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Badminton: Bad Driburgerin Stefanie Menne und Steinheimer Theo Steinwart schlagen für den BC Phönix Hövelhof erfolgreich auf

Heimisches Duo punktet in der Senne

Steinheim/Bad Driburg (WB). Dienstags und donnerstags haben die Bad Driburgerin Stefanie Menne und der Steinheimer Theo Steinwart derzeit Training. Ohne Badminton-Schläger, ohne Ball und nicht in der Halle, dafür mit ihren Vereinskollegen vom BC Phönix Hövelhof via Skype vor dem Computer im heimischen Wohnzimmer.

Sylvia Rasche

Der Steinheimer Theo Steinwart (links) und die Bad Driburgerin Stefanie Menne (Zweite von rechts) sind erfolgreich beim BC Phönix Hövelhof aktiv und werden auch in der kommenden Saison in der Sennegemeinde aufschlagen. Foto: privat

Trainer spielt den „Vorturner“

„Unser Trainer Martin Brameyer ist der Vorturner. Es geht vor allem um Mobilisation und Kraft“, berichtet Stefanie Menne. Die Bad Driburgerin spielt in der zweiten Saison in Folge und insgesamt im sechsten Jahr für den BC Phönix. Sie hat mit ihrem Team, der vierten Mannschaft des Regionalliga-Clubs, den Klassenerhalt in der Landesliga gefeiert. „Wir sind als Aufsteiger mit dem Ziel angetreten, die Klasse zu halten, hatten einen überraschend guten Start und damit gleich ein schönes Polster auf die Abstiegsränge“, skizziert die 44-Jährige den Saisonverlauf.

Dabei wurde die Spielzeit zwei Spieltage vor dem Ende wegen des Coronavirus abgebrochen. „Für die Partien, die noch ausstanden, sind die Hinspielergebnisse noch einmal gewertet worden“, erklärt Menne. Für ihr Team hatte das weder Vor- noch Nachteile. „Einige Härtefälle kann aber bei keiner Regelung ausschließen“, so die Driburgerin, die auch in der kommenden Saison für den BC Phönix Hövelhof aufschlagen wird.

Menne hilft in der Regionalliga aus

In der aktuellen Spielzeit ging sie dabei nicht nur für ihre eigene Mannschaft auf Punktejagd, sondern hat auch in den Verbandsliga- und Regionalligateams des Vereins ausgeholfen. „Vor allem in der Regionalliga war es ein tolles Erlebnis. Ich durfte zusammen mit Doreen Kortmann im Derby gegen Ostenland im Damen-Doppel antreten. Wir haben zwar verloren, aber gut mitgehalten“, berichtet Menne von einer Partie, die vor voll besetzter Tribüne mit zu den Highlight ihrer Badminton-Laufbahn zählt. Dabei war sie schon bei der Altersklassen-Weltmeisterschaft in Schweden am Start und belegte dort 2015 den starken neunten Platz im Doppel.

Westdeutsche Meisterschaften abgesagt

Einer der Saisonhöhepunkte, auf den sich Stefanie Menne immer besonders freut, ist dagegen ausgefallen. Bei den Westdeutschen Altersklassenmeisterschaften wäre sie in der O40-Kategorie als dreifache Titelverteidigerin ins Rennen gegangen. „Einen der Titel hätte ich schon gerne verteidigt“, meint Menne. Die Europameisterschaften sollen im Herbst im kroatischen Zadar stattfinden. Dafür hätte sie sich gerne qualifiziert. „Da nicht nur die Westdeutschen-, sondern auch die Deutschen Meisterschaften ausfallen, ist nicht klar, wie man sich qualifizieren kann“, bedauert die Driburgerin.

Steinwart bei Ranglisten in Topform

Von Absagen im Individualspielbetrieb war auch ihr Vereinskollege Theo Steinwart aus Steinheim betroffen. Der 16-Jährige hätte Mitte März in Gelsenkirchen ein U19-NRW-Ranglistenturnier bestritten, nachdem er zuvor zwei Bezirksranglistenturniere in Serie für sich entschieden und sich in Topform befunden hatte.

Starker Einstand im neuen Verein

Auch die erste Saison im Seniorenbereich in Hövelhof lief für den Steinheimer erfolgreich. Mit der fünften Hövelhofer Mannschaft hat er es in der Bezirksliga auf den zweiten Platz geschafft. Der Sprung in die Landesliga soll im Nachrückverfahren noch gelingen. „Ich hatte gehofft, dass wir im oberen Drittel mitspielen würden. Dass es auf Anhieb Platz zwei geworden ist, war natürlich noch besser“, freut sich Steinwart, der im Einzel eine starke 8:2-Bilanz zur Vizemeisterschaft beigesteuert hat und auch bei seinen Reserveeinsätzen in der Landesliga im Einzel als Sieger vom Platz ging.

„Ich fühle mich in Hövelhof sehr wohl“, betont der Gymnasiast, der im Vorjahr zwei zweite Plätze bei den beiden Doppel-NRW-Ranglisten U17 erreicht hatte und im Einzel einmal Vierter des NRW-Rankings geworden war.

Trainingsfleiß für ein großes Ziel

Zweimal in der Woche fährt er normalerweise zum Training nach Hövelhof, dazu kommen zwei Einheiten bei seinem Heimatverein BC 64 Steinheim und mindestens noch eine Ausdauer-Einheit in Eigenregie. Harte Arbeit für das große Ziel: „Ich würde gerne mindestens einmal bei Deutschen Meisterschaften oder der Deutschen Rangliste spielen“, hat er sich fest vorgenommen. Für die kommende Saison hat er seine feste Zusage beim BC Phönix Hövelhof bereits gegeben und will dann in der Landesliga an die starken Leistungen der Premierenspielzeit anknüpfen.

Der Federball im Kaffeepott

So lange das Coronavirus auch den Sport fest im Griff hat, trifft er seine Vereinskollegen allerdings nur virtuell. Wenn das eigentliche Skype-Training des BC Phönix beendet ist, gibt es meistens noch einen kleinen Nachschlag. Dann messen sich die Teilnehmer in der so genannten Coffeecup-Challenge und versuchen, einen Federball zielgenau in einer Kaffeetasse landen zu lassen. So ganz ohne Schläger und Ball geht es eben doch nicht.

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