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Meine Corona-Pause: Badmintonspieler Magnus Wiechers über den starken Start seines Teams und ein neues Hobby

„Im Vorstand aktiv mitgestalten“

Bad Driburg

Das Netz ist viel zu hoch, der Schläger zu lang. Und trotzdem hat Magnus Wiechers, als er seinen Vater Johannes erstmals zum Badminton in die Halle begleitet, sofort Spaß am schnellen Sport mit dem leichten Federball. Damals ist er sechs Jahre alt und heute – 25 Jahre später – immer noch mit Spaß, Engagement und Erfolg bei der Sache.

Sylvia Rasche

Magnus Wiechers und seine Freundin Sarah Döring haben in der Corona-Pause das Wandern als gemeinsames Hobby für sich entdeckt. Das Foto zeigt das Paar im Zillertal in der Nähe der Olpererhütte, Aber auch in Bad Driburg und Umgebung wandern beide neuerdings regelmäßig. Foto: privat

„Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder so früh mit dem Badminton beginnen. Es gibt extra kindgerechte Spielformen und auch Schläger mit kurzem Schaft“, berichtet Magnus Wiechers, der inzwischen selbst als Jugendobmann in der Badminton-Abteilung des TuS Bad Driburg in der Verantwortung steht. „Wir teilen uns das Jugendtraining mit mehreren Übungsleitern auf. Von unseren gut 100 Mitgliedern sind mehr als die Hälfte Kinder und Jugendliche. Die sind unsere Zukunft“, sagt Magnus Wiechers.

Wie gut die Integration der eigene Nachwuchskräfte in den Seniorenbereich funktioniert, zeigt die aktuelle erste Mannschaft. Dort spielen mit Anika Pfennings, Daniel Stude und Rene Schoch gleich drei Akteure, die Magnus Wiechers in der Jugendabteilung trainiert hat. „Wir sind in den vergangenen Jahren immer zwischen Bezirksklasse und Bezirksliga gependelt. Aktuell sind wir wieder in der Bezirksliga angekommen und wirklich gut gestartet“, erzählt Wiechers. Zum Lockdown steht der Aufsteiger auf dem vierten Tabellenplatz. „Wir haben ein paar Punkte geholt, die wir nicht auf der Rechnung hatten“, freut sich der 31-Jährige. Seit dieser Saison verstärkt seine Freundin Sarah Döring, die zuvor in ihrem Heimatverein Ostenland spielte, die erste Mannschaft.

Vor dem ersten Lockdown im März hatte sich der TuS Bad Driburg übrigens gerade noch den Meistertitel gesichert. „Wir konnten nicht mehr von Platz eins verdrängt werden, hatten aber noch ein paar Spiele und dabei auch noch eine kleine Rechnung offen. Wir hätten uns gerne für das einzige Unentschieden der Hinrunde noch revanchiert. Daraus wurde aber nichts mehr“, berichtet der Wirtschaftsingenieur, der mit dem Team, zu dem auch sein Bruder Jan Wiechers gehört, ungeschlagen in die Bezirksliga marschierte. „Jetzt hoffen wir, dass wir im neuen Jahr weiter spielen können.“

Weiter spielen und vor allem auch weiter trainieren, um die vielen Kinder- und Jugendlichen im Verein zu halten und voran zu bringen.

Mit 17 Jahren wurde Magnus Wiechers erstmals in den Abteilungsvorstand gewählt. Als Jugendobmann übernahm er später ein Amt, das vor ihm schon sein Vater jahrelang ausgeübt hatte. Inzwischen engagiert er sich seit sieben Jahren zudem im Vorstand des Gesamtvereins und ist dort als Geschäftsführer tätig. „Ich habe ja auch von der ehrenamtlichen Arbeit anderer profitiert. Da war es für mich selbstverständlich, Aufgaben zu übernehmen, als ich gefragt worden bin. Außerdem hat man dann ja auch die Möglichkeit, aktiv mitzugestalten“, betont Magnus Wiechers.

Eingespielt: Magnus Wiechers und Sarah Döring spielen im Bezirksliga-Team des TuS Bad Driburg gemeinsam das Mixed. Foto: Sylvia Rasche

Selbstverständlich war es für ihn auch, einen Trainerlehrgang zu besuchen. Im Badminton-Leistungszentrum in Mülheim legte er nach der Ausbildung die Prüfung zum C-Trainer ab. „Da habe ich viel über Taktik und Trainingsplanung gelernt“, sagt der Doppel- und Mixed-Spezialist, der versucht, möglichst viel davon auch in seiner Arbeit beim TuS Bad Driburg umzusetzen.

Kurz gefragt

Lauf- oder Krafttraining: Eine Mischung aus beidem. Lauftraining für die Grundlagenausdauer und Stabiübungen, um die Belastungen auszugleichen. Badminton ist ja nicht gerade eine gelenkschonende Sportart.

Bringdienst oder selber kochen: Unter der Woche der Bringdienst. Am Wochenende kochen wir auch gerne selber. Wir achten dabei auf gesunde Ernährung. Einen Auflauf gibt es aber auch mal.

Podcast oder Buch: Ganz klar der Podcast. Ich arbeite in Beverungen und höre auf dem Weg zur Arbeit gerne Podcasts. Quer Beet, oft aber auch Wirtschaftsthemen

Playstation oder Netflix: Eine Serie oder einen guten Film gucke ich gerne bei Netflix.

Spotify oder Radio: Morgens am liebsten Radio, dann aber auch gerne Spotify. Ich höre gerne elektrolastige Musik, aber auch die Charts.

Lieblingsinternetseite: Ich suche gerne themenspezifisch. Das ist mal die Seite des Badminton Landesverbandes oder unser Ergebnisdienst ein, aber auch mal News auf NTV.

Sportlerbiografie: Da habe ich noch keine gelesen. Ich gucke aber gerne Tennis im Fernsehen. Weil man da in den langen Spielen, die ja oft mehrere Stunden dauert, viel über mentale Fitness im Individualsport lernen kann.

Corona-Rituale: Wir haben das Wadern für uns entdeckt. Spazieren gegangen sind wir immer schon gerne, aber jetzt werden die Strecken länger. Wir waren im Sommer elf Tage im Zillertal zum Wandern und sind auch hier in der Region öfter unterwegs.

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