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Serie Fit ins neue Jahr: Sportwissenschaftlerin Anna Moritz (HLC Höxter) gibt Tipps für Übungen mit Alltagsgegenständen

„Bewegung bringt Lebensfreude“

Höxter

„Sportgeräte sind gut. Alltagsgegenstände tun es aber auch“, sagt Anna Moritz – und tritt gleich den Beweis an. Die Sportwissenschaftlerin hat eine kleine Übungsreihe zusammengestellt und präsentiert sie von heute an einmal wöchentlich in dieser Zeitung. Zum Auftakt geht es um die Kräftigung der Rumpfmuskulatur.

Von Sylvia Rasche

Ein Übungsprogramm mit Alltagsgegenständen hat Sportwissenschaftlerin Anna Moritz vom HLC Höxter zusammengestellt, In vier Folgen erklärt sie in den kommenden Wochen die Übungen.Mehr als einen Stuhl, eine Wasserkiste, eine Wasserflasche, ein Buch und einen Ball braucht man dafür nicht. Foto: Sylvia Rasche

„Bei den guten Vorsätzen zum neuen Jahr ist mehr Bewegung einer der Klassiker“, weiß die 37-Jährige, die beim HLC Höxter fest angestellt ist und dort die Reha-Abteilung leitet. Um die Schwelle zum Einstieg gerade in Corona-Zeiten niedrig zu halten, hat sie die Übungen für zu Hause zusammen gestellt. „Der eine oder andere traut sich in diesen Zeiten vielleicht nicht in einen Sportkurs oder will sich nicht jedes Mal extra vorher testen lassen“, sagt Moritz, die sich vom Ziel „Menschen in Bewegung zu bringen und dadurch Spaß und Lebensfreude zu vermitteln“, auch von der Pandemie nicht abbringen lassen möchte.

Die gebürtige Höxteranerin hat selbst eine lange Vergangenheit im HLC Höxter. „Ich habe als junges Mädchen beim Kinderturnen angefangen“, berichtet sie. Nach einer Pause fand sie als Jugendliche über Aerobic-Kurse den Weg zurück zum Verein, hat einen ersten Trainerschein gemacht und Kurse geleitet. Beruflich ging es in die gleiche Schiene. In Paderborn studierte sie Sportwissenschaften, arbeitete anschließend an der Ostsee, in Bad Lippspringe und acht Jahre in Bad Tölz, wo sie mit ihrem Mann Steve Sander ein Rehasportzentrum aufbaute. „Mit der Geburt unseren jüngsten Kindes wurde der Drang zurück in die Heimat aber immer größer und auch mein Mann, der nicht aus Höxter stammt, fühlt sich hier wohl“, erzählt Anna Moritz.

So brach die junge Familie vor zwei Jahren ihre Zelte in Bayern ab, tauschte die Isar mit der Weser und lebt seitdem in der Kreisstadt. Beim HLC Höxter fand die 37-Jährige direkt auch ihre sportliche Heimat wieder. „Eigentlich bin als Leiterin der Rehasport-Abteilung eingestellt worden. Im Lockdown haben sich die Aufgaben aber ein bisschen verschoben und auch erweitert“, freut sich Moritz über die abwechslungsreiche Arbeit in der Kreisstadt. Challenges, um die Mitglieder in der harten Lockdown-Zeit bei Laune und in Bewegung zu halten oder Online-Kurse im Reha-Bereich hat sie entwickelt. „Die haben erstaunlich gut funktioniert und werden sicher auch in Zukunft ein Teil des Programms bleiben“, ist „Hybrid“ auch im Sportverein ein aktuelles Thema. Der HLC ist zu Jahresbeginn mit seiner Geschäftsstelle umgezogen, jetzt in der Corbiestraße 14 ansässig und richtet im neuen Gebäude derzeit einen eigenen Online-Raum ein. „Ich denke, dass der Mitte/Ende Januar fertig sein wird. Dann ist die Technik dort fest installiert und kann für die Kurse regelmäßig genutzt werden. Auch die Vereinsarbeit befindet sich im Wandel“.

Vor allem jüngere Teilnehmer sähen Vorteile in den Online-Kursen. „Wie bieten aber auch in diesen Zeiten mit allen möglichen und nötigen Vorsichtsmaßnahmen Kurse in Präsenz an“, stellt die zweifache Mutter heraus. Nach den Weihnachtsferien an diesem Montag beginnt das Kursprogramm wieder in seiner üblichen Form. Für Mitglieder startet die nächste Lauf-Challenge am 16. Januar, außerdem besteht die Möglichkeit, Einzelstunden für individuelles Training zu buchen.

Selbst hält Anna Moritz sich vor allem mit Laufen fit. „Mein Mann und ich joggen sehr viel und haben das Weserbergland dadurch noch mehr schätzen gelernt. Hier sind die Wege nicht zu überlaufen wie im Alpenvorland“, sagt sie. Der eine oder andere Hügel habe es aber durchaus in sich, lacht Anna Moritz und hat ihr ganz persönliches Ziel schon vor Augen. „Ich würde gerne einmal am Hermannslauf teilnehmen, vielleicht zusammen mit anderen Höxteranern. Dann macht auch die Vorbereitung mehr Spaß“, blickt sie voraus.

Die von ihr zusammengestellte Übungsreihe ist übrigens auch für Läufer und andere Ausdauersportler geeignet. „Eigentlich kann da jeder mitmachen. Egal in welcher Alters- oder Leistungsgruppe“, betont die 37-Jährige.

Na dann: Auf geht´s mit Folge 1.

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