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Landesliga-Team stürmt bei Westdeutschen Meisterschaften in Hennef auf Rang zwei

Brakels B fährt zur DM

Brakel/Hennef (WB). Die Deutschen Meisterschaften im Futsal der B-Junioren steigen am Wochenende 28. und 29. März in Gevelsberg. Und die Spvg Brakel ist dabei. Als Westdeutscher Vizemeister hat sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Kraut am Sonntag in Hennef qualifiziert. Chapeau.

Felix Senftleben

Brakels B-Juniorenfußballer sind Westdeutscher Futsal-Vizemeister. Unser Foto aus Hennef zeigt (hintere Reihe von links): Kapitän Moritz Wiegand, Betreuer Siegfried Dwelck, Nils Mönnekes, Kai Wulf, Melvin Sommerfeld, Jaden Dwelck, Luca Meyer und Jasper Süllwold sowie (vordere Reihe von links) Trainer Thorsten Kraut, Julian Tobie, Jonas Nolte, Alexander Wehrmann, Mark Schubel, Carlotta Wamser und Justin Groß.

„Ich muss meinem Team ein großes Kompliment machen“, zeigte er sich nach dem zweitägigen Turnier stolz auf seine Schützlinge. Kurz zuvor hatten sie im Finale mit 4:5 nach Sechsmeterschießen gegen den SC Borussia Lindenthal-Hohenlind das Nachsehen gehabt. Zuvor hatte es nach Verlängerung 2:2 gestanden. „Nach einem langen und vor allem anstrengenden Tag ist die Luft irgendwann raus“, formulierte Kraut, dessen Mannschaft im Endspiel 2:0 geführt hatte.

Tags zuvor war der heimische Landesligist, der sich als Westfalenmeister qualifiziert hatte, mit einer 1:3-Niederlage gegen den VfB Hilden in das Turnier gestartet. Luca Meyer markierte das zwischenzeitliche 1:2. „Es war ein suboptimaler Start mit einer verdienten Niederlage“, sagte Kraut, dessen Mannen im zweiten Spiel eine starke Reaktion zeigten. Kai Wulf (2), Luca Meyer, Alexander Wehrmann, Jaden Dwelck, Justin Groß und Melvin Sommerfeld sorgten mit ihren Toren für einen 7:0-Erfolg gegen den Landesligaprimus Eintracht Dortmund. „Das war stark“, unterstrich der Coach.

Auf Platz drei seiner Gruppe liegend, ging Brakel in den zweiten Turniertag. Gegen die Sportfreunde Troisdorf lagen die Rot-Schwarzen unglücklich mit 0:2 hinten, ehe Wehrmann, Wulf und Dwelck das Spiel drehten. „Jadens Tor fiel zwei Sekunden vor dem Ende“, berichtete Kraut. Das abschließende Gruppenspiel gegen die Sportfreunde Baumberg aus dem Fußballverband Niederrhein war ein Endspiel ums Halbfinal­ticket. Baumberg ging nach sechs Minuten (gespielt wurde einmal 20 Minuten) mit 1:0 in Führung. Diese machte Mark Schubel wett. Alexander Wehrmann (2:1) und Luca Meyer (3:1) schossen die Spielvereinigung ins Semifinale.

Als Zweiter der Gruppe B trafen die Rot-Schwarzen auf den Sieger der Gruppe A, den VfB Waltrop. Somit gab es erneut ein Kräftemessen mit dem Westfalenligisten, denn eine Woche zuvor hatten sich die beiden Teams in Beckum im Finale der Westfälischen Meisterschaft gegenüber gestanden. Wie berichtet, hat sich Brakel im Sechsmeterschießen durchgesetzt. Auch diesmal fiel die Entscheidung vom Punkt aus.

Nach der 1:0-Führung durch Wehrmann (13. Minute) in der regulären Spielzeit gelang Waltrop vier Zeigerumdrehungen später der 1:1-Ausgleich. Dabei blieb es, so dass der Sieger erneut durch Sechsmeterschießen ermittelt werden musste. Wehrmann, Meyer und Wulf behielten die Nerven und sicherten Brakel den Finaleinzug, da ein VfB-Schütze verschoss.

Bereits jetzt war klar, dass zum dritten Mal in der 100-jährigen Geschichte der Spvg Brakel ein Team der Rot-Schwarzen bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften antreten wird. Das ist ein schöner Erfolg im Jubiläumsjahr.

Im Endspiel um die Westdeutsche Meisterschaft traf Brakel auf den Verbandsligisten SC Borussia Lindenthal-Hohenlind aus dem Fußballverband Mittelrhein. Wehrmann und Wulf sorgten für eine 2:0-Führung. Als Meyer in der Schlussminute auf das Tor der Borussen zulief, schien die Messe nach den Worten von Thorsten Kraut gelesen zu sein. „Dann wurde er gefoult. Einen Freistoß für uns gab es aber nicht, stattdessen ließ der Schiedsrichter weiterlaufen“, beschrieb Kraut. Aus dieser Situation habe dann Lindenthals 1:2-Anschlusstreffer resultiert. „Während wir enttäuscht waren, bekam der SC neue Luft. So fiel auch noch das 2:2“, ärgerte sich der Übungsleiter. Nach einer torlosen, fünfminütigen Verlängerung musste das Sechsmeterschießen entscheiden. Hier setzte sich Lindenthal mit 3:2 durch und wurde Westdeutscher Meister.

Brakel freute sich nach der ersten Enttäuschung über Rang zwei und die Quali für die Deutschen Meisterschaften. „Respekt, wie das Team mit der ärgerlichen Niederlage umgegangen ist“, hob Thorsten Kraut abschließend hervor.

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