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Sieben-Kontinente-Sportserie: Heike und Fernando Soares aus Reelsen sind seit der ersten Etappe mit dabei

Seite an Seite auf Kilometerjagd

Reelsen (WB). In den Sommermonaten sind die Wochenenden bei Familie Soares fest verplant. Hochstiftcup, OWL-Serie, der eine oder andere Halbmarathon. Heike und Fernando Soares sind Stammgäste auf den Laufstrecken der Region. Das alles ist in diesem Corona-Jahr ausgefallen. „Gut, dass es den 7CRun gibt“, sagen die beiden Reelser.

Sylvia Rasche

Laufen ist das gemeinsame Hobby von Heike und Fernando Soares. Beim 7CRun ist das Paar von Beginn an mit dabei und hat neben Kilometern auch die Medaillen der Kontinente fleißig gesammelt. Foto: Sylvia Rasche

Sie sind seit der ersten Serienwertung, dem Lauf für Afrika Ende Juni, mit von der Partie. Und zwar gemeinsam. „Wir laufen gerne zusammen, nicht nur im Training, auch bei Veranstaltungen. Sonst würde ich so einen langen Lauf die einen Halbmarathon gar nicht schaffen“, sagt Heike Soares.

Die 53-Jährige hat ihren Mann und Sohn Luca zunächst nur zu den Läufen begleitet, dann aber selbst Feuer gefangen. Und genau so war auch Ehemann Fernando zwei Jahre zuvor zum inzwischen gemeinsamen Familienhobby gekommen. Sohn Luca startete beim Drei-Dörfer-Lauf in Hembsen. „Die Atmosphäre dort hat mir sofort gefallen“, erinnert sich Fernando Soares. Im Jahr drauf war er selbst in Hembsen am Start, später auch Ehefrau Heike.

Virtueller Halbmarathon

„Es ist schon ungewohnt, dass das alles in diesem Jahr nicht stattfindet“, sagt Heike Soares. Sie hätte im Frühjahr ihren zehnten Osterlauf absolviert und hatte den 25. Halbmarathon für 2020 fest im Laufkalender notiert. Stattdessen haben Heike und Fernando Soares an virtuellen Läufen teilgenommen, so am Halbmarathon in Hamburg, in Bonn und in Rostock. „Aber die zählen ja nicht richtig, die waren ja inoffiziell“, nimmt es Heike Soares mit dem 25. Halbmarathon ihres Lebens ganz genau. Fernando Soares kommt auf mehr als 30 Halbmarathonstrecken - ohne die virtuellen Distanzen der Corona-Zeit.

Ein „21-er“ hat die beiden Reelser besonders beeindruckt. 2017 standen sie mit 20.000 weiteren Athleten im New Yorker Central Park am Start. Durch die Straßen der Metropole, unter anderem über den Time Square, ging es dann zum Ziel an der Wall Street. „Das war ein tolles Erlebnis“, schwärmen beide noch gut drei Jahre später.

1267 Kilometer gesammelt

Für den 7CRun haben sie inzwischen zusammen 1267 Kilometer „auf der Uhr“. Die meisten davon als Läufer. In der Südamerika-Serie machte das Paar einen Ausflug aufs Fahrrad. Der Grund: Heike Soares laborierte an einer Fußverletzung. „Wir wollten aber trotzdem Kilometer für die Serie sammeln und sind daher beide aufs Rad umgestiegen“, erzählt die 53-Jährige. In der Südamerika-Serie lief Fernando Soares zudem noch 25 Kilometer – die einzige Strecke, die er mehr absolviert hat als seine Frau. „Wenn ich Spätschicht habe, können wir nicht gemeinsam laufen. Dann sind wir einzeln unterwegs, laufen aber die gleichen Strecken für die Serienwertung“, erzählt der 54-Jährige. Mal abgesehen von den 25 Kilometern für Südamerika.

Die letzten Termine sind fest notiert

Die letzten 7CRun-Termine für Asien und die Antarktis haben sich beide schon jetzt fest vorgenommen. „Da sind wir in jedem Fall wieder dabei“, sind sie sich einig. „Nicht zuletzt, weil die Medaillen einfach klasse sind. Da denkt sich das 7CRun-Team jedes Mal wieder was Tolles aus“, betonen die Reelser.

Aber natürlich sind sie auch dabei, um Kilometer für ihr Team beizusteuern. Das Paar gehört zu den Hochstift-Racern. „Da haben sich ein paar Leute zusammen geschlossen, die sich vom Hochstiftcup kennen“, sagt Fernando Soares.

Man tausche sich so auch ohne die regelmäßigen Hochstiftcup-Treffen ab und zu aus und bleibe in Kontakt. Und kann im kommenden Jahr hoffentlich auch wieder gemeinsam auf die vielen verschiedenen Strecken der Region gehen.

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