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Ultra-Marathon: Brakeler Carsten Drilling mit erster Backyard-WM als Ausrichter zufrieden

Temporekord nach 215 Kilometern

Brakel/Zürich (WB/syn). Mit einem Platz unter den besten zehn Nationen der Welt hat es für das Team des aus Brakel stammenden Carsten Drilling am Ende nicht geklappt. Trotzdem hat der Schweizer Renndirektor der Backyard-Weltmeisterschaft in Zürich alles gegeben.

Rennleiter Carsten Drilling (links) ist nicht nur Organisator und Teamchef, sondern feuert die Läufer auch noch an der Strecke an. Der Brakeler durfte erstmals einen WM-Lauf ausrichten. Foto: Pascal Quaiser

Wie berichtet durfte der Brakeler den WM-Lauf in der Schweiz ausrichten. Normalerweise wird der weltbeste Ultraläufer dieses Formats in den USA gekürt. In Corona-Zeiten war die WM aber auf 21 Nationen verteilt, um überhaupt stattfinden zu können.

Das (internationale) Schweizer Team hatte der Brakeler zusammen gestellt und dabei auch seinen Premierensieger aus Schweden nominiert. Im Sommer hatte Drilling erstmals Erfahrungen als Ausrichter eines Backyard-Rennen gesammelt. Damals gewann Niklas Sjöblöm den Lauf mit 41 Runden á 6,7 Kilometer. Bei der Neuauflage war für ihn schon nach 32 Runden, was 215 Kilometer entspricht, Schluss. Das lag allerdings weniger am ausdauernden Schweden als am Reglement. „Wenn der vorletzte Läufer aussteigt, darf der letzte noch eine Runde laufen, aber eben auch nicht mehr“, erklärt Carsten Drilling die Regeln. Wie viel Power sein schwedischer Lauffreund noch in den Beinen hatte, zeigte er auf der letzten Runde, die er in Rekordzeit von 25 Minuten zurücklegte. „Er wäre vermutlich noch lange weiter gelaufen, wenn er gedurft hätte“, mutmaßt Carsten Drilling.

Der letzte Mitstreiter, Matthias Dippacher, beendete das Rennen nach 31 Runden. „Bis auf vier Athleten haben alle die magische Grenze von 100 Meilen erreichen“, stellt Carsten Drilling heraus – und freut sich auch über einige Überraschungen. So habe die 26-jährige Leona Knüsel 28 Runden erreicht, obwohl sie zuvor erst einen Ultra Wettkampf über 88 Kilometer absolviert hatte. „Till Winkler aus Bielefeld ist kurzfristig für einen anderen Athleten eingesprungen und unterstütze das Schweizer Team mit 25 Runden“, berichtet Carsten Drilling.

Am Ende sprang Platz 14 von 21 Mannschaften für sein Team heraus. Neuer Weltmeister wurde Belgien vor den USA und Kanada. Für Carsten Drilling war es nach der Premiere im Sommer die zweite Erfahrung als Organisator eines Ultralaufes in diesem speziellen Format.

Für ihn steht fest, dass er auch im kommenden Jahr in Zürich einen Backyard-Ultra anbieten will – und vielleicht darf er dann ja auch Athleten seines Heimatvereins Non-Stop-Ultra Brakel in der Schweiz begrüßen.

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