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2. Basketball-Bundesliga: Uni Baskets Paderborn feiern 82:73-Heimsieg über dezimierte Tübinger

Die Tiger dressiert

Paderborn

Drittes Heimspiel, dritter Sieg: Mit einem verdienten 82:73 (48:48)-Erfolg über nur sieben Tigers aus Tübingen haben sich die Uni Baskets Paderborn als Vierter im oberen Bereich der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga ProA festgesetzt. Vier Paderborner trafen doppelt: Jordan Barnes (16), Brad Greene (15), Jackson Trapp (13) und Johannes Konradt (12). „Mit der Verteidigung war ich über 40 Minuten sehr happy“, meinte Headcoach Steven Esterkamp.

Von Jörg Manthey

Der Herr unter dem Korb: Center Brad Greene markierte 15 Punkte und schnappte sich neun Rebounds. Foto: Jörg Manthey

Dabei verzeichneten die Gastgeber vor 1101 Fans einen fehlerbehafteten Start und sahen sich mit 0:5 und 2:10 im Hintertreffen. Mit seinem ersten Dreier zum 5:10 brach Johannes Konradt etwas den Bann, die Aufholjagd begann. Zum Ende des ersten Viertels hieß es 21:22. Lars Lagerpusch gab dabei nach langer Verletzungspause seine Saisonpremiere. In Minute zwölf besorgte Jordan Barnes mit einem Dreier die erstmalige Führung (26:25), die fortan nicht mehr abgegeben werden sollte, obgleich es bis zur Halbzeitsirene eng blieb – 48:48. Sieben von zwölf Dreiern (58 Prozent) saßen. Der Wermutstropfen: Lars Lagerpusch sollte erneut zum Pechvogel werden. Nach seinem Dunking zum 48:43 trat er etwas auf den Ball und spürte erneut einen Schmerz im Knie; er kam fortan vorsorglich nicht mehr zum Einsatz. Da auf Seiten der Uni Baskets auch Badu Buck, Aaron Kayser, Vincent Neugebauer und Benedict Dernbach nicht mitwirkten, war das Kräfteverhältnis nahezu wieder ausgeglichen.

„Tübingen hat nichts zu verlieren. Die spielen frei auf“, kommentierte Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer den Auftritt der arg dezimierten Gäste. Die Paderborner Strategie sah vor, das Tempo hochzuhalten, um die kleine Rotation ins Laufen zu bekommen. Die Tiger wurden zunehmend müder, die Konzentration im Abschluss ebbte ab.

Eine Vorentscheidung sollte im dritten Viertel fallen, als die fleißige Defense fünf Minuten lang keinen Tübinger Korb zuließ. In der Phase war sicherlich mehr möglich, als sich „nur“ auf 60:48 abzuetzen. Näher als fünf Punkte sollte der Gast nicht mehr herankommen.

Mit einem 69:59 ging es ins letzte Viertel. Obwohl Jordan Barnes und Co. in der Offense entweder zu kompliziert spielten oder aber die freien Würfe nicht fielen, brannte nichts mehr an. Das 80:70 (Großmann, 38.) war die Entscheidung. Die kümmerliche Dreier-Bilanz der zweiten Häfte: vier Treffer bei 21 Versuchen.

„Am Anfang haben wir uns selber im Weg gestanden“, sagte Johannes Konradt. „Dann haben wir endlich damit begonnen, unser Tempospiel aufzuziehen.“ Drei Siege, und jetzt kommt am Samstag, 16. Oktober, der noch punktlose Letzte Rasta Vechta in die Maspernhalle – die selbstbewussten Uni Baskets haben Gefallen am Erfolg gefunden.

Punkte für die Uni Baskets: Barnes (16/4 Dreier), Hemschemeier (2), Großmann (9), Petkovic (6), Konradt (12/4), Lagerpusch (8), Flanigan (1), Trapp (13/3), Greene (15).

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