1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Geschenk für Esterkamp

  6. >

2. Basketball-Bundesliga ProA: Uni Baskets Paderborn gewinnen 96:87 bei Rasta Vechta

Geschenk für Esterkamp

Paderborn

Die Uni Baskets Paderborn haben ihrem Headcoach Steven Esterkamp am Samstagabend das schönste Geschenk zum 41. Geburtstag bereitet: einen 96:87 (27:24, 17:16, 26:17, 26:30)-Triumph bei Verfolger Rasta Vechta – zwei Big Points im Play-off-Rennen der 2. Basketball-Bundesliga ProA. „Wir haben zusammengehalten, die Ruhe bewahrt und im richtigen Moment eine Schippe draufgelegt“, freute sich Baskets-Geschäftsführer Dominik Meyer. Bester Werfer des neuen Tabellenfünften war Center Lars Lagerpusch mit 26 Punkten, neuer Saisonbestwert

Von Jörg Manthey

Lufthoheit unter dem Korb: Lars Lagerpusch brachte es auf 26 Punkte – neue Saisonbestleistung. Foto: Jörg Manthey

Dem zehnten Saisonsieg ging ein aufregendes Schlussviertel voran. Paderborns komfortabler 73:57-Vorsprung schmolz unaufhörlich, und 155 Sekunden hieß es 84:84. Diesem Ausgleich folgte der bestmögliche Konter; das 92:84 sollte die Entscheidung sein. Der starke Kampfgeist und der bessere Teambasketball wurden belohnt.

Die Uni Baskets hatten vier Youngster zu Hause gelassen und boten ihre größtmögliche Erfahrung auf. In ihrem ersten „Geisterspiel“ der laufenden Saison waren sie sofort hellwach. Die erste Fünf mit Konradt, Lagerpusch, Trapp, Barnes und Flanigan ließ defensiv nichts zu, klaute Bälle, verwertete vorne alles tadellos bis zum 7:0 und zwang Vechtas Coach Vladimir Lucic zu einer frühen Auszeit Vechta.

In der Folge gestaltete der Gastgeber die Partie weitgehend ausgeglichen. Nach dem 14:15-Rückstand teilten sich Lars Lagerpusch und Aaron Kayser die restlicher Ausbeute zur 27:24-Führung nach dem ersten Viertel. Die beiden Big Men brachten es bis dato auf zusammen 18 Punkte.

Starkes drittes Viertel

Zweieinhalb Minuten lang blieb es bei diesem Zwischenstand. Die Gäste verpassten in dieser Phase die Möglichkeit, sich frühzeitig abzusetzen, denn Vechta leistete sich allerlei Unkonzentriertheiten. Vor allem die Distanzwürfe wollten nicht fallen. Mit dem zweiten Paderborner Dreier (30:24) eröffnete Badu Buck den nächsten Zwischenspurt, der bis zum 37:28 (15.) währtee, die bis dato höchste Führung. Über 39:30 und 42:35 gingen die Uni Baskets mit einem dünnen 44:40-Polster in die Halbzeit. Da war mehr möglich, doch Geschäftsführer Dominik Meyer zeigte ich zufrieden. „Vechta hatte in den vergangenen Wochen einen Lauf. Wir halten sehr gut dagegen. Natürlich wäre es um einiges einfacher, wenn in der zweiten Hälfte unsere Dreier fallen würden“, sagte er angesichts der kümmerlichen 25-Prozent-Quote (3/12). Gerade dem zuletzt so treffsicheren Jackson Trapp (0/6) klebte das Pech an den Händen.

Das dritte Viertel begann vielversprechend mit einem Flanigan-Dreier. Nach dem 49:47 preschten die Uni Baskets kontinuierlich davon, über 53:47 und 60:50 auf 70:57. Johannes Konradt und Jens Großmann waren da schon mit vier Fouls belastet, die Dreier-Quote war inzwischen auf 35 Prozent (6/17) angewachsen.

Jordan Barnes eröffnete den Schlussabschnitt mit einem Dreier zum 73:57. Der Rest war ein Charaktertest. Nach einem 0:7-Lauf zum 79:70 sah sich Steven Esterkamp knapp sechs Minuten vor Schluss zu einer Auszeit genötigt. Vechta, zuletzt mehrfach Sieger nach Halbzeitrückstand, verkürzte weiter zusehends und hatte beim 84:84 wieder alles in der Hand. Doch Barnes aus der Distanz, Trapp und Flanigan hatten etwas dagegen. 90 Sekunden vor der Schlusssirene leuchtete ein 92:84 für die Uni Baskets auf der Anzeigetafel.

Punkte für die Uni Baskets: Buck (3/1 Dreier), Barnes (18/4), Hemschemeier (7/1), Großmann (0), Konradt- (2), Kayser (15), Lagerpusch (26), Flanigan (9/1), Trapp (11/2), Greene (5).

Vechtas beste Werfer: Aminu (18/2), Young (13/1) und Searcy (12).

Startseite
ANZEIGE