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Tischtennis: Kevin Kösling über die Jugendarbeit im TuS Bad Driburg

„Ehrenamt ist unverzichtbar“

Bad Driburg.

Er ist Mannschaftsführer der ersten Herren-, Jungen- und Mädchenmannschaft, Trainer sowie Presse- und Jugendwart des TuS Bad Driburg. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter Jens Zirklewski spricht Kevin Kösling über Jugendarbeit und den Wert des Ehrenamts.

Jens Zirklewski

Kevin Kösling engagiert sich beim TuS Bad Driburg im Vorstand und in der Jugendarbeit. Foto: Sylvia Rasche

Herr Kösling, die Tischtennissaison wurde unterbrochen und wird als Einzelrunde fortgesetzt. Halten Sie die Entscheidung für richtig?

Kevin Kösling: Ja, da die Zahlen zur Zeit auch bei uns im ländlichen Raum sehr hoch sind. Wir hoffen alle, dass die Saison wie geplant im neuen Jahr als Einzelrunde fortgesetzt werden kann.

Ihre Mädchenmannschaft ist mit einem Sieg und zwei Niederlagen gestartet. Was geben Sie als Ziel aus?

Kösling: Die Mädchen spielen in der höchsten Liga NRWs. Wir haben insgesamt sechs Mädchen im Team, die zuletzt nur gegen Jungen gespielt haben, da in OWL die Breite an guten Mädchen sehr gering ist. Wenn wir im Mittelfeld laden, sind wir zufrieden.

Die erste Jungenmannschaft hat erst ein Spiel absolviert und dieses gewonnen. Welches Ziel gibt es hier?

Kösling: Das Team besteht aus sechs guten Spielern, die alle zum Einsatz kommen sollen. Mit Leon Geminger und Timo Wagner haben wir zwei sehr starke Jungen, die selten auflaufen werden. Beide spielen in Herrenteams auf Verbandsebene, die Spiele finden oft parallel statt. Wir peilen das gesicherte Mittelfeld an.

Wie profitieren die Damen- und Herrenteams von den talentierten Jugendlichen?

Kösling: Bei den Damen in der Verbandsliga spielen Alexandra Eirich (17 Jahre alt) und Saray Rey Mesta (14) schon mit. Zudem steht mit Franka Holzinger (13) ein weiteres Talent in den Startlöchern. Mit Kevin Schäfer und Michel Miller (beide 16), Fabio Zelici (14) und Noah Geminger (13) spielen vier starke talentierte Jungen schon in der 2. Herrenmannschaft. Mit diesen Spielerinnen und Spielern werden wir hoffentlich wieder um Aufstiege spielen können. Wir machen uns da jedoch keinen Druck. Nach der langen Corona-Pause müssen wir hoffen, dass die Kinder wieder zurück zum Tischtennis finden. Nach dem ersten Lockdown sind einige Kinder aus den unteren Teams nicht mehr wiedergekommen.

Neben Ihrer eigenen sportlichen Laufbahn übernehmen Sie ehrenamtliche Aufgaben im Verein. Welche sind das?

Kösling: Ich spiele bei uns in der ersten Herrenmannschaft und bin Mannschaftsführer des Teams. Zudem bin ich als Jugendwart für die Koordination im Jugendbereich zuständig. Insgesamt tummelten sich vor Corona bis zu 30 Kinder mehrmals die Woche in der Halle, um die ich mich gemeinsam mit unserem Trainerteam kümmere. Mit der ersten Jungenmannschaft und der ersten Mädchenmannschaft habe ich zwei zusätzliche Posten als Mannschaftsführer beim TuS Bad Driburg. Zudem kümmere ich mich als Pressewart um unsere Homepage. Bis zum Corona-bedingten Rückzug war ich auch Bundesliga-Coach unserer Damen.

Warum ist es für Sie so wichtig, ehrenamtliche Aufgaben zu übernehmen?

Kösling: Ehrenamtliche Arbeit ist unerlässlich. Ob in einem Sportverein, bei der freiwilligen Feuerwehr oder in anderen Einrichtungen - alle Ehrenamtlichen machen ihre Aufgabe mit Herz und Leidenschaft. Ohne uns Ehrenamtliche würde es vieles im Alltag nicht, beziehungsweise weniger geben.

Gefragt - Gesagt

3:0-Sieg oder 11:9 im Entscheidungssatz? 3:0-Sieg, um die Nerven zu schonen.

Vorhand oder Rückhand? Vorhand, da diese effektiver und stärker ist.

Es ist Sommerpause: Schläger in die Ecke oder trainieren? Ich trainiere, soweit es geht, weiter.

Boll oder Waldner? Beide.

Landesliga-Rückkehr mit der ersten Herrenmannschaft oder Saison ohne Einzelniederlage? Ganz klar der Aufstieg in die Landesliga, da das Team im Vordergrund steht.

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