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Frank Schünemann ist neuer Sportlicher Leiter des Bezirksligisten SV Höxter

»Der Verein hat Potenzial«

Höxter(WB). Frank Schünemann ist neuer Sportlicher Leiter beim Fußball-Bezirksligisten SV Höxter. Zum Auftakt seiner Tätigkeit hat der 46-jährige Holzmindener den Derbysieg seines neuen Clubs gegen den SV Dringenberg verfolgt. Mit FrankSchünemannsprach WESTFALEN-BLATT-Mitarbeiter FabianScholz.

Volle Kraft voraus: Der SV Höxter (rechts Niko Rössing) befindet sich nach schwachem Start im Aufwind. Foto: Fabian Scholz

Herr Schünemann, Sie sind im Kreis Höxter noch weitgehend unbekannt. Wie sieht Ihr bisheriger sportlicher Werdegang aus?

Frank Schünemann: Ursprünglich komme ich aus dem »VfL-er Stall« Holzminden. Danach war ich bei den Sportfreunden Holzminden aktiv, die später in SC Weser/Solling Holzminden umbenannt wurden. Zusätzlich war ich in der Übergangszeit vom SC Weser/Solling Holzminden zum SV 06 Holzminden bis 2010 im Vorstand aktiv. Seither habe ich nur noch bei den Altherren Ü40 des SC 06 Holzminden gespielt.

Sie wohnen in Holzminden und haben Ihre sportlichen Erfahrungen alle im niedersächsischen Raum gemacht. Wie gut kennen Sie sich im Sportkreis Höxter aus?

Frank Schünemann: Da ich ja in Höxter schon seit geraumer Zeit arbeite, kenne ich mich auch in diesem Sportkreis ganz gut aus. Durch meine Leidenschaft zum Fußball habe ich bisher auch schon einige Spiele verfolgt. Außerdem habe ich mich aus der Zeitung informiert und bin bereit für die neuen Aufgaben.

Mit Marinko Djak ist ein weiterer ehemaliger Holzmindener bereits in Ihrem neuen Verein. Wie gut kennen Sie den Trainer und wie kam der Kontakt zum SV Höxter zustande?

Frank Schünemann: Marinko kenne ich seit etwa 25 Jahren, seit der damals in Holzminden in den Verein eingetreten ist. Seit einigen Jahren spielen wir zusammen in der Ü40 des SC 06 Holzminden. Vor Saisonbeginn habe ich mitbekommen, dass Höxter einen neuen Trainer sucht und Marinko dort ins Gespräch gebracht. Nachdem nun der Posten des sportlichen Leiters frei wurde, hat er mich angesprochen. In dieser schwierigen Situation wollte er mich mit im Boot haben. Dennoch hatte ich zunächst nur Kontakt mit dem Vorsitzenden Dietlef Bitterberg. Den restlichen Vorstand habe ich letzte Woche erst kennengelernt.

Was hat Sie bewegt, diese nicht einfache Aufgabe beim SV Höxter anzunehmen?

Frank Schünemann: Es ist insgesamt eine sehr reizvolle, aber auch schwierige Aufgabe. Ich mag intensive Aufgaben und stelle mich gerne dieser Herausforderung. Zusätzlich hat mich Dietlef Bitterberg in den Vorgesprächen vollkommen überzeugt. Seine Vorstellungen und seine Denkweise von der Zukunft des Vereins sind super.

Welche Pläne und Ziele haben Sie mit dem SV Höxter?

Frank Schünemann: Wir wollen wieder eine gewisse Leichtigkeit im Spiel und im Umfeld schaffen. Zusätzlich sollen dabei auch die Effektivität und der Spaß nicht zu kurz kommen. Insgesamt soll der SV Höxter also in der Zukunft wieder ein funktionierender Verein werden. Diese Saison steht für uns der Klassenerhalt auf dem Zettel. Auf lange Sicht gesehen, werden natürlich wieder höhere Regionen angestrebt. Die Landesliga ist dabei das Primärziel. Dafür müssen wir allerdings erst einmal hart arbeiten. Aktuell führen wir viele Gespräche mit ehemaligen Spielern aus dem Senioren- und Jugendbereich, die wir wieder in den Verein zurückholen wollen.

Welche Chancen sehen Sie beim SV Höxter?

Frank Schünemann: Ganz klar das Einzugsgebiet. Höxter hat als Kreisstadt von Anfang an etwas bessere Chancen. Außerdem hat die Mannschaft schon in dieser frühen Saison eine enorme Entwicklung gezeigt, was für das Potenzial spricht.

Gibt es auch Schwierigkeiten, die Sie innerhalb des Vereins sehen?

Frank Schünemann: Nein, aktuell sehe ich noch keine Probleme. Mögliche Problempunkte haben sich bisher schnell von selbst bereinigt. Auch Ehemalige aus dem aktiven oder passiven Vereinsbereich sieht man wieder häufiger auf dem Platz, was eine gewisse Harmonie zeigt. Das aktuelle sportliche Hoch trägt natürlich zur guten Stimmung bei.

Wie wichtig ist Ihnen die Zusammenarbeit zwischen Senioren- und Jugendbereich?

Frank Schünemann: Sehr wichtig. Ich setze mich ja aufgrund meines Postens mehr mit dem Seniorenbereich und auch der A-Jugend auseinander. Wir müssen die A-Jugend langsam und ruhig an die erste Mannschaft heranführen und integrieren. Der Grundstein wird aber in unteren Jugendteams gelegt. Zum Glück sind unsere Nachwuchsspieler sehr gut ausgebildet, da schon in der Vergangenheit immer wieder Priorität auf die Jugendarbeit gelegt worden ist.

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