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SV Nieheim/West: Neue Flutlichtanlage kann mit Mitteln aus dem NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ gebaut werden.

Im Emmerstadion Oeynhausen wird es richtig hell

Oeynhausen

Die Flutlichtanlage im Emmerstadion Oeynhausen hat schon viele Jahre auf dem Buckel und erfüllt ihre Aufgaben vor allem für das Training in den Wintermonaten nur noch sehr unvollständig. „Das soll sich bald ändern“, so Anton Brandt, Vorsitzender des SV Nieheim/West. Der Verein hat sich für das Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ beworben. Der Förderbescheid für eine neue Flutlichtechnik liegt ihm inzwischen vor.

Von Heinz Wilfert

Bald geht es los mit der Installation der neuen Flutlichtanlage im Emmerstadion Oeynhausen. Unser Foto zeigt (von links) Nieheims Bürgermeister Johannes Schlütz, Landtagsabgeordneten Matthias Goeken, Elmar Kleine, Andre Brandt, Anton Brandt, Christian Kölling, Kevin Plückebaum und Sascha Rüther. Foto: Heinz Wilfert

Der Wunsch nach einer neuen Flutlichtanlage zieht sich in Oeynhausen schon viele Jahre hin. Die Umsetzung war aber bisher an der Finanzierung gescheitert. So wurde von Vereinsmitglied Jörg Mü-ther angeregt, sich im Programm „Moderne Sportstätte“ zu bewerben. Diese Idee fand im Verein breite Unterstützung. Vor der Beantragung musste der Vorstand seine Aufgaben machen und eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt Nieheim abschließen. Erst dadurch passte das Vorhaben in das Landeskonzept. Der Verein übernimmt auch Pflichten. „Wir haben das bisher schon gemacht, jetzt ist es vertraglich geregelt“, erklärt Brandt.

Die Abstimmung geschah mit dem Kreissportbund Höxter, der den Antrag prüfte, für das Vorhaben in Oeynhausen votierte und den Antrag nach Düsseldorf weiterleitete.

Der Landtagsabgeordnete Matthias Goeken nennt das Konzept ein bewusstes und gezieltes Förderprogramm für den ländlichen Raum. Insgesamt hat das Land Nordrhein-Westfalen für das Programm 300 Millionen Euro bereitgestellt. „300.000 Euro stehen jeder Kommune im Kreis Höxter zur Verfügung, um die Zukunftsfähigkeit der Vereine zu verbessern“, so Goeken. Er sprach sich bei einem Ortstermin in Oeynhausen wegen der großen Wirkung auf den Sport für eine Neuauflage auch in der nächsten Wahlperiode aus.

Für die Installation der Flutlichtanlage im Emmerstadion wurde eine Förderung von 70.000 Euro bewilligt. Die vorhandenen Strahler sollen abgebaut und durch neue, 16 Meter hohe Masten ersetzt werden. Die neuen Flutlichtmasten werden in Richtung der Eckfahnen versetzt und sind mit LED-Leuchten ausgestattet, die wesentlich helleres Licht liefern als die bisherigen und dennoch die Energiekosten deutlich minimieren. Der Verein muss sich nach den Förderrichtlinien mit zehn Prozent Eigenleistung beteiligen, die auch in Arbeit bestehen können. Und es gibt zur Freude beim SV Nieheim/West noch eine weitere Förderung von 13.500 Euro, um einen Aufsitzmäher anzuschaffen und die Pflege des Fußballrasens zu übernehmen. Bewusst wurde auf einen Mähroboter verzichtet. „Es gibt bereits die Zusicherung mehrerer Jugendlicher, die das Mähen übernehmen werden,“ freut sich Brandt.

Im Mai sollen die Arbeiten zum Abbau der alten und zur Aufstellung der neuen Flutlichtmasten beginnen, damit die Sportehe zwischen dem SV Nieheim/West und dem VfL Langeland unter besten Bedingungen starten kann. Zur nächsten Saison wurde zwischen beiden Vereinen eine Spielgemeinschaft in der B-Liga angekündigt.

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