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Tischtennis: Claudia Schäfers vom NRW-Ligisten DJK Adler Brakel im Gespräch

„Besondere Zusammengehörigkeit“

Brakel.

Seit mehr als zwanzig Jahren spielt Claudia Schäfers mit den Damen der DJK Brakel auf Verbandsebene. Mit unserem Mitarbeiter Jens Zirklewski spricht sie über das besondere Verhältnis zu ihren Teamkolleginnen und die knappen Niederlagen in dieser Saison.

Jens Zirklewski

Claudia Schäfers hat den Ball unter Kontrolle. Seit mehr als 20 Jahren spielt sie mit der DJK Adler Brakel auf Verbandsebene und hebt den besonders freundschaftlichen Kontakt in der Mannschaft hervor. Foto: Sylvia Rasche

Frau Schäfers, die Tischtennissaison wurde vom Verband unterbrochen und wird als Einzelrunde im neuen Jahr fortgesetzt. Halten Sie die Entscheidung für richtig?

Claudia Schäfers: Ja. Das ist meiner Meinung nach eine goldrichtige Entscheidung. Ich denke, dass alle weiteren Optionen nicht funktioniert hätten. Eine Einzelrunde dagegen ist zeitlich durchführbar, daher sind wir sehr zufrieden mit dieser Entscheidung.

Sie sind mit fünf Punkten aus den ersten fünf Spielen in die Saison gestartet. Zuletzt gab es jedoch drei knappe 5:7-Niederlagen in Serie. Was geben Sie als Ziel für die restlichen vier Spiele aus?

Schäfers: Der bisherige Saisonverlauf ist auch auf unsere Gegnerinnen zurückzuführen. Die ersten drei Teams waren eher schwächer einzuschätzen, sodass wir uns dort von Beginn an gute Chancen ausgerechnet haben. In den letzten drei Spielen haben wir dann leider ein paar Federn lassen müssen. Dort hat uns teilweise das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Zudem hatte Lea Litschke im oberen Paarkreuz einen schweren Stand und konnte auch gegen die gegnerische Nummer vier zuletzt nicht punkten. Wir sind aber zuversichtlich, dass sie aus dieser Phase, die jeder Tischtennisspielerin widerfährt, schnell herauskommen wird. Die Chance wird sie in der „kurzen Rückrunde“ bestimmt gut nutzen. Dort wird sie, aufgrund der TTR-Punkte, im unteren Paarkreuz antreten, während ich an Position zwei rutschen werde.

Da die letzten Spiele wieder eher gegen etwas schwächer einzuschätzende Mannschaften stattfinden werden, ist unser Ziel, dort noch gut zu punkten.

Sie sind in der vergangenen Saison aus der Oberliga abgestiegen und haben in der Folge mit Nina Seibt einen wichtigen Bestandteil der Mannschaft verloren. Glauben Sie, dass mittelfristig eine Oberliga-Rückkehr möglich ist?

Schäfers: Es ist richtig, dass wir mit Nina leider eine wichtige Spielerin verloren haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in der Zukunft mit personeller Verstärkung noch mal einen Anlauf in der Oberliga starten können.

Sie selbst spielen seit mehr als 20 Jahren mit der ersten Damenmannschaft der DJK Brakel auf Verbandsebene. Was macht den Tischtennissport bei Ihnen so beständig?

Schäfers: Wir sind nicht nur Teamkolleginnen, sondern echte Freundinnen. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist bei uns unheimlich stark ausgeprägt, auch weil wir uns seit so vielen Jahren kennen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir trotzdem immer gerne neuen, jungen Spielerinnen die Chance gegeben haben, sich zu beweisen. So sind wir mit der Zeit gegangen und konnten über viele Jahre so erfolgreich sein.

Auf welche Erfolge schauen Sie in Ihrer Laufbahn zurück? Welche sollen noch kommen?

Schäfers: Die Oberliga-Jahre, besonders die vergangene Saison, waren schon besonders. Im letzten Jahr haben wir als Mannschaft eine tolle Zeit in der Oberliga erlebt. Ich konnte mich dort noch mal spielerisch steigern, wobei mir der Einzelsieg gegen Angela Schönau, geb. Kuhweide, besonders in Erinnerung bleiben wird. Gegen eine solch starke Gegnerin habe ich wohl noch nie gewonnen. Eine Oberliga-Rückkehr wäre toll, ist aber kein Muss. Den Spaß, den wir in den ganzen Jahren als Mannschaft hatten, möchte ich beibehalten. Das ist am allerwichtigsten. Sollte eine talentierte Spielerin in unseren Reihen spielen und sich weiterentwickeln wollen, bin ich natürlich auch bereit, meinen Platz in der ersten Mannschaft zu räumen. Nur mit guten, jungen Spielerinnen kann der Verein auch den kommenden Jahren und Jahrzehnten erfolgreich sein.

Gefragt - Gesagt

Vorhand oder Rückhand? Eindeutig Rückhand.

Es ist Sommerpause: Schläger in die Ecke oder weiter trainieren? Schläger in die Ecke.

Boll oder Waldner? Als Kind Jan-Ove Waldner, mittlerweile Timo Boll.

Oberliga-Rückkehr oder Saison ohne Einzelniederlage? Oberliga-Rückkehr!

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