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Weiterspielen oder unterbrechen – Online-Abstimmung des Westfälischen Verbandes endet Dienstag

Handballer stimmen ab

Paderborn

Der Handballverband Westfalen reagiert auf die ansteckende Omikron-Variante und lässt seine Vereine aus den Ober-, Verbands- und Landesligen (Männer und Frauen) abstimmen, wie perspektivisch mit der Virusgefahr umzugehen ist. Die Saison wie geplant weiterspielen? Oder nach dem Vorbild der Tischtennissportler doch lieber bis Ende Januar oder gar bis Ende Fe-bruar unterbrechen? Die noch bis Dienstag um 17 Uhr laufende Abstimmung wird staffelweise ausgewertet.

Beim Handball-Verbandsligisten HSG Altenbeken/Buke haben sie dafür votiert, die laufende Saison fortzusetzen. Foto: André Adomeit

(jm/ma) Mehr als 200 Vereinsvertreter kamen in der Vorwoche im Rahmen einer Video-Konferenz zusammen. „Corona ist ein Stück Alltag geworden“, fand Andreas Tiemann, Vorsitzender der Technischen Komission des HVW, und hielt fest: „Wir haben reges Interesse daran, unseren Sport auszuüben.“ Sorgen bereiten dem Verband weniger die aktuell geltenden 2G plus-Bedingungen mit dem hohen Testaufwand. Vielmehr wird befürchtet, dass Omikron und die damit einhergehenden Quarantänequoten eine hohe Zahl von Spielausfällen nach sich ziehen dürften. Das Einholen des Meinungsbildes zeigte unterschiedliche Auffassungen. Die HSG Altenbeken/Buke ließ ihre Mannschaft am Sonntag beim Training offen abstimmen. „Ein paar Jungs hatten Bedenken, doch die Mehrheit war dafür, dass wir weiterspielen“, erklärt Trainer Jan Schwensfeger. „Ich finde das gut.“ Zumal sich die bisherigen Hygienekonzepte bewährt hätten. Zu den Skeptikern zählte nach eigener Aussage auch der Sportliche Leiter Hendrik Schubert. „Letztlich war das Ja-Votum einhellig. Der Trainingsbetrieb unter 2G plus läuft ja auch gut. Ich bin gepannt, wie die anderen Vereine entscheiden.“

Die Männer des Landesligisten TSV Schloß Neuhaus haben indes für eine Unterbrechnung gestimmt. Identisch sieht die Stimmungslage bei den Landesligafrauen des TSV Schloß Neuhaus, der HSG Paderborn-Elsen und des VfL Schlangen aus.

Ohnehin sagt Andreas Tiemanns sein „Bauchgefühl“ hinsichtlich der Verbands- und Landesligisten, dass „zwei Drittel bis drei Viertel eher eine Pause wünschen.“

Eine verlängerte Winterpause, auch das Tiemann stellte klar, dass es aufgrund der weitsichtigen Saisonplanung ohne Probleme machbar sei, für einige Wochen auszusetzen. „Die Spielpläne wurden vor der Saison genau für eine solche Pause angelegt.“ Ein zeitlicher Puffer vor den Sommerferien sei gegeben. „Wir haben keine Relegations- und genügend Nachholspiele.“ Sollten sich Mehrheiten für eine Unterbrechung aussprechen, könnten die ausgefallenen Spieltage „drangehängt“ werden. Doch auch für diesen Fall seien Ausnahmen möglich. Zwei beteiligte Vereine, die spielen wollen, dürften ihre Partie regulär austragen, heißt es.

Einig sind sich alle in einem Punkt: Die Gesundheit der Sportler und Ehrenamtler steht an erster Stelle. Andreas Tiemann („Die Verbandsgremien werden dem Votum der Vereine folden“) und seine Funktionärskollegen blicken gespannt auf die weitere politische Entwicklung. In dieser Woche sollen den Ligen und Staffeln individuelle Lösungen angeboten werden.

Ungeachtet dessen läuft bei der HSG Altenbeken/Buke die Vorbereitung auf das Gastspiel beim Spitzenreiter Handball Bad Salzuflen. Schwensfeger: „Mal abwarten, ob wir wirklich spielen. Wichtig ist, dass wir gut in der Deckung stehen und vielleicht Gegenstöße laufen können.“

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