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SV Bökendorf bleibt nach gelungener Regionalliga-Premiere bescheiden

Eine Einheit mit sehr viel Klasse

Bökendorf  (WB). Da steht ein verschworenes Team auf dem Platz: Einsatz, Wille, Kampf und Leidenschaft – der SV Bökendorf füllt diese Oberbegriffe und Tugenden mit Leben. Bei der Premiere in der Regionalliga haben die SVB-Fußballerinnen imponiert.

Jürgen Drüke

Jubel beim SV Bökendorf am vergangenen Sonntag: Sarah Mönnekes (von links), Laura Dammeier, Lena Kuhlmann, Spielertrainerin Tina Drewitz und Vanessa Henkenius. Die Rot-Weißen sind auf Anhieb in der Regionalliga angekommen. Foto: Jürgen Drüke

»Wir sind komplett zusammengeblieben und haben Spielerinnen dazu bekommen, die sportlich und menschlich passen. Wir verstehen uns super«, ist Spielertrainerin Tina Drewitz stolz auf den tollen Teamgeist, der den SVB auch durch die Regionalliga tragen soll. Vier Tage nach dem 3:2-Auftakterfolg gegen den Herforder SV könnte die Stimmung angesichts eines starken Fußballvortrags und des imponierenden Einsatzes nicht besser sein.

Abheben ist dabei nicht das Ding der SVB-Hauptdarstellerinnen. Trotzdem, der Aufsteiger hat in der dritthöchsten Spielklasse des Frauenfußballs gleich einmal ein Signal abgegeben.

Drewitz hat großen Anteil

Drewitz hat maßgeblichen Anteil daran, weil ihr Credo von ihren Schützlingen verinnerlicht wird: »Jede Spielerin ist auf ihrer Position und aufgrund ihrer persönlichen Eigenschaften wichtig.« Die Youngster, von denen die meisten noch zur Schule gehen, haben die Sommerferien genutzt und Urlaub gemacht. Nicht jede Akteurin hat deshalb die komplette Vorbereitung mitmachen können. Es gibt Nachholbedarf. »Wir brauchen alle,«, betont Drewitz. Die 30-jährige Pädagogin weiß, die Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielerinnen stimmt beim SVB.

Der Auftritt gegen Herford hat offenbart, der SV Bökendorf hat die Qualität für die Regionalliga. Da sind mit Sarah Mönnekes und Yvonne Hansmeier zwei herausragende Akteurinnen. Beide haben gegen Herford gezeigt, dass sie in der neuen Spielklasse zu den herausragenden Spielerinnen gehören. Beide besitzen aufgrund ihrer technischen Fähigkeiten und ihrer Schnelligkeit Bundesliga-Potenzial. Da ist Neuzugang Marina Heidebrecht vom SC Donop/Voßheide, die eine ungemeine Bereicherung ist. »Marina ist ein Glücksfall. Gut, dass wir sie kurz vor Abschluss der Transferperiode noch verpflichten konnten und sie sich für uns entschieden hat«, betont die SVB-Übungsleiterin. Heidebrecht trieb das Spiel gegen Herford an und hat sich mit dem Tor zum 3:0-Zwischenstand selbst in die Torjägerliste eingetragen.

Es passt bestens

Da ist mit Tina Drewitz eine Spielerin, die auf der Sechs kaum einen Zweikampf verliert und Takt und Tempo bestimmt. Da sind mit Laura Dammeier und Pamela Jahn zwei Innenverteidigerinnen, die gut harmonieren und für die Stabilität in der Defensive sorgen. Jahn hat sich mit einem Freistoßtreffer »Marke Tor des Monats« zum 2:0 einen glänzenden Regionalliga-Einstieg verschafft. Das ist unterm Strich eben eine Mannschaft, die in ihrer Gesamtheit passt. Da sind die jungen Wilden wie Laura Schulte, Ina Wilm, Sara Brecker oder Sarah Gajewski, die für ihre Einsatzminuten brennen und von den erfahrenen Akteurinnen ungemein viel lernen. Da sind alle SVB-Spielerinnen, die mehr wollen und an einem Strang ziehen. Die Einheit SV Bökendorf passt und funktioniert. »Denn auch außerhalb des Spielfeldes verstehen wir uns gut. Wir machen vieles zusammen. Nach der Saison gab es keinen Abgang. Das zeigt doch, dass wir uns gut verstehen«, kann die Übungsleiterin auf dieses Pfund setzen.«

Der SVB hat den Herforder SV beherrscht und besiegt. »Herford ist zwar im Umbruch, dennoch nach wie vor eine Topadresse in OWL. Deshalb sind wir stolz auf den Auftakterfolg«, sagt die Bökendorfer Trainerin. Beim Topfavoriten Arminia Bielefeld treten die Rot-Weißen am Sonntag an. »Arminia besitzt Zweitligaformat«, weiß Drewitz. Der SV Bökendorf wird als Einheit und mit viel Klasse dagegen halten.

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