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Paderborner bei den Triathlon-Europameisterschaften in Roth

Joachim Magiera besteht die Herausforderung

Roth/Paderborn.

Joachim Magiera (53), Triathlet von Tri-City Paderborn, hat bei der ETU-Triathlon-Europameisterschaft über die Langdistanz im fränkischen Roth den 17. Platz in seiner Altersklasse (50 bis 54) erreicht. In 10:18,44 Stunden verbesserte er seine eigene Zeit in der Triathlon-Hochburg aus dem Jahr 1998 um 1:46 Minute.

Joachim Magiera in Aero-Position auf dem Rad. Foto:

„In diesem Jahr wurde die Radstrecke aufgrund des Hygienekonzeptes des Veranstalters jedoch um 13 auf 167 Kilometer verkürzt – dafür war die Laufstrecke deutlich anspruchsvoller“, relativiert der Marienloher seine Leistungen. Trotz der Punktlandung hatte der DATEV Challenge Roth seine Herausforderungen.

Mit 1:05,31 Stunde für die 3,8 Kilometer Schwimmen im Main-Donau-Kanal startete Magiera gewohnt aussichtsreich. Die erste Schrecksekunde kam dann im ersten Wechselzelt, als er beim Ausziehen des Neoprens seinen Zeitmess-Chip mit abstreifte, den Verlust jedoch nach wenigen Metern bemerkte und ihn auch gleich wieder fand. Nach einer Wechselzeit von 2:34 Minuten lief er bereits mit seinem Rad aus der Wechselzone. Bei Kaiserwetter war die erste Radrunde mit einem Stundenmittel von 33 Kilometern ein Traum. „Auf den letzten 40 Kilometern der zweiten Runde traten dann jedoch Schmerzen im unteren Rücken auf, so dass ich immer wieder die Aero-Position aufgeben und den Pedaldruck reduzieren musste.“ 5:13:00 Stunden bedeuteten bei 1525 Höhenmetern immerhin noch ein Stundenmittel von 31,8 Kilometern – exakt wie vor 23 Jahren.

Die Schmerzen waren verflogen und beim Marathon entlang des Main-Donau-Kanals konnte Magiera zunächst sein angestrebtes Lauftempo aufnehmen. Mit 32 Jahren Wettkampferfahrung war die Verpflegung perfekt. Im zweiten Teil der 42 Laufkilometern forderten Steigungen und Bergabläufe die Muskulatur: „Ich konnte einen Krampf gerade noch vermeiden und erst auf den letzten 5 Kilometern hatte ich die Zielzeit wieder im Auge.“ In 3:54,46 Stunden bewältigte der dreifache Familienvater zufrieden seine zehnte Langdistanz.

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