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Leichtathletik-Chef Kluwe lobt Vereine – Kooperation mit Schulen

»Wie eine große Familie«

Bad Driburg (WB). Die Leichtathleten eröffnen das Super-Wahljahr im Sportkreis Höxter mit ihrer Jahresauftakt-Tagung am 30. Januar. Ausschuss-Chef Michael Kluwe tritt erneut an. Über seine erste Amtszeit und die weiteren Ziele hat er mit WESTFALEN-BLATT-Redakteurin Sylvia Rasche gesprochen.

Auf geht´s: Michael Kluwe (Nummer 311) stellt sich für eine zweite Amtszeit als Vorsitzender des Kreisleichtathletik-Ausschusses zur Wahl. Der Bad Driburger ist selbst aktiver Läufer und gerne bei heimischen Events am Start. Foto: Sylvia Rasche

Herr Kluwe, Ihre erste Amtszeit als Vorsitzender des Kreisleichtathletikausschusses geht zu Ende. Wie fällt Ihr Fazit dieser drei Jahre aus?

Michael Kluwe: Durchweg positiv. Trotzdem liegen noch viele Aufgaben vor uns. Ich bin in große Fußstapfen getreten. Mein Vorgänger Jürgen Kulinna war 15 Jahre Vorsitzender. Ich kam aus dem Bereich der Aktiven, die Funktionärsebene war völlig neu für mich. Wir haben sehr viele fleißige Hände im Ausschuss. Es macht großen Spaß, mit diesem Team zu arbeiten. Dafür bin ich sehr dankbar. Außerdem habe ich in diesem Amt bemerkt, wie groß der Zusammenhalt der Vereine im Kreis Höxter untereinander ist. Sie unterstützen sich gegenseitig und helfen auch bei Veranstaltungen des jeweils anderen. Das ist schon so etwas wie eine große Familie.

Sie haben vor drei Jahren die Jugendarbeit als einen wichtigen Schwerpunkt Ihrer Arbeit in den Mittelpunkt gerückt. Was hat sich in diesem Bereich getan?

Kluwe: Wir wollen den Leichtathleten Anreize im eigenen Kreis geben und ihnen hier Perspektiven aufzeigen. Das ist zum Beispiel mit den Trainingslagern und dem Kreisvergleichskampf gelungen. Das Trainingslager in der Driburger Jugendherberge findet im April schon zum vierten Mal statt und kommt bei den Kindern sehr gut an. Der Kreisvergleichskampf hat einen sehr hohen Stellenwert. Für die Athleten ist es eine Auszeichnung, nominiert zu werden. Dadurch, dass wir mit unseren Kreistrikots starten, kommt das Gefühl einer kleinen Nationalmannschaft auf. Wie wichtig der Kreisvergleichskampf für die jungen Athleten ist, zeigt, dass wir bei 71 Starts 41 neue persönliche Bestleistungen hatten. Die Kinder haben sich auf den Punkt vorbereitet. 2019 sind wir übrigens am 3. Oktober Ausrichter des Kreisvergleichskampfes.

Gibt es Ziele, die Sie sich mit Ihren Vorstandskollegen vor drei Jahren gesetzt haben, die noch nicht umgesetzt worden sind?

Kluwe: Ja. Das ist zum Beispiel die Übungsleiterausbildung vor Ort. Die wollten wir eigentlich schon früher anbieten, sie steht für 2019 aber jetzt fest auf dem Programm. Es gibt zu wenig Übungsleiter. Daran wollen wir arbeiten. Zudem wollen wir auch eine Kampfrichterausbildung starten.

Was sind weitere wichtige Aufgaben für die kommenden drei Jahre?

Kluwe: Wir möchten die Kooperation mit den Schulen stärken. Mir schwebt zum Beispiel eine Kreisschulmeisterschaft im Crosslauf vor. Man könnte die Schulen auch mal zu einem Wettkampf einladen oder auch Talente in den Schulen sichten. Da gibt es viele Wege. Diesen Bereich wollen wir verstärkt angehen.

Außerdem möchten wir im Kreis Höxter wieder qualitativ hochklassige Wettkämpfe anbieten. In Lüchtringen finden Anfang Februar die OWL-Crossmeisterschaften statt. Es wäre schön, wenn es uns gelingt, in den kommenden zwei Jahren auch mal die Westfälischen Crossmeisterschaften in den Kreis Höxter zu holen. Wenn das läuft, darf man weiterdenken. Immerhin hatten wir 1989 auch schon mal die Deutschen Crossmeisterschaften in Vinsebeck. (Anmerkung der Redaktion: Michael Kluwe ist dort damals Deutscher Jugendmeister geworden).

Ein dritter wichtiger Punkt ist der Vereinsdialog im Kreis. Hier können sich Vereine austauschen und auch zusammen neue Ideen anstoßen.

Sie haben bereits angekündigt, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Gibt es andere Veränderungen im Ausschuss?

Kluwe: Nein. Nach meinem jetzigen Kenntnisstand sind alle Ausschussmitglieder weiter an Bord. Darüber bin ich auch sehr froh.

An diesem Samstag startet der Jahreswechsellauf in Brakel. Sind Sie wieder mit dabei?

Kluwe: Das wäre ich gerne, bin aber leider beruflich verhindert. Ich habe mir aber schon mehrere Läufe hier in der Gegend herausgesucht, an denen ich teilnehmen möchte und freue mich darauf. Für den Hermannslauf habe ich mich angemeldet und will auch ein paar Seniorenmeisterschaften mitmachen. Der aktive Part ist mir weiter sehr wichtig.

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