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Der TuS N-Lübbecke muss sein Trainingslager verlegen

Keine Halle in Halle

Lübbecke

Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke hat seine Vorbereitung kurzfristig leicht abwandeln müssen. Das in Halle/Westfalen geplante Trainingslager scheiterte an ungeahnten Schwierigkeiten. Mit der Alternative ist Rolf Hermann aber auch happy.

Von Alexander Grohmann

Mitte Juni besuchten TuS-Geschäftsführer Torsten Appel (links) und der Sportliche Leiter Rolf Hermann die Noventi Open. Vom geplanten Trainingslager in Halle/Westfalen musste der Bundesligist nun aber Abstand nehmen. Dabei hatte der TuS mit dem Sportpark Hotel für die erste Woche im August bereits die passende Bleibe gefunden. Foto: Thomas F. Starke

Mit einem internen „Media Day“ und einer ersten lockeren Trainingseinheit starten die Handballer des TuS N-Lübbecke am heutigen Freitag (23. Juli) in die Vorbereitung. Bis zum Saisonstart (8./9. September) warten auf den Bundesliga-Aufsteiger sechs bis sieben knackige Trainingswochen.

Inklusive der beiden Auftritte beim Spielothek-Cup (20./21. August) sind bisher sechs Testspiele geplant. Alle Gegner und Termine werden vom TuS noch bekanntgegeben. Richtig intensiv wird es Anfang August im sechstägigen Trainingslager (2. bis 6. August), das mit einem Testspiel endet und das die Mannschaft – anders als ursprünglich angedacht – nun doch in Lübbecke absolviert.

Eigentlich sollte es für den TuS in diesem Jahr nach Halle/Westfalen gehen. Im Sportpark Hotel am Gerry-Weber-Stadion wäre die Bundesligamannschaft untergebracht worden – auch weil der TuS über Hauptsponsor Wortmann über einen guten Draht ins ostwestfälische Tennis-Mekka verfügt.

Rolf Hermann, Sportlicher Leiter

Doch die Auswärtstour scheiterte an ungeahnten Schwierigkeiten. „Weder die Stadt Halle noch der Kreis Gütersloh waren bereit, uns Hallenzeiten zur Verfügung zu stellen. Wenn ich keine Trainingshalle bekomme, muss ich aber auch nicht ins Trainingslager fahren. Also haben wir uns entschieden, in Lübbecke zu bleiben“, sagt der Sportliche Leiter des TuS N-L, Rolf Hermann.

Dass es so kompliziert wurde, hat Hermann überrascht. Zumal es sich um eine Woche mitten in den Sommerferien dreht, in denen die Schulen die Sporthallen nicht benötigen. In den Gesprächen sei auf Umbaumaßnahmen, Ferienspiele und die Hallenzeiten der örtlichen Vereine verwiesen worden. „Uns wurde empfohlen, selbst zu allen Vereinen Kontakt aufzunehmen“, sagt Hermann, der die Idee eines Trainingslagers in Halle daraufhin verwarf. „Dabei wären die Bedingungen im Sportpark Hotel ideal gewesen“, sagt er.

Havard Asheim konnte den heutigen ersten Trainingstag kaum erwarten. Der neue Keeper freut sich als großer Padel-Fan auch auf die Spaß-Einheit am Samstagvormittag auf der Anlage des TV Espelkamp-Mittwald. Foto: TuS N-Lübbecke

Stattdessen schlagen die heimischen Handballer ihr Quartier nun am Wiehen auf. „Hier haben wir ja auch alles, was wir benötigen“, sagt Hermann, der im Nachhinein die Vorteile sieht: „Als Spieler ist es ganz schön, bei der hohen Trainingsbelastung im eigenen Bett schlafen zu können“, sagt der Sportliche Leiter.

Neuer Torhüter freut sich auf Padel-Spaß am Samstag

Das Gute: Der Kader wird sich in diesem Sommer anders als in den Vorjahren nicht gewaltig verändern. Mit Tom Wolf, Mittelmann von der HSG Konstanz, sowie dem norwegischen Torhüter Havard Asheim (IFK Skövde) geben heute lediglich zwei Neuzugänge ihren Einstand. Zum Vergleich: Im Vorjahr musste Trainer Emir Kurtagic gleich neun „Neue“ integrieren.

Auf die erste Bundesliga-Saison nach dem Aufstieg kann der Coach eine gewachsene Einheit vorbereiten. Eine Teambuilding-Maßnahme ist aber bereits für diesen Samstag vorgesehen: Vor dem Heimspiel der Herren 30 in der Tennis-Bundesliga (13 Uhr) erhalten die TuS-Profis auf der Tennisanlage des TV Espelkamp-Mittwald ab zehn Uhr zwei Einführungsstunden in den Padel-Sport. „Havard Asheim ist schon Feuer und Flamme. Er ist Padel-Fan“, verrät Hermann vor der Schläger-Session.

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