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Tischtennis: Bad Driburger Bundesligaspielerin löst das direkte DM-Ticket

Bollmeier souveräne Meisterin

Bad Driburg (WB). Nadine Bollmeier hat ihre Favoritenrolle ausgespielt und sich den Westdeutschen Meistertitel im Damen-Einzel überlegen gesichert. Damit ist die Bad Driburger Bundesligaspielerin direkt für die Deutschen Meisterschaften in Chemnitz qualifiziert. Ihre Teamkolleginnen Yuki Tsutsui und Sophia Klee müssen dagegen auf eine nachträgliche DM-Nominierung hoffen.

Sylvia Rasche

Nadine Bollmeier ist Westdeutsche Meisterin im Einzel und für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Foto: Sylvia Rasche

In Waltrop war Nadine Bollmeier vor Yuki Tsutsui an Position eins gesetzt. Nach fast dreimonatiger Verletzungspause entschied sich die Driburgerin erst kurzfristig zur Teilnahme, verzichtete aber auf einen Start im Doppel. „Ich habe in der Woche noch mal gut trainiert und wollte in Waltrop Spielpraxis sammeln. Das hat gut geklappt. Das Doppel wäre aber für den Anfang zu viel gewesen“, berichtet die 38-Jährige, die zuletzt 2015 und 2016 Westdeutsche Einzel-Meisterin geworden war.

Die aktuellen Titelkämpfe waren noch einmal aufgewertet, da die Deutschen Meisterschaften nur noch in einem 32-er Feld gespielt werden und die Plätze damit rarer sind als zuletzt. Der Westdeutsche Verband bekommt nur zwei sichere Startplätze und vergibt diese an die Finalisten von Waltrop.

„Ich bin gut ins Turnier gekommen und war eigentlich in keinem Spiel gefährdet“, analysiert Bollmeier, die in Waltrop dem Ansturm der jungen Wilden routiniert abgewehrt hat. So musste sie sich auf dem Weg ins Endspiel sowohl gegen Hannah Schönau, Tochter der ehemaligen Höxteranerin Angela Schönau (geborene Kuhweide) als auch gegen Leonie Berger (beide 16 Jahre jung) behaupten. Im Finale setzte sich Bollmeier dann gegen Titelverteidigerin Anne Sewöster durch. Die Ex- Zweitligaspielerin ist in der Herren-Verbandsliga für den TuS Bardüttingdorf im oberen Paarkreuz aktiv.

Yuki Tsutsui musste sich im Halbfinale gegen Sewöster geschlagen geben und wurde damit Dritte. Im Doppel holte sie sich Silber an der Seite der Uerdingerin Verena Duhr. Den Titel sicherten sich Hannah und Charlotte Schönau in fünf engen Sätzen.

In Stadtallendorf stellte sich Sophia Klee der Konkurrenz bei den Hessischen Meisterschaften. Die Bad Driburgerin ist im Einzelspielbetrieb immer noch für ihren Heimatverein SC Niestetal gemeldet und muss daher die Landesmeisterschaften in Hessen spielen. An Position eins gesetzt, fand sie allerdings nie zu ihrer Normalform. „Sophia hat einen schlechten Tag erwischt. Es fehlte die Energie für so ein Turnier“, berichtet Vater Jürgen Klee. Im Auftaktmatch wies sie Deutschlands Ausnahmetalent Josephina Neumann, die mit neun Jahren (!) schon in der Damen-Regionalliga aktiv ist, deutlich in die Schranken. Im zweiten Match gegen Bundesligaspielerin Anne Bundesmann aus Langstadt lag Klee schon 0:3 nach Sätzen und 1:4 im vierten Durchgang zurück, bevor sie noch mal alle Kräfte mobilisierte und mit 4:3 ins Halbfinale einzog. Hier war gegen Langstadts Alena Lemmer aber Endstation. Hessenmeisterin wurde die ehemalige Driburgerin Katharina Michajlova, die aktuell für den TTC Staffel in der 3. Liga aufschlägt. Im Doppel wurde Sophia Klee mit Sara Rau (Niestetal) Dritte, im Mixed mit Edin Donlagic (Obertshausen) Zweite.

Sowohl Klee als auch Yuki Tsutsui haben als Dritte im Einzel noch Nachrückerchancen für die Deutschen Meisterschaften. Einige wenige Plätze werden nach Ranglistenpunkten vergeben. Beide Jugend-Europameisterinnen waren im Vorjahr bei der DM im Einzel-Viertelfinale vertreten.

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