1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Lokalsport
  4. >
  5. Bad-driburg
  6. >
  7. »Schwere Aufgaben«

  8. >

Tischtennis-Bundesliga: Driburger Doppelschicht weist die Richtung

»Schwere Aufgaben«

Bad Driburg (WB). Das wird eine richtungsweisende Doppelschicht für den Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg. Der Tabellenzweite bekommt es am Samstag mit dem TSV Langstadt und am Sonntag in eigener Halle mit dem SV Böblingen zu tun.

Sylvia Rasche

Sarah DeNutte hat mit dem TuS Bad Driburg den Jahreswechsel auf Tabellenplatz zwei verbracht. Jetzt müssen die Badestädterinnen die starken Leistungen in der Doppelschicht gegen Langstadt und Böblingen bestätigen. Foto: Sylvia Rasche

In der Hinrunde haben die Driburgerinnen beide Partien nach hartem Kampf jeweils 6:4 gewonnen. Wollen sie den zweiten Platz halten, sind auch diesmal wieder vier Punkte Pflicht. »Das wird extrem schwer. Selbst mit bester Aufstellung wären die beiden Siege nicht sicher«, sagt TuS-Manager Franz-Josef Lingens und spricht damit ein Problem an, das an diesem Wochenende erneut auf sein Team zukommen könnte. Spitzenspielerin Britt Eerland musste im Final-Four wegen einer wieder aufgebrochenen Fußverletzung passen. »Sie ist zwar optimistisch, dass sie am Wochenende spielen kann. Ganz sicher ist das aber noch nicht«, betont der Manager. Er hat daher vorsorglich schon mal die zweite Niederländerin im TuS-Kader kontaktiert. Im Notfall soll Linda van der Leur-Creemers einspringen. Dann müsste Spielertrainerin Nadine Bollmeier ins obere Paarkreuz aufrücken. »Ich hoffe aber, dass Britt rechtzeitig fit wird«, sagt Lingens. Wie wichtig die neue Spitzenspielerin für das Team ist, hat sie nicht zuletzt in den Matches gegen Spitzenreiter Berlin und Meister Kolbermoor gezeigt, als sie alle vier Einzel im oberen Paarkreuz für sich entschieden hat.

Beste Deutsche spielt in Langstadt

Viel leichter werden die Aufgaben auch an diesem Wochenende nicht. Der TSV Langstadt präsentiert die deutsche Nationalspielerin Petrissa Solja, aktuell die beste Deutsche in der Weltrangliste, auf Position eins. Der Sonntagsgegner SV Böblingen kommt mit der Ex-Europameisterin Hongi Gotsch in die Badestadt. Die gebürtige Chinesin hat in der Hinrunde kein einziges Einzel verloren.

Am Samstag in Langstadt bekommt es der TuS mit dem starken Aufsteiger aus Hessen und seinem begeisterungsfähigem Publikum zu tun. 270 Zuschauer darf das Team im Schnitt begrüßen. »Das wird nicht leicht. In der Rückrunde musste Langstadt zudem die Aufstellung ändern. Dadurch wird das untere Paarkreuz stärker«, berichtet Lingens. Die ehemalige U15-Europameisterin Alena Lemmer rückt für die Polin Monika Pietkiewicz an Position drei. In der Hinrunde gewann Driburg zu Beginn beide Doppel und profitierte in der Endabrechnung schließlich von diesem frühen Vorsprung.

Böblingen hat nur einen Punkt

Ähnlich eng dürfte es am Sonntag in eigener Halle gegen Böblingen werden. Zwar sind die Schwaben mit nur einem Punkt Tabellenletzter, hatten in der Hinrunde allerdings großes Verletzungspech. Den einzigen Zähler gab es zudem ausgerechnet gegen Spitzenreiter Berlin. »Das sagt schon viel über die eigentliche Stärke der Böblinger aus. In kompletter Aufstellung ist der Gast für mich eine Spitzenmannschaft«, betont Franz-Josef Lingens. Spannende Spiele seien in der Grundschulhalle am Sonntag garantiert, so der Manager.

Hinter Spitzenspielerin Gotsch bietet der SV Böblingen Yang-Xu Yanhua, Rosi Stähr, Theresa Kraft und Julia Kaim auf. »Vor allem wenn Yanhua fit ist und oben aufschlägt, wird es für uns sehr schwer, weil die Gäste dann automatisch im unteren Paarkreuz deutlich stärker werden«, berichtet Lingens.

Platz zwei führt direkt ins Halbfinale

Sollte es mit der Optimalausbeute von zwei Siegen wie in den Hinspielen nicht klappen, könnten sich die Driburger auch mit »zwei bis drei Punkten« anfreunden. »Wichtig ist, dass wir mindestens auf Platz drei oder vier ins Ziel kommen«, blickt Lingens voraus. Platz zwei würde zwar die direkte Qualifikation für das Halbfinale der Play-offs bedeuten, doch auch die beiden folgenden Ränge sind noch attraktiv. »Dann hätten wir im Viertelfinale zuerst ein Heimspiel und auch im möglichen dritten Spiel wieder Heimrecht«, berichtet Lingens.

Doch erst einmal steht die schwere Doppelschicht an diesem Wochenende auf dem Programm. Und da kann Driburg einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung gehen.

Zuschauer-Info: Die Samstagspartie in Langstadt wird ab 15 Uhr im Liveticker auf www.tischtennis.de übertragen. Das Heimspiel am Sonntag gegen Böblingen beginnt um 14 Uhr in der Sporthalle der Grundschule, Jahnstraße.

Startseite