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Beschluss soll auf außerordentlichen Verbandstag im Juni erfolgen

Auch Sportkreisvorsitzende fordern Abbruch

K reis Höxter (WB). Klares Votum bei der Videoschalte der Ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) am Donnerstagabend: Die 29 Kreisvorsitzenden sprachen sich einstimmig für den Abbruch der seit Mitte März unterbrochenen Fußball-Saison aus. „Damit kommen wir dem Wunsch unserer Vereine nach“, wird Markus Bierbaum, Vorsitzender aus Herford, in einer Pressemitteilung des FLVW aus Kaiserau zitiert.

„Im Moment sieht es so aus, dass es Aufsteiger geben wird“, sagt der Vorsitzende des Sportkreises Höxter, Hermann Josef Koch. Mit den anderen Kreischefs im FLVW stimmt er für einen Saisonabbruch. Foto: Sylvia Rasche

„Wir haben uns klar ausgesprochen und hätten uns gewünscht, dass der Verband die Saison bereits jetzt beendet. Damit hätten wir unseren Vereinen mehr Planungssicherheit geben können. Es müssen aber noch viele Dinge geklärt werden“, sagte der langjährige Vorsitzende des Sportkreises Höxter, Hermann Josef Koch auf Anfrage. So werde Anfang Juni eigens ein außerordentlicher Verbandstag stattfinden, bei dem es um Änderungen der Satzungen und Spielordnungen gehen wird, erklärte der Bad Driburger. Dass man den Vereinen lieber heute als morgen eine klare Entscheidung präsentiert hätte, habe auch FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski gesagt, fügte er hinzu.

„Das können wir aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen aber schon aus rechtlichen Gründen nicht“, wird Walaschewski in dem Schreiben zitiert.  „Ich gehe davon aus, dass der Bayrische Fußballverband die Saison zu Ende spielt. Dem werden sich andere Landesverbände anschließen. Damit haben wir die Situation, dass wir keine einheitliche Regelung in Deutschland, vielleicht sogar nicht mal in NRW haben werden“, sagt der FLVW-Präsident. „Wenn wir unterschiedlich entscheiden, müssen wir die Spielordnung ändern, die im Moment für ganz Nordrhein-Westfalen gilt“, erklärt der Vizepräsident Fußball im FLVW, Manfred Schnieders aus Verne.

Anfang Mai wird der Verbands-Fußballausschuss eine Empfehlung abgeben, die sowohl im Präsidium als auch während der ordentlichen Ständigen Konferenz diskutiert wird. „Anschließend wird dann auf einem außerordentlichen Verbandstag beraten und beschlossen. Dieser wird aufgrund von Fristen im Juni stattfinden“, führt Walaschewski aus. „Wir haben uns dazu entschieden, den Weg zusammen mit unseren Vereinen zu gehen. Diese Beteiligung braucht Zeit. Dafür werden wir ein Ergebnis haben, dass so gerecht wie möglich ist und die Mehrheit unserer Klubs mittragen kann.“

Wie am 22. April berichtet, hatten in einer Umfrage des FLVW mehr als 88 Prozent der beteiligten Vereine für einen Saisonabbruch gestimmt. Bis zum 29. April finden nun noch weitere Videokonferenzen statt. Auch die Jugend des FLVW ist im Austausch mit ihren Kreisvertretern.

Details zur Änderung der Auf- und Abstiegsregelung müssen geklärt werden. „Im Moment sieht es so aus, dass es Aufsteiger geben soll“, sagte Hermann Josef Koch auf Nachfrage. „Alles weitere muss der Verbandsfußball-Ausschuss festlegen“, wollte er sich nicht näher äußern. Die Vereine können nach seinen Worten davon ausgehen, dass im FLVW die Saison vorzeitig beendet wird.

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