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Salzkottener Triathlet Elmar Sprink kommt beim Ironman Portugal nach 11:19 Stunden ins Ziel

Im „Blindflug“ gegen die Sonne

Salzkotten

Eigentlich wollte der Salzkottener Triathlet Elmar Sprink schon bei der ersten Ausgabe des Ironman Portugal in Cascais 2020 gestartet sein; Corona durchkreuzte diesen Plan. Ein Jahr später ging es nun am Samstag für die 2000 gemeldeten Schwimmradläufer in den 17,5 Grad kühlen Atlantik, den Sprink nach 1:13 Stunden verließ und zu seinem Rad in die Wechselzone eilte.

Elmar Sprink beim Zieleinlauf des Ironman Portugal in Cascais. Er benötigte insgesamt 11:19 Stunden.

„Die erste Disziplin hatte bereits ihre Tücken, weitere sollten noch folgen.“ Die Atmosphäre am Start sei „gigantisch“ gewesen, so Sprink. „Jedoch bin ich, wie auch alle anderen, komplett gegen die aufgehende Sonne geschwommen. Ein absoluter Blindflug. Am Ende bin ich so knapp vier Kilometer anstelle der 3,8 geschwommen. Der Weg vom Ozean bis zum Rad war sehr sehr lang. So hatte ich am Ende eine erste Wechselzeit von fast zwölf Minuten.“ Auf dem Rad ging es zunächst an der Küste entlang, bevor es in einen Anstieg von mehr als zehn Kilometern ging. Höhepunkt der zwei Runden: Das Fahren auf dem Formel 1-Kurs in Estoril. Zu den 1700 Höhenmetern gesellte sich auf den flachen Passagen am Meer der Wind. Nach 5:41 Stunden war auch Disziplin zwei erledigt.

Die Laufstecke hatte es in sich. „Die war so gar nicht flach. Auch hier machte der Wind uns Athleten zu schaffen.“ Welliges Laufen sei für ihn wegen der nicht ganz wieder hergestellten Nervenverbindungen zu seinem Spenderherz „eine Challenge. Ich hatte mit einer Marathonzeit unter 3:50 Stunden geliebäugelt. Doch die Strecke und Magenprobleme mit Dixie-Stopps ließen das nicht zu.“ Am Ende blieb die Uhr bei 4:05 Stunden für den Marathon und 11:19 Stunden als Gesamtzeit stehen.

„Das war eine der wohl schönsten, aber auch eine der härtesten Ironman-Strecken, auf der ich je gestartet bin“, resümierte Sprink. Jetzt werde er „definitiv die Füße hochlegen.“ Einige Läufe werden folgen, ehe die Vorbereitung für das MTB-Rennen Cape Epic (März 2022) startet.

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