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1:1 im Landesliga-Duell der Verfolger beim VfL Holsen

SpVg Brakel kassiert in der Nachspielzeit den Ausgleich

Holsen  (WB). Die SpVg Brakel verpasst um wenige Sekunden den Auswärtssieg beim VfL Holsen. Weit in der Nachspielzeit kassieren die Rot-Schwarzen den bitteren 1:1 (0:0)-Ausgleich nach einem Eckball.

Rene Wenzel

Der Brakeler Torben Vogt (rechts)ist auch hier der Zweikampfsieger. Der Youngster war gegen den VfL Holsen der Fels in der Brandung. Foto: Alexander Grohmann

»Wir waren den drei Punkten näher als Holsen. Die Jungs haben es über 90 Minuten richtig gut gemacht«, lobte Brakels Coach Burkhard Sturm. Am Ende flog den Gästen eine Ecke um die Ohren. Davor hatte der 51-jährige Coach noch vor der Partie gewarnt. Verteidigen lassen sich die VfL-Standards nur sehr schwer. »Die haben gefühlt sieben, acht Spieler in der Mannschaft, die über 1,90 Meter groß sind«, sah Sturm beim Gegner reichlich Gardemaß. In der entscheidenden Situation landete der Ball nach einem Eckball direkt vor den Füßen von Jan Menne, der aus wenigen Metern nur noch einschieben brauchte. (90.+4). Über den Gegentreffer regte sich Sturm später nicht so sehr auf. Er trauerte eher den vergebenen Konterchancen hinterher.

Mindestens zwei Tore hätten die Brakeler nach schnellem Umschaltspiel erzielen müssen. Gleich in Durchgang eins setzte der starke Kevin Koch nach einer Einzelaktion Nils Fähnrich in Szene. Fähnrichs Schuss ging aus bester Position nur knapp am linken Pfosten vorbei (19.).

Holsen war in Durchgang eins auffällig ungefährlich. Brakel stand kompakt und verteidigte mit Torben Vogt als Leuchtturm in der Schlacht die Bälle sauber. Nach der Pause tropfte ein Kopfball von Niklas Kerksiek an den Querbalken – die bis dato beste Chance der Hausherren (47.).

Auf der anderen Seite zündeten die Nethestädter immer wieder das Tempo über Koch. Der Rechtsaußen drang in den Strafraum ein und wurde von einem Verteidiger klar zu Fall gebracht. Schiedsrichter Timur Isikcilar zeigte sofort auf den Punkt, ließ sich dann aber noch von seinem Assistenten überstimmen. »Der Kontakt war sicherlich da. Wenn der Schiedsrichter den pfeift, kann er ihn eigentlich auch nicht mehr zurücknehmen«, kommentierte Sturm.

Spieler mit Gardemaß

Holsen kam erneut nach einem ruhenden Ball zur zweiten guten Aktion im Spiel. Doch der Ball ging nach einem Kopfball nur an den Pfosten (69.). Etwas mehr Glück hatten die Brakeler neun Minuten später nach einem Pfosten-Treffer: Kopfball Vogt, Abstauber Rico Brandl – 1:0 für die Spielvereinigung.

Nach dem Treffer setzten die Hausherren fast nur noch auf lange Bälle in den Strafraum. Immer wieder klärte Vogt die Aktionen stark. »Torben hat gefühlt 50 Kopfbälle bestritten«, schmunzelte Sturm.

Bei den Kontergelegenheiten liefen erneut die meisten Aktionen über die rechte Seite. Einmal Christopher Wetzler auf Zuspiel von Koch (81.) und neun Minuten danach Fähnrich auf Querpass von Daniel Suermann (90.) brachten die Bälle aus wenigen Meter nicht im Gehäuse unter. »Mit dem 2:0 wäre das Spiel entschieden gewesen. Einen Konter davon muss man verwerten«, sagte der SpVg-Coach. Es folgte der letzte hohe Ball in den Strafraum, der aus Brakeler Sicht leider im 1:1 mündete.

SpVg Brakel: Ferranti – Derenthal, Prib (20. Morzonek), Büsse, Brandl, Wetzler, Schöttler (75. Suermann), Neumann, Vogt, Fähnrich, Koch

Tore: 0:1 Brandl (78.), 1:1 Menne (90.+4)

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