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Tischtennis Champions League: TuS Bad Driburg empfängt Lille

Einen heißen Tanz bieten

Bad Driburg (WB). Die Champions League macht in der zweiten Saison in Folge Station in Bad Driburg. Der heimische Bundesligist erwartet an diesem Freitag das französische Team aus Lille und will dem Favoriten ab 19 Uhr in der Südstadtsporthalle einen heißen Tanz bieten.

Sylvia Rasche

Nina Mittelham greift an: Die 20-Jährige will den Fans des TuS Bad Driburg an diesem Freitag mit einer Topleistung einen spannenden Abend in der Champions League bescheren. Zu Gast ist das französische Team aus Lille. Foto: Sylvia Rasche

»Wir sind Außenseiter, aber nicht chancenlos. Wir werden alles geben und dann mal sehen, wie der Abend läuft«, sagt Driburgs Manager Franz-Josef Lingens – und erinnert sich gerne an den Krimi bis kurz vor Mitternacht im Vorjahr gegen Linz. Damals lag sein Team schon 0:2 zurück und zwang den osterreichischen Abo-Meister dann noch ins entscheidende fünfte Match.

Lingens hat im Vorfeld des ersten Heimspiels der Saison in der Königsklasse eifrig Werbung gemacht und hofft auf ein volles Haus gegen die Franzosen.

Die Gäste haben vor zwei Jahren den Europapokal (ETTU-Cup) gewonnen und stehen in der Setzliste der Champions League auf Platz sieben. Nominell haben sie fast 1000 Ranglistenpunkte mehr auf ihrem Konto als der TuS Bad Driburg. Allerdings wird die chinesische Spitzenspielerin Xin Yang, die schon lange in Europa spielt und mehrfach mit ihren Teams Landesmeister in Italien und in Frankreich geworden ist, nicht mitspielen. »Yang ist schwanger und daher nicht mit an Bord«, hat sich Franz-Josef Lingens bereits informiert. Aber auch die übrigen Spielerinnen des CP Lyssois Lille Metropole haben es in sich und werden den Driburgerinnen alles abverlangen.

Dabei wird es vermutlich sogar zu einer Neuauflage des EM-Finals von Luxemburg in der Bad Driburger Südstadtturnhalle kommen. Team-Europameisterin Bernadette Szocz (Nummer 55 der Weltrangliste) führt die Mannschaft aus Lille an. Sie hat im EM-Finale gegen Driburgs Nina Mittelham einen wichtigen Punkt für Rumänien eingefahren. »Nina hat das Spiel 1:3 verloren, war aber keineswegs chancenlos. Das wird ein interessantes Match«, freut sich Franz-Josef Lingens. Zudem ist in Lille die Spanierin Maria Xiao unter Vertrag, die vor einem Jahr noch beim damaligen Driburger Champions League-Gegner UCAM Cartagena aktiv war. »Sowohl Nina als auch Sarah DeNutte können beiden Spielerinnen Matches auf Augenhöhe liefern«, sagt Lingens und freut sich auf Tischtennis auf hohem europäischen Niveau in Bad Driburg.

Für seine Nummer drei im Team, Sophia Klee, steht dagegen auch in der Champions League der Lerneffekt im Vordergrund. »Sie nimmt aus jedem Spiel etwas mit«, ist Lingens überzeugt. Vermutlich dürfte sie sich gegen Lille mit der Thailänderin Tamolwan Khetkhuan (Nummer 108 der Weltrangliste) messen. Allerdings darf man in der Champions League unabhängig von der gemeldeten Position im Team frei aufstellen, so dass abzuwarten bleibt, wie die Teams letztlich antreten.

In der französischen Liga läuft es für Lille aktuell noch nicht runde. Beide Auftaktspiele hat der Vizemeister der Saison 2015/2016 verloren. Und auch im ersten Champions League Spiel gegen den Topfavoriten KTS Tarnobrzeg gab es eine 1:3-Niederlage. Den Ehrenpunkt holte Bernadette Szocz ausgerechnet gegen ihre Nationalmannschaftskollegin Elizabeta Samara. »Beide kennen sich sehr gut aus dem gemeinsamen Training. Das kann passieren. Insgesamt ist Lille aber schon schwächer als das polnische Team, so dass wir auch mehr Möglichkeiten bekommen werden als gegen den Topfavoriten«, sagt Franz-Josef Lingens.

So sieht es auch Driburgs Spitzenspielerin Sarah DeNutte, die sich diese Woche mit einer Erkältung herumschlug, bis Freitag aber wieder fit sein will. »Ich denke schon, dass wir eine Chance haben. Dazu müssen wir alle sehr, sehr gut spielen«, sagt die Luxemburgerin. Sie will mit ihren Team nach dem Sieg in der Bundesliga gegen Böblingen in der Champions League am liebsten für eine Überraschung sorgen.

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