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Der Zweite verliert das Topspiel der TT-Damen-Bundesliga nach tollem Kampf 2:6

TuS Bad Driburg bietet TTC Berlin Paroli

Bad Driburg  (WB). Der Tabellenzweite TuS Bad Driburg verliert das Topspiel der Tischtennis-Bundesliga 2:6 gegen Spitzenreiter TTC Berlin. Fast 200 Fans sind in der Grundschulturnhalle in der Jahnstraße nach zweieinhalb Stunden trotzdem begeistert.

Jürgen Drüke

Ganz stark: Nadine Bollmeier siegt im Einzel gegen Kathrin Mühlbach 3:1 und verkürzt gegen den TTC Berlin zwischenzeitlich auf 2:4. Die TuS-Spielertrainerin und ihre Schützlinge zeigen starke Auftritte. Am Ende setzt sich die Erfahrung durch. Foto: Jürgen Drüke

Es war ein klasse Spiel. Am Ende setzte sich das international erfahrene Topteam gegen den Talentschuppen durch. »Es klingt etwas übertrieben, ein 5:5 wäre möglich gewesen«, resümierte TuS Spielertrainerin Nadine Bollmeier, die den einzigen Einzelpunkt für den Tabellenzweiten holte. Der Bundesliga-Primus sei durchaus verwundbar gewesen.

Rhythmisches Klatschen, aufmunternde Anfeuerungen. Immer wieder machte sich bei den TuS-Fans Hoffnung auf eine mögliche Überraschung breit. Der Auftakt war vielversprechend: Nach den Einzeln stand es 1:1. Nadine Bollmeier sowie die junge Sophia Klee unterlagen glatt 0:3 gegen Xiaona Shan und die Ex-Bad Driburgerin Nina Mittelham.

Eerland kämpft

Dafür lieferten die Niederländerin Britt Eerland und die Luxemburgerin Sarah DeNutte an Tisch zwei eine bärenstarke Vorstellung ab: Das TuS-Duo siegte gegen das schwedisch-deutsche Doppel Matilda Ekholm und Kathrin Mühlbach 3:0. Um 14.20 Uhr stand es im Bundesliga-Gipfeltreffen am Sonntagnachmittag 1:1. »Das ist ein ganz toller Auftakt«, rief ­Hallensprecher und TuS-Manager Franz-Josef Lingens durch das Mikrofon. Applaus brandete in dem kleinen Tischtennis-Tempel unter der Iburg auf.

Mittelham top

Nina Mittelham bestätigte im ersten Einzel, dass sie nach sechs Jahren beim TuS Bad Driburg eine echte Verstärkung für die Hauptstädterinnen ist: 3:1 siegte eines der größten Talente Europas gegen die beherzt kämpfende Britt Eerland. Den dritten Satz ­sicherte sich dabei die Niederländerin. »Am Ende war Nina zu stark«, kannte die 24-jährige Eerland an. Im vierten Satz blieb die holländische Nationalspielerin dran, führte zwischenzeitlich sogar 6:4. »Es fehlten Nuancen zum 2:2-Satzausgleich«, meinte Bollmeier später. Berlin führte exakt nach einer Stunde Spielzeit 3:1. Die Fans in der Halle warteten vor der Pause von 15 Minuten mit großem ­Applaus auf. Das Topspiel gefiel allen. Sollte den Driburgerinnen noch die Wende gelingen?

Klee zeigt ihr Talent

Sophia Klee, mit 15 Jahren das Tischtennis-Küken beim TuS, war gegen die routinierte Matilda Ekholm an der Reihe. Parallel zog Nadine Bollmeier gegen die Ex-Leipzigerin Kathrin Mühlbach alle Register. Klee unterlag 0:3. Bollmeier siegte mit 3:1-Sätzen. Neuer Zwischenstand 2:4 aus Sicht des TuS Bad Driburg.

Wieder großer Applaus. Um 15.50 Uhr war das Topspiel noch nicht gelaufen. Britt Eerland hatte danach das Nachsehen (0:3) gegen Shan. Sarah DeNutte zog gegen Mittelham (1:3) den Kürzeren. ­Irina Palina, Trainerin des Tabellenführers, zeigte sich vom TuS beeindruckt: »In der Mannschaft steckt einiges an Potenzial. Der zweite Platz ist drin.«

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