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Tischtennis: Driburger Duo für WM in Düsseldorf nominiert

Keine Angst vor Favoriten

Bad Driburg (WB). Wenn die weltbesten Tischtennis-Asse vom 29. Mai an in Düsseldorf aufschlagen, sind auch zwei Driburger Bundesligaspielerinnen mit von der Partie. Nina Mittelham (Deutschland) und Sarah DeNutte (Luxemburg) sind für die Weltmeisterschaft nominiert.

Sylvia Rasche

Das Spitzenpaarkreuz des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg ist für die Weltmeisterschaft nominiert: Nina Mittelham (links) schlägt für Deutschland auf, Teamkollegin Sarah DeNutte für Luxemburg. Foto: Sylvia Rasche

Vor allem für Nina Mittelham sind die Titelkämpfe ein echtes Heimspiel. Sie hat in Düsseldorf im Internat gelebt, dort ihr Abitur gemacht und trainiert nach wie vor in der Landeshauptstadt. Ihre Familie wohnt in Willich praktisch direkt vor den Toren Düsseldorfs und hat sich rechtzeitig mit Karten eingedeckt, um die mehrfache Jugend-Europameisterin auf der Tribüne zu unterstützen. »Die Atmosphäre wird sicher sehr besonders sein«, sagt Nina Mittelham, die zudem auf einem überlebensgroßen Plakat am Infostand des Westdeutschen Tischtennisverbandes in der Messehalle vertreten sein wird.

Mittelham möchte Spaß haben

Nach ihrer Verletzungspause ist sie »einfach froh, endlich wieder am Tisch zu stehen.« Im Einzel zählt die Driburgerin zu den 32 so genannten »Direct Entries«. Diese müssen zwar keine Quali spielen, bekommen aber in der ersten Hauptrunde eine gesetzte Spielerin zugelost und stehen damit gleich vor einer hohen Hürde. Im Doppel spielt Mittelham an der Seite der Deutschen Meisterin Kristin Silbereisen. »Ich fühle mich fit, bin aber spielerisch noch nicht wieder bei 100 Prozent. Daher mache ich mir auch keinen Druck. Ich möchte in Düsseldorf Spaß haben und schaue von Runde zu Runde«, blickt Nina Mittelham voraus. Sie schlägt mit 19 Jahren bereits zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft für die deutsche Nationalmannschaft auf. Nach China 2015 und Malaysia 2016 nun erstmals in Europa.

DeNutte schon im Hauptfeld

Für ihre Vereinskollegin Sarah DeNutte ist Düsseldorf immerhin noch ein halbes Heimspiel. »Ich finde die WM in Deutschland cool, weil so auch Leute aus meinem Verein zuschauen und es für meine Mutter und meine Tante, die auf der Tribüne sitzen werden, keine lange Reise ist«, sagt die mehrfache Luxemburger Meisterin. Sie hat eine enorm starke Bundesliga-Saison gespielt und zieht daraus eine Menge Selbstvertrauen für das Ereignis des Jahres. »Ich hoffe, dass ich diese Leistung auch bei der WM bringen kann«, blickt DeNutte voraus. Die 24-Jährige steht im Einzel bereits direkt in der Hauptrunde der besten 64 und spart sich daher die Qualifikation. »In jedem Fall möchte ich in der KO-Runde für die eine oder andere Überraschung sorgen, indem ich mindestens gegen eine besser platzierte Spielerin gewinne«, hat DeNutte keine Angst vor Favoriten.

Im Doppel geht sie zusammen mit ihrer Landsfrau Ni Xia Lian an den Start. »Wir sind ein ganz gutes Doppel und können für fast alle gefährlich werden. Es hängt aber viel von der Auslosung ab«, sagt die Luxemburgerin, für die in diesem Herbst die Europameisterschaften ebenfalls etwas ganz besonderes sind. Die finden nämlich in ihrer Heimat statt. »Ich habe noch nie so ein großes Turnier in Luxemburg gespielt. Darauf freue ich mich bereits. Wir wollen mit dem Team vor eigenem Publikum eine gute Leistung bringen.«

Doch erst einmal geht es nach Düsseldorf. Und dort stehen die beiden Driburgerinnen Sarah DeNutte und Nina Mittelham im Kreis der weltbesten Tischtennisspieler vor einer großen Herausforderung.

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