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Torben Vogt wird nach Zusammenprall im Spiel gegen Peckeloh in Kassel operiert

Brakels Kapitän fällt lange aus

Brakel (WB). Die Spvg. 20 Brakel verliert nach der 2:0-Führung gegen den SC Peckeloh nicht nur zwei Punkte. Deutlich schwerer als das 2:2-Remis im Landesliga-Duell wiegt die Verletzung von Torben Vogt. Der 23-Jährige muss sich wegen einer schweren Gesichtsverletzungen einer Operation unterziehen. Und damit fällt der Kapitän lange aus.

Rene Wenzel

Brakels Torben Vogt (rechts) verletzte sich im Spiel gegen Peckeloh schwer. Foto: Rene Wenzel

„Ich werde in Kassel operiert und muss erst mal noch hierbleiben“, sagte Vogt, der direkt nach der Auswechslung von seiner Mutter in die nordhessische Metropole gebracht wurde. Dort wurde der 23-Jährige in der Unfallchirurgie genauestens untersucht. Das Ergebnis: Jochbein-, Kiefer- sowie Augenhöhlenbruch und zwei abgebrochene Zähne. Wie lange der Außenbahnspieler mit dieser schweren Blessur ausfällt, ist noch offen.

Vogt zog sich die Verletzung in einem Luftzweikampf mit Peckelohs Moritz Wieland zu. Der Brakeler knallte dabei mit seinem Gesicht auf den Hinterkopf seines Gegenspielers. Dieser steckte den Zusammenprall deutlich besser weg und konnte nach kurzer Behandlungszeit weitermachen. Vogt hingegen musste vom Sportlichen Leiter Mark Riechmann und Trainer Haydar Özdemir aufgerichtet und nach draußen begleitet werden.

Eine dicke Schwellung unterhalb des linken Auges war direkt zu sehen. In der Halbzeitpause machte es bereits im Stadion die Runde, dass sich der 23-Jährige auf dem Weg in die Spezialklinik nach Kassel befinde.

Özdemir erreichte das schlimme Ergebnis nach der genauen Untersuchung am Sonntagabend. „Das ist eine ganz bittere Diagnose. Torben ist aber ein starker Typ, der noch stärker zurückkommen wird. Der ganze Verein steht hinter ihm und wird alles dafür tun, dass er nicht zu lange ausfällt“, sagte der Brakeler Coach.

Auch Peckelohs Trainer Markus Kleine-Tebbe schickte gleich nach dem Spiel beste Genesungswünsche in Richtung Vogt: „Ich wünsche ihm alles Gute. Die Unterbrechung hat uns aber nicht gutgetan. Danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben.“

Ganz so deutlich war es vielleicht nicht, doch Brakel hatte vor der Pause tatsächlich etwas mehr vom Spiel als der stark aufspielende Gast aus dem Kreis Gütersloh. Der offensiv ausgerichtete Linksverteidiger Lars Koch leitete den Angriff zum 1:0 über die linke Seite ein. Über Lucas Morzonek und Felix Derenthal verlagerten die Hausherren die Aktion schnell auf rechts. Oumar Fofana steckte die Kugel auf Jonas Böhner durch, der mit einem Querpass den für Vogt eingewechselten Kai Fähnrich perfekt bediente – 1:0. Brakel tat die Führung zur Pause in mehreren Punkten gut.

Der knappe Vorsprung gab dem Team etwas mehr Sicherheit, jetzt konnte man auf die schnellen Umschaltmomente lauern.

Beim 2:0 kurz nach Wiederbeginn standen mit Morzonek, Böhner und Fofana wieder drei Spieler im Fokus, die bereits am ersten Treffer entscheidend beteiligt waren. Morzoneks Zuspiel war es, das den durchstartenden Nick Neumann in Szene setzte. Ein kurzer Kontakt mit links, dann der platzierte Abschluss mit rechts. „Wir waren richtig gut drin und haben zurecht 2:0 geführt“, meinte Özdemir.

Und bei dieser ganzen Offensivpower darf man die Defensive nicht vergessen. Im Zentrum machten Philipp Werner und Chalier Ndongengaga Menie ihre Sache richtig gut. Den 21-Tore-Mann Alban Shabani nahm Ndongengaga Menie komplett aus dem Spiel. „Der Brakeler hat das richtig gut verteidigt. Das waren schon Zweikämpfe, da hat es richtig gescheppert“, lobte Kleine-Tebbe.

Doch mit nur einer Aktion machte sich der Verteidiger seine Note eins mit Sternchen kaputt. Knapp 25 Minuten nach dem 2:1 ging der frühere Spieler des Warburger SV zu ungestüm in den Zweikampf mit Peckelohs Sercan Özdil. Aus Gelb wurde Gelb-Rot. Es gab zudem einen Elfmeter für die Gäste. Und dann konnte auch Shabani seinen 22. Saisontreffer erzielen (85.).

„Chalier und Philipp sind sich keinen Zweikampf zu schade. Nach den frühen Gelben Karten für beide Spieler war es dann sehr wichtig, dass man sie coacht. Chalier und Philipp haben es richtig gut gemacht“, sagte Özdemir, der am Ende den 2:2-Endstand besser verschmerzen konnte als die schwere Verletzung von Vogt.

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