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Fußball-Bezirksliga: Die zwölf Mannschaften aus dem Kreis Paderborn treffen in direkten Duellen aufeinander

Jede Menge Lokalkolorit

Paderborn

In der Fußball-Bezirksliga kommt es am vorletzten Hinrundenspieltag zu einer besonderen Konstellation. Die zwölf Mannschaften dieser Spielklasse, die dem Fußballkreis Paderborn angehören, treffen sämtlich direkt aufeinander. In den sechs Partien, die allesamt am Sonntag um 14.30 Uhr angepfiffen werden, steckt also viel Lokalkolorit und zudem jede Menge Spannung.

Von Jochem Schulze

Wewers Trainer Stefan Zeisberg musste im Training auf einige Spieler nach Booster-Impfung verzichten. Foto: Andrè Adomeit

Letzteres trifft sicher auf die Begegnung zwischen der FSV Bad Wünnenberg/Leiberg und der DJK Mastbruch auf dem Kunstrasenplatz in Leiberg zu. „Wir sind das einzige Team, das die Mastbrucher in dieser Saison in einem Pflichtspiel besiegt hat“, erinnert Trainer Ralf Heider an den 2:0-Erfolg seiner FSV in der zweiten Runde des Kreispokals am 20. August. „Wir sind hochmotiviert. Und dass unsere Moral stimmt, haben wir zuletzt beim SC Borchen bewiesen“, sagt Heider. Dessen Mannschaft hatte am vergangenen Sonntag aus einem 0:3-Pausenrückstand noch ein 3:3 gemacht. Dennoch ist der Respekt vor den Mastbruchern groß. „Die DJK ist in dieser Liga eine echte Nummer“, betont Heider und weiß, dass die Gäste sich nur zu gern für das Pokal-Aus revanchieren möchten.

Die Borchener stellen sich beim TuS Sennelager vor. Die Hausherren haben sich mit zwei Siegen in Folge auf einen Nichtabstiegsplatz vorgearbeitet. Dass in beiden Partien der Siegtreffer erst in der Schlussphase gelang, spricht für die Kampfkraft und den unbedingten Willen der Schützlinge von Michael Hartmann. Borchens Coach Max Franz erwartet nach dem dritten Unentschieden in Serie auf der Ernst-Ackermann-Kampfbahn eine Leistungssteigerung. „Es wird höchste Zeit, dass wir mal wieder gewinnen“, stellt der Trainer eine Forderung auf.

Einen Dreier strebt auch Stefan Zeisberg als Coach des TSV Wewer im Heimspiel gegen den SC RW Verne an. „Wir haben Akteure mit Booster-Impfungen, die mit dem Training ausgesetzt haben und müssen schauen, wer am Sonntag auflaufen wird“, sagt Zeisberg und will die respektable Heimserie mit 16 Punkten aus sechs Spielen unbedingt fortsetzen. „Wir sind auf eigenem Platz ungeschlagen und wollen das letzte Heimspiel des Jahres gewinnen“, erklärt der Coach, der das jüngste 0:3 in Mastbruch längst abgehakt hat. Die Verner warten seit dem 17. Oktober und dem 1:0 in Ostenland auf einen Dreier und kassierten in den vergangenen fünf Partien 24 Gegentore.

Sieben Treffer musste auch der BV Bad Lippspringe im letzten Spiel gegen den Delbrücker SC II einstecken. Doch dieses 0:7 auf dem Laumeskamp datiert vom 24. Oktober 2019. Nun sind die Voraussetzungen andere, wenn der BVL im Kurwald die Reservisten erwartet. Die Hausherren haben sich nach einem durchwachsenen Saisonstart längst stabilisiert und verlangten in ihrem letzten Heimspiel beim knappen 0:1 auch der DJK Mastbruch alles ab.

Vier Spiele auf Kunstrasen

Während die genannten vier Partien allesamt auf Kunstrasen ausgetragen werden und auch angesichts der unbeständigen Witterung nicht gefährdet sind, ist der Rasenplatz unter dem Hainberg in Atteln anders zu betrachten. „Wir hoffen, dass wir spielen können”, sagt Matthias Berg als Co-Trainer des USC Altenautal vor dem Match gegen den SC Ostenland. „Im Training fehlen immer wieder erkrankte Spieler. Da geht in diesen Zeiten die Sicherheit vor”, sagt Berg und spricht von einer insgesamt ordentlichen Personallage. So werde es darauf ankommen, gegen das Tabellenschlusslicht konzentriert und wachsam zu bleiben.

Auf dem Rasenplatz in Anreppen soll die Partie zwischen den Platzherren vom SV Grün-Weiß und der TuRa Elsen steigen. Die Bedeutung ist immens. Anreppen hat 13 Punkte und belegt den ersten Abstiegsplatz. Die Gäste haben als Drittletzter einen Zähler weniger. „Der Sieg in Mastholte hat unser Selbstvertrauen gestärkt. Wir haben endlich wieder gezeigt, was wir können”, geht Anreppens Trainer Bernd Schrewe das Duell mit frischem Mut an.

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