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Triathlon: Delbrücker Physiotherapeut Ajosha Pilot startet am Samstag bei der Ironman-WM in Utah

Ein Traum geht in Erfüllung

Delbrück

Der Traum vieler Hobby-Triathleten ist ohne Frage das erfolgreiche Finish eines Wettkampfes über die Langdistanz, dem Ironman. Die Ambitionierten unter ihnen liebäugeln früher oder später mit der Qualifikation und Teilnahme an der legendären Ironman-WM. Dieses Ziel hat nun der Delbrücker Ajosha Pilot vom Verein Tricity 2001 erreicht: Der Triathlet startet Samstag über die klassische Langdistanz mit 3,86 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen in St. George im US-Bundesstaat Utah. Der bisherige Höhepunkt seiner Ausdauer-Laufbahn.

Ajosha Pilot aus Delbrück nimmt am Samstag bei der Ironman-WM der Triathleten in St. George (USA) teil.

Üblicherweise findet diese Weltmeisterschaft der besten Profi- und Altersklassen-Triathleten alljährlich im Oktober auf Hawaii statt. Doch durch die pandemiebedingte Absage des Wettkampfes im Herbst vorigen Jahres verlegte der Ironman-Weltverband die WM 2021 kurzerhand auf den kommenden 7. Mai nach St. George/Utah und damit erstmals außerhalb Hawaiis. Aufgrund der deutlich profilierten Rad- und auch Laufstrecke wird der Kurs aber für die Athleten ähnlich herausfordernd sein wie das Mutterrennen auf der pazifischen Insel.

Neben der zweifachen deutschen Hawaii-Siegerin und Titelverteidigerin Anne Haug sowie Daniela Ruf (SUI, vier Hawaii-Siege) bei den Frauen werden besonders die beiden Norweger Gustav Iden (Ironman-70.3-Weltmeister) sowie Olympiasieger und Weltbestzeitinhaber Kristian Blummenfelt als Favoriten im Kreis der Profi-Athleten gehandelt, während Ajosha Pilot in der Männer-Altersklasse 35-39 etwa 45 Minuten später im Feld der schnellsten Amateurathleten auf die 226 Wettkampfkilometer geschickt wird. Die WM kann am Samstag ab 14 Uhr (MESZ) im Livestream unter www.sportschau.de mitverfolgt werden.

Nach vielen Jahren mit Schwerpunkt auf der olympischen Triathlon-Distanz und den Liga-Wettkämpfen mit seinem Verein Tricity 2001, der bis 2011 den City-Triathlon in der Paderborner Innenstadt organisiert und durchgeführt hat, fokussierte sich der auch in der heimischen Laufszene bestens bekannte Delbrücker Physiotherapeut in den zurückliegenden Jahren konsequent auf die längeren Triathlon-Distanzen. Mit beachtlichem Erfolg: Musste er – der coronabedingten Absage des Frankfurt-Marathons geschuldet – sein Marathon-Debüt im Herbst 2020 als Solo-Lauf in 2:54 Stunden absolvieren, so finishte er zuvor beim Ostseeman-Triathlon 2018 (9:57 Std.) und 2019 (9:53 Std.) wiederholt die klassische Triathlon-Langdistanz jeweils unter der 10-Stunden-Grenze.

Dank seines guten Abschneidens beim Ironman 70.3 Kraichgau über die Mitteldistanz hatte sich Ajosha Pilot sich bereits 2019 für die 70.3-WM in Nizza qualifiziert, die er aufgrund der in der Szene bekannt profilierten Radstrecke in ausgezeichneten 5:06 Stunden finishte.

Mit seiner erfolgreichen Teilnahme am Ironman Emilia Romagna in Italien mit einer Gesamtzeit von 9:56 Stunden im September des Vorjahres erhielt der Delbrücker Ausdauersportler nun die Option und Startberechtigung für die nachgeholte WM in Utah. Damit geht auch für ihn ein lange ersehnter Traum in Erfüllung.

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