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Preußen Espelkamp bezwingt RW Maaslingen 7:2, Dielingen und Tengern trennen sich 2:2

Kantersieg beim Shabani-Einstand

Espelkamp/Dielingen

Fußball-Westfalenligist FC Preußen Espelkamp kommt in der Saisonvorbereitung langsam ins Rollen. Im Test gegen RW Maaslingen feierte die Daseking-Elf einen 7:2-Sieg. Klassenrivale TuS Tengern kam in Dielingen nur zu einem 2:2.

Von Alexander Grohmann

Hacke, Spitze, eins, zwei drei: Albani Shabani gelang beim ersten Einsatz für die Preußen vieles. Der Sturm-Neuzugang steuerte zum 7:2 gegen Maaslingen einen Treffer und zwei Vorlagen bei. Foto: Pollex

Besser hätte der Einstand nicht laufen können: In seinem ersten Spiel für Preußen Espelkamp steuert Alban Shabani beim 7:2 (4:1)-Erfolg über RW Maaslingen gleich drei Scorerpunkte bei. Drei angeschlagene Akteure nimmt der TuS Tengern vom Test beim TuS Dielingen (2:2) mit. Die größten Sorgen bereitet ausgerechnet Doppel-Torschütze Pawel Zieba.

Preußen Espelkamp - RW Maaslingen 7:2 (4:1). Einen torreichen Test bekamen die Zuschauer im Sportpark geboten. „Es war auch ein zweistelliger Sieg für uns möglich. Auf beiden Seiten gab es noch ungenutzte Chancen“, sagte Tim Daseking. Abheben lässt das Ergebnis den Coach und Sportlichen Leiter der Preußen aber sicher nicht. „Es war ein Vorbereitungsspiel und Maaslingen hat trotz Rückstands immer weiter nach vorne gespielt“, ergaben sich für den Westfalenligisten dadurch natürlich Räume. Diese wussten die gut aufgelegten Preußen zu nutzen.

Dennis Schmidt pflügt durchs Mittelfeld. Im Test gegen RW Maaslingen zeigten die Preußen eine starke Leistung und gewannen mit 7:2. Foto: Pollex

Seinen Einstand gab bei den Hausherren der gerade erst verpflichtete Alban Shabani (wir berichteten). Der Neuzugang vom SC Peckeloh fügte sich prima ins Preußen-Spiel ein und traf nicht nur per Kopf zum 4:1 (45.), sondern bereitete auch das 3:1 durch Markus Esko (38.) sowie das 5:2 durch Stefan Langemann (58.) vor. Shabani hatte zunächst im 4-3-3-System als zentraler Angreifer fungiert, nach der Pause bildete er mit dem eingewechselten Langemann eine Doppelspitze.

Semir Ucar hatte den Gastgeber per Doppelpack in Führung gebracht (2., 26.), nach dem Anschlusstreffer durch Maaslingens Bastian Schreiber (28.) schlug der agile Esko mit dem 3:1 zu. Langemann mit seinem zweiten Treffer (80.) und Justin Manske (89.) schraubten den Espelkamper Sieg gegen den langjährigen Rivalen nach oben. RWM sorgte allerdings für das Schmankerl des Tages: In der 50. Minute sah Philipp Rusteberg, dass Till Wriedt zu weit vor seinem Kasten stand und traf mit einem fulminanten Kunstschuss von der Mittellinie über den Preußen-Schlussmann hinweg zum 4:2 in die Maschen (50.). „Solch ein Tor sieht man nicht alle Tage“, lobte Daseking.

Espelkamps Coach probierte am Sonntag einiges aus und konnte diesmal auf 15 Feldspieler zurückgreifen. „Langsam lichten sich die Reihen“, blickt Daseking mittlerweile wieder zuversichtlicher in Richtung Saisonstart.

TuS Dielingen - TuS Tengern 2:2 (0:2). Erst konnte Pawel Zieba nicht mehr, dann humpelte Lino Salle vom Feld und schließlich lag auch noch Jan Stühmeier am Boden: Tengerns Betreuer Yannic Rullmann war am Sonntag schwer gefordert. Wie gut, dass der TuS-Physio seine Behandlungsliege praktischerweise direkt neben dem Spielfeldrand aufgebaut hatte...

Während Stühmeier nach einem Schlag auf den Fuß aber zu Ende spielen konnte und auch der an der Ferse verletzte Salle später Entwarnung gab, bereitete vor allem der Zustand von Pawel Zieba größere Sorgen. „‚Pascha hat sich an der Leiste verletzt“, berichtete Tengerns Co-Trainer Bastian Bartelheimer, der für den ausschließlich als „Beobachter“ am Platz weilenden Stefan Studtrucker das Coaching übernommen hatte.

Vorne wird noch gespielt, hinten schon behandelt: Für Tengerns Lino Salle ist das Testspiel am Sonntag in Dielingen gelaufen. Der Offensivakteur begibt sich auf die Liege, die TuS-Physio Yanic Wellpott am Spielfeldrand aufgebaut hat. Foto: Alexander Grohmann

Bartelheimer gefiel vor allem die erste Halbzeit: „Da haben wir gut gepresst und die richtigen Entscheidungen getroffen.“ Zur Pause lag der Westfalenligist durch zwei Treffer des starken Zieba in Front (7., 30.). Dielingen war aber auch schon in dieser Phase ein ernstzunehmender Gegner. „Sie haben es gut gemacht. Mit Loginov und Akbas haben sie gerade im zentralen Mittelfeld ja auch keine schlechten Leute“, so Bartelheimer. Mit zwei individuellen Fehlern lud Tengern den Gastgeber nach der Pause zum Ausgleich ein. Die Nutznießer waren Dominik Hoolt (1:2, 49.) und Giovanni Ronzetti (2:2, 55.).

Erst in der Schlussphase fand Tengern den Faden wieder und drängte auf den Siegtreffer: Alex Knicker mit einem Pfostentreffer aus 30 Metern (77.) und einem Kopfball, der aus fünf Metern links am Tor vorbei ging (84.), sowie Joscha Kachel (87.) ließen gute Chancen aus.

Daumen hoch: Tengerns Schlussmann Alex Fischer verbreitet auf der Ersatzbank gute Laune – auch zur Freude der Teamkollegen. Foto: Alexander Grohmann

„Ich denke, es war kein unverdientes Unentschieden. Spielerisch und auch was die Zweikampfhärte anging, habe ich keinen Klassenunterschied erkennen können“, sagte Dielingens Trainer Carsten Schubert zufrieden. „In der ersten Halbzeit hat uns etwas die Zielstrebigkeit gefehlt, da hätten wir die Abschlüsse mehr suchen müssen“, so Schubert, der ansonsten ein positives Fazit ziehen konnte. „Wir haben ja noch drei Wochen bis zum Saisonstart, aber das war heute schon eine erste Elf, die dann beginnen könnte.“

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