußballerinnen der Vereine TuS Sennelager (der mit elf Spielerinnen auch das Gros stellt), SC Borchen, TuRa Elsen, SV Thülen, TuS Lipperrode, SV Geseke und VfL Schildesche, die unterm Hallendach gemeinsame Sache machen. Als Trainer fungiert das Duo Carina Jacobs/Julian Kaup. Nach eineinhalb Jahren ohne Futsal ist die Vorfreude natürlich gewaltig – auch ohne gemeinsames Training. Das findet in der Regel gemeinsam mit den UFC-Männern statt, mit allerdings nur marginaler weiblicher Beteiligung. „Unser Aufwärmen machen wir mit Laufwegen, das gehört zur Standardroutine und muss letztlich reichen. Denn wir wollen trotz allem mit drei Punkten starten, auch wenn wir nicht wissen, wo wir stehen“, erklärt Carina Jacobs. Saisonziel ist eine Platzierung zwischen eins und drei, wobei Jacobs zugibt: „Münster ist klarer Favorit. Die sind um einiges besser, da müssen wir realistisch sein. Aber wir wollen sie bestmöglich ärgern. Vielleicht geht ja was an einem guten Tag.“

Carina Jacobs

Futsal, das mache einfach „mega viel Spaß“, findet die Trainerin. „Von der Technik her ist es viel intensiver. Ich würde am liebsten nur in der Halle spielen.“ Mareen Walbaum hat als einzige schon internationale Luft geschnuppert. Das 3:3 gegen den Hochkaräter Ukraine war das erste Länderspiel einer deutschen Studentinnen-Nationalmannschaft überhaupt. Futsal, die offizielle und extrem schnelle Hallenvariante des Fußballs, wird immer populärer. Im Juli soll erstmals eine deutsche Studentinnen-Nationalmannschaft an der FISU Studierenden Weltmeisterschaft in Shanghai/China teilnehmen.

Münster bisher jedes Mal Meister

Nachdem der Startschuss in der Regionalliga West aus bekanntem Grund mehrfach verschoben werden musste, soll an diesem Samstag, 15. Januar, endlich der Ball rollen. Um 19 Uhr erwarten die UFC-Ladies Fortuna Düsseldorf in der Sporthalle 1 der Universität. Weitere Heimspiele in der Sechsterstaffel folgen jeweils samstags gegen Topfavorit UFC Münster (22. Januar), Primero Club de Futsal Mülheim (12. Februar), TC Freisenbruch (19. März) und die Futsal Panthers Köln (23. April).

Seit dem Sommer 2015 gibt es einen regelmäßigen Spielbetrieb auf Regionalebene mit bis zu zehn Teams. Von Beginn an dabei sind die Mannschaften aus Münster und Paderborn. Der dominierende UFC Münster stellte in jeder Saison auch den Regionalliga-Meister, die Paderbornerinnen wurden zweimal „Vize“ (2017, 2018). Spielerinnen dieser beiden Klubs stellen zudem das Gros der Frauen-Futsal-Westfalenauswahl, die – Ende 2019 gegründet – nach nur wenigen Trainingseinheiten durch Corona ausgebremst wurde.

Der Kader des UFC Paderborn: Jasmin Eder (27), Joyce Pankoke (23), Sarah Thöne (24), Vanessa Hoischen (21), Patrizia Brune (26), Leila Friesen (27), Karoline Goldschmidt (21), Romy Günther (24), Yvonne Hansmeier (31), Miranda Hötte (18), Lu Marie Ianotti (21), Carina Jacobs (29), Vanessa Klein (27), Corinna Kreylos (26), Eva Schmitz (37), Sina Seipel (19), Mareen Walbaum (27), Susanne Werner (30), Jana Wibberg (26).

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